Eröffnung der Waldschlösschenbrücke, Dresden (2013)

11. Aug.2013 um 11:18 pm | Veröffentlicht in Brücken in Deutschland, Brückenneubau, Elbbrücken, Kultur, Stahl- / Stahlbetonverbund | 3 Kommentare
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Waldschlösschenbrücke2012

Waldschlösschenbrücke 2012

Untersicht der Waldschlösschenbrücke vom Schiff aus gesehen

Untersicht der Waldschlösschenbrücke vom Schiff aus gesehen

Nur noch wenige Tage verbleiben, bis die Waldschlösschenbrücke endlich eröffnet wird. Der erste Spatenstich erfolgte schon im November 2000 [1]. Am 24.-25. August 2013 wird die Waldschlösschenbrücke ein Wochenende lang den Fußgängern alleine gehören. Am 26. August 2013 werden dann die ersten Autos über die Brücke fahren können [1].

Am Eröffnungswochenende soll es eine feierliche Eröffnung geben. Auch wenn die Brücke heftig und kontrovers diskutiert wurde, werden sich viele Dresdner über die Entlastung der innerstädtischen Brücken freuen.

Mittlere Spannweite während des Baus 2012

Mittlere Spannweite (148 m) während des Baus 2012

Im jahr 2005 wurde nämlich der Welterbestatus des Dresdner Elbtals auf der Grundlage eines Gutachtens in Frage gestellt und drei Jahre später entgültig aberkannt. [1] Das ist nur schwer zu verstehen. Aus meiner Sicht hat die Brücke eine Form die sich, ähnlich wie bei der Verbreiterung der Potsdamer Langen Brücke, gut in die Landschaft einfügt. Bei beiden Brücken war das Büro Klähne beteiligt. Die Bögen und Bogensockel der Waldschlösschenbrücke wurden während der Ausführungsplanung verschlankt und so noch filigraner. Die 10-feldrige Stahlverbundbrücke hat eine  Gesamtlänge von 636 m, der Mittelbau überspannt die Elbe mit 148 m.[2]

Ausführliche Informationen gibt es auch bei Wikipedia.

Quellen:

[1] Sächsische Zeitung Online vom 20.06.2013, zuletzt besucht am 11.08.2013,

[2] Beratende Ingenieure Klähne, zuletzt besucht am 11.08.2013.

Ponte Eiffel in Viana do Castelo (1878)

18. Jul.2013 um 11:45 pm | Veröffentlicht in Brücken in Portugal, Brückenschäden, Eiffel, Eisenbrücken, EUROPA, Geschichte, Verstärkung | 1 Kommentar
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Ponte Eiffel über den Rio Lima

Ponte Eiffel über den Rio Lima

Pfeiler mit den Umlenkpunkten der Verstärkungen

Pfeiler mit den Umlenkpunkten der Verstärkungen

Die Eiffelbrücke ist eine der historischen alten genieteten Eisebrücken in Portugal. Kurz vor der Mündung des Rio Lima in den atlatischen Ozean überbrückt die historische Eiffelbrücke den Rio Lima bei Viana do Castelo. Sie wurde am 30.Juni 1878 in Betrieb genommen. Die Eiffelbrücke ersetzte eine Vorgängerbrücke aus Holz. Die Brücke ist eine genietete Fachwerkbrücke mit parallelen Gurten. Die kombinierte Bahn/ Straßenbrücke Brücke im Zuge der N13 ist 462 m lang und verbindet Viana do Castelo mit der Cidade Nova am südlichen Lima Ufer.

Die untere Etage in der Ebene der Hautträgeruntergurte trägt den Eisenbahnverkehr. Über den Hauptträgern ist die Straßenfahrbahn. Weiter östlich überbrückt eine weitere Brücke der Autobahn A28 den Rio Lima.

Untersicht der Brücke vom nördlichen Ufer aus gesehen

Untersicht der Brücke vom nördlichen Ufer aus gesehen

Vom 1. Februar bis 2006 bis 30. Oktober 2007 wurde die Brücke für eine Grundsanierung gesperrt. Die Korrosion war so weit fortgeschritten, dass insbesondere an zwei Stützen Gefahr für die Sicherheit bestand. Dabei wurde die Fahrbahnplatte von 6,88 m auf 8 m verbreitert.  Davon dienen 6 m dem Autoverkehr und je ein Meter als Gehweg. Um die Lasten auf Dauer zu tragen wurde die Untergurtebene durch je vier Querträger unterstützt und die Lasten mit Stahlseilen in die Stützenebene rückverankert.

Die Kosten für die Sanierung wurden in [3] mit 12,4 Mio € angegeben.

Quellen:

[1] http://zeminhoto.blogspot.de/2006_06_01_archive.html, zuletzt besucht am 18.07.2013

[2] Wikipedia Ponte Eiffel, zuletzt besucht am 18.07.2013

[3] Wikimapia, zuletzt besucht am 18.07.2013

Unterstützender Rahmen unter den Untergurten der Hauptträger

Unterstützender Rahmen unter den Untergurten der Hauptträger

Ausblick von der Kirche Santa Lucia oberhalb von Viana do Castelo

Ausblick von der Kirche Santa Lucia oberhalb von Viana do Castelo

Brückenzufahrt am Nordufer

Brückenzufahrt am Nordufer mit schlanken Stützen

Golden Gate Bridge: Weitere Fotos einer 75-Jährigen (1937-2012)

17. Jun.2012 um 11:12 pm | Veröffentlicht in AMERIKA, Brücken in den USA, Geschichte, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Die Golden Gate Bridge im hereinziehenden Nebel

Die Golden Gate Bridge in San Francisco unter dem hereinziehenden Nebel

Das Fort Point war bereits seit  da (erbaut 1853-1861), als die Brücke gebaut wurde und es mit einem Extrabogen überbrückte.

Blick auf den Brückenbogen vom Fort Point aus

Tsing Ma Brücke, Hong Kong (1997)

02. Feb.2011 um 10:44 pm | Veröffentlicht in 1, ASIEN, Brücken in Hong Kong, Monitoring | Hinterlasse einen Kommentar
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TsingMaBridge

Tsing Ma Brücke in Hong Kong

TsingMa von unten

Untersicht der Tsing Ma Brücke

Die Tsing Ma Brücke in Hong Kong ist mit einer Spannweite von 1,377 m (4,518 ft) und einer Höhe von 206 m (676 ft) die 7. längste Hängebrücke der Welt. Auf zwei Decks fahren Autos und Zugverkehr. Bei  Brücken mit zwei Decks ist die Tsing Ma Brücke sogar die Brücke mit der längsten Spannweite. 1997 wurde sie nach fünf Jahren Bauzeit eröffnet.[1] Insgesamt ist die Brücke 2,2 km lang. 500,000 m3Beton und 49,000 Stahl wurden verbaut.  Die Höhe für durchfahrende Schiffe ist 62 m. [2]

Tsing Yi Seite der Brücke

Tsing Yi Seite der Brücke

Die Brücke liegt in einer Gegend, in der es extreme Stürme gibt. Im Ernsfall werden die sechs Straßenfahrspuren gesperrt, doch die Züge auf dem Unterdeck können weiterhin in beide Richtungen fahren. So kann der Flughafen auch bei starkem Hurrikan erreicht werden.

Die 1,1 m dicken Hängeseile der Brücke sind am Tung Wan Ufer, auf der Ma Wan-Insel-Seite in einem massiven Ankerblock verankert. Der  beste Anprallschutz für die Brückenpfeiler sind aufgeschüttete Inseln um die Fußpunkte.

Ankerblock auf der Ma Wan Seite

Ankerblock auf der Ma Wan (Insel) Seite

Matt Mc Donald hat die Brücke für Hong Kong entworfen.

So wie die Ting Kao Brücke und die Kap Shui Mun Brücke wird die Tsing Ma Brücke mit Hilfe eines Windlasten und Konstruktionsüberwachenden so genannten Health Monitoring System(WASHMS) überwacht, d.h. die „Gesundheit“ der Brücke wird ständig beobachtet. Zusätzliche Kameras überwachen die Verkehrsverhältnisse. Die Online-Darstellung auf der Website der Regierung aktualisiert die Bilder alle 2 Minuten.[1]

Tsing Ma

Tsing Ma, im Hintergrund die Ting Kau Brücke

Für die gesamte Strecke Lantau Link, deren Teilstück die Tsing Ma Brücke  ist, muss Maut gezahlt werden, z.B.  30 HK$ für einen PKW. Die maximale zulässige Geschwindigkeit beträgt 80 km/h.

Quellen:

[1] en.Wikipedia/TsingMaBridge, zitiert am 02.02.2011.

[2] Website Tsing Ma.com, zitiert am 02.02.2011.

UK: 200 Jahre: Tickford Bridge (1810)

30. Mai.2010 um 2:29 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in UK, Eisenbrücken, EUROPA, Geschichte, Gusseisenbrücke, Verstärkung | Hinterlasse einen Kommentar
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tickford bridge 2

Tickford Bridge von 1810, by Alan Simkins, geograph.org.uk, Creative Commons Lizence

Tickford Bridge während der Verstärkungsarbeiten

Tickford Bridge während der Verstärkungsarbeiten

Die Tickford bridge in Newport Pagnell, Buckinghamshire in England feiert in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag. Sie ist eine der ältesten, wenn nicht gar DIE älteste, gusseisernen Brücken, über die auch heute noch der Verkehr rollt. Sechs gusseiserne Bögen überspannen die gut 18 m  den kleinen Fluss Ouzel (or Lovat).

Es gibt einen Disput darüber, ob nicht die nahegelegene Cound Arbour Bridge, in Shropshire (1797) die von Tomas Telford [4] gebaut worden ist, die älteste Brücke mit regelmäßigem Straßenverkehr sei. Diese hier hat aber wohl das deutlich höhere Verkehrsaufkommen. Ältere gusseiserne Brücken, wie die Hohe Brücke im Berlin-Charlottenburger Schlossgarten (1802) oder die Iron Bridge  über den Severn  (1779) oder ihre 1:4 Verkleinerung der Eisernen Brücke im Wörlitzer Park (1791), sind nur (noch) für den Fußgängerverkehr geöffnet.

tickford bridge 1

Sechs parallele gusseiserne Bögen

Geschichte

Die Tickford Bridge in Newport Pagnell wurde 1810 errichtet. Das Design der Tickford Bridge stammt von Thomas Wilson, sie wurde von Walkers of Rotherham gebaut. Vielleicht kann man an dieser Stelle erwähnen, dass kein geringerer als Thomas Paine, der Autor des Buches The rights of man (dt. Die Menschenrechte, 1791-92), mit einem Patent für das Design einer gusseisernen Brücke von 250 Fuß Spannweite und dem Bau eines Modellbogens bereits 1788, 20 Jahre vor dem Bau der Tickfordbrücke, auf sich aufmerksam machte.

Verstärkung

Um den gestiegenen Anforderungen zu genügen ist der Untergurt der Bögen mit Kohlefaserlamellen verstärkt worden. Maunsell Ltd., ein Ingenieurbüro für konstruktiven Ingenieurbau in Großbritannien, hatte 1999 empfohlen, dass die volle Straßenverkehrslast übernommen werden kann, wenn man die Brücke mit einem feucht (in Epoxy Adhäsiv) verlegten Kohlefaser-(Gelege)Sheet-System verstärkt würde.[2] Letztendlich kamen in enger Kooperation zwischen dem Auftraggeber, dem Milton Keynes Council, deren Consultants Maunsell and Sumitomo Corporation aus Japan und Topbond eine Methode zur Einhüllung der  gusseisernen Oberfläche, z.B. auch in den aussteifenden mit  (prepreg) Replark dem Gelege von Sumitomo, wobei ständig Proben zur Überprüfung des Materialverhaltens entnommen wurden. Insgesamt 14 Schichten wurden verlegt, die eine Gesamtdicke von nur einem Zentimeter erreichen.

Als die Kohlefaserverstärkung appliziert worden war, erhielt die Brücke einen neuen Anstrich und war bereit, wieder für den Verkehr geöffnet zu werden. Abschließende Tests bestätigten, dass die Brücke erfolgreich verstärkt worden war und den Verkehr bis zu einer Beanspruchung von 40 t pro Fahrzeug übernehmen kann.[2]

Es wäre interessant sich die Verstärkungen nunmehr einige Jahre nach der Verstärkungsmaßnahme im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit anzusehen. Informationen wurden darüber nicht gefunden, was wohl ein gutes Zeichen ist.

Fotos:

Das erste Foto taucht an mehreren Stellen unter dem Bezug auf den Fotografen Alan Simkins auf, u.a. bei Wikipedia und geograph.org.uk.

Verstärkung: Brian, thank you.

Quellen:

[1] de.Wikipedia/Thomas Paine, zitiert am 30.05.10

[2] Plastic Highway Bridges, zitiert am 20.05.2010. Die Website zitierte wiederum aus: „Composite gives new life to bridge,“ Reinforced Plastics, 1999, 43, 10, Oct., 8.

[3] Rizkalla, Dawood, Shahawy: FRP for Transportation and Civil Engineering Infrastructure: Reality and Vision, Übersichtsartikel, gefunden am 28.05.10.

[4] Telfordsites.co.uk, zitiert am 30.05.10

[5] Externes Schwarz-Weiß Foto des Buckinghamshire County Council (2000), gefunden am 30.05,10

London (Themsebrücke): Blackfriars Bridge (1869)

06. Apr.2010 um 10:59 pm | Veröffentlicht in Brücken in UK, Eisenbrücken, EUROPA, Themsebrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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ponton-Ansicht der Blackfriasbrücke

Ansicht der Blackfriarsbrücke

ponton-Blackfrias-Aufschrift

Blackfriars Bridge: Aufschrift an der Brücke

Die Blachfriars-Bridge ist eine Straßen- und Fußgängerbrücke über die Themse in London.

Nach der London Bridge und der Westminster Bridge entstand an dieser Stelle 1769 die dritte Brücke über die Themse, damals noch als Natursteinbogenbrücke aus Portland-Gestein. Im italienischen Style überbrückte diese erste mautpflichtige Brücke aus neun semi-eliptischen Bögen die 303 m (995 Fuß) der Themse. Der Name wurde kurze  Zeit nach der  Einweihung, zunächst nach dem damaligen Premierminister  William Pitt Bridge benannt, dann in Blackfriars Bridge  nach der Blackfriars Monastery am Ufer der Brücke, einem Kloster, umbenannt.

ponton.Blackfriars Untersicht-detail

Unterkonstruktion des Bogens an der Blackfriars bridge

Nach 1833 wurden Reparaturmaßnahmen notwendig und auch bis 1840 vorgenommen, doch trotz alledem wurde ein Ersatzbau geplant. Genau 100 Jahre nach der Einweihung der ersten Brücke wurde im Jahr 1869 die heutige Brücke durch die damalige englische Königin Queen Victoria eröffnet.

Fünf schweißeiserne Bögen bildeten seit dieser Zeit die etwas kürzere (923 Fuß lange) Überbrückung der Themse. Sie wurden von Thomas Cubitt entworfen. Thomas Cubitt entwarf auch die Blackfriars railway bridge (erste Eisenbahnbrücke), die Hauptzufahrt zur Bahnstation Bahnhof Blackfriars, die ursprünglich St Paul’s Railway Bridge hieß und bereits 1864 eröffnet wurde.[nach 1]

ponton-Blackfriars

Blackfriars Straßenbrücke

Eine Geschichte machte 1982 die Runde: Der italienische, dem Vatikan nahestehende,  Banker namens Calvi  (Banco Ambrosiano) wurde tot unter der Blackfriarsbrücke aufgefunden. Nur zwei Tage nach seinem Eintreffen in London mit falschem Pass.[2] Bereits 1984 wurde die erste Blackfriars Eisenabhnbrücke abgerissen, nur die Pfeiler stehen seitdem noch in der Themse. Parallel zu den Pfeilern steht eine weitere Eisenbahnbrücke, die den Eisenbahnverkehr schon zu Zeiten der alten Blackfriarsbrücke trug, denn diese war zu schwach bemessen.

ponton: Blackfriars Bridge- Im Hintergrund die Waterloo Bridge

Blackfriars Bridge- Im Hintergrund die Waterloo Bridge

Quellen:

Fotos: Charly, vielen Dank!

[1] en.wikipedia, zitiert am 06.04.10

[2] bbc vom 19. April 2002, zitiert 06.04.10.

Berlin: Baumschulenbrücke (1904, saniert 1996)

20. Jan.2010 um 10:53 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Geschichte, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Baumschulenbrücke

Baumschulenbrücke in Verlängerung der Baumschulenstraße

Wo ist die Baumschulenbrücke

Wo ist die Baumschulenbrücke?

Die Baumschulenbrücke überbrückt den Britzer Verbindungskanal (bis 1994 Britzer Zweigkanal) als einfeldrige Straßenbrücke. Es handelt sich um den ursprünglichen Typ einer parallelgurtigen Fachwerkbrücke, die um 1904 häufig für Brücken über die damals neuen Berliner Kanäle verwendet wurde.

Der Name stammt von der Späth´schen Baumschule, die es nach über 100 Jahren auch heute noch hier gibt. Unweit der Brücke in Richtung Späth´sche Baumschule ist ein alter Wegweiser erhalten geblieben und weist den Weg nach Niederschöneweide und Köpenick über die Brücke.

Der Britzer Verbindungskanal verbindet den Teltowkanal mit der Spree in Treptow und ist nur 4,1 km lang [1]. Die Lage der Baumschulenbrücke wird als Entfernung zum km 0 des Teltowkanals gerechnet: TEK 29,12a.

Baumschulenbrücke-Blick zum Teltowkanal

Baumschulenbrücke-Blick zum Teltowkanal und zur A113

Auch hier zog, wie entlang des Teltowkanals, bis zum Ende des zweiten Weltkrieges eine elektrische Treidelbahn beidseits des Kanals die Schiffe.[2]

Am Ende des II. Weltkrieges wurde die Brücke zerstört (Foto[3]). Die Brücke hat eine Spannweite von rund 49 m, die Breite beträgt 14 m. Sie erhielt bis 1996 eine Grundsanierung mit einem  neuen Korrosionsschutz . Während der Sanierung gab es vorrübergehend eine  parallele Behelfsbrücke [4].

Baumschulenbrücke von unten

Baumschulenbrücke: Fahrbahn mit Vollwandträgern als Haupt- und Querträger

Quellen:

[1] Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin, zitiert am 20.01.10

[2] KGA Mariengrund, zitiert am 20.01.10

[3] Bundesarchiv: zerstörte Baumschulenbrücke, zitiert am 20.01.10

[4] Berlinonline.de, zitiert am 20.01.10

Meiningenbrücke (1912)

08. Jan.2010 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Ersatzneubau, Geschichte | 11 Kommentare
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ponton-Meiningenbrücke

Meiningenbrücke von der östlichen Zingster Boddenseite gesehen

Meiningenbrücke über den Meiningenstrom

Meiningenbrücke über den Meiningenstrom: längster Überbau

Die Meiningenbrücke überbrückt den Meiningenstrom zwischen dem Zingster Strom und dem Bodstedter Bodden, die engste Stelle des Boddens zwischen dem Darss und der Barther Boddenseite, sie verbindet somit verbindet Zingst und Barth. Die Brücke besteht aus 14 rund 24,50 m langen parallelgurtigen Fachwerkträgern, einer 43,70 m langen Drehbrücke und einer weiter gespannten Fachwerkbrücke mit bogenförmigem Obergurt und einer Spannweite von 61,60 m [1]. Die Gesamtlänge beträgt 470 m [2].

Die Einwohner auf dem Darss verkünden es:  die Tage der alten genieteten Fachwerkbrücke sind gezählt, eine neue Brücke ist in Planung. Die Einheimischen sind am meisten betroffen, denn für die Fahrt über die Brücke muss man u.U. etwas mehr Zeit einplanen, vor allem an Hauptab- und -anreisetagen der Ostseetouristen.

Neben der Zufahrt über das Fischland ist diese einspurige Straßenbrücke im Winter wechselseitig mit Ampeln für den Verkehr freigegeben, der einzige weitere Zufahrtsweg auf die Halbinsel Fischland-Darss-Zingst. Im Sommer entlastet eine parallele Pontonbrücke (1980) den Verkehr. Die Pontonbrücke dient dann als Fahrspur in Richtung Bresewitz/ Barth, die alte Meiningenbrücke wird als Fahrspur in Richtung Prerow/Zingst freigeschaltet.

Meiningenbrücke-Drehbrücke

Meiningenbrücke-Drehbrücke

Geschichte

Die Brücke hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie wurde von 1908 bis 1912 im Zuge der Darssbahn als Eisenbahnbrücke gebaut. Dem Verkehr wurde sie bereits am 1.Dezember 1910 übergeben, obwohl die Bauarbeiten noch nicht vollendet waren. Eine weitere Brücke überbrückt das Vorland des Boddens zwischen Bresewitz und Pruchten, die Kloerbrücke (723 Meter). Die Betonpfeiler ruhen auf unzähligen Holzpfählen. Die Darssbahn fuhr bist 1947 nach Prerow. Dort steht heute eine alte Lokomotive vor dem zum Hotel umgebauten alten Bahnhof.

Durch den Mut der Zingster konnte eine Sprengung der Brücke am Ende des zweiten Weltkriegs verhindert werden, doch dann wurden die Gleise der Darssbahn wie so vieler Orts als Reparationsleistungen an die damalige Sowjetunion demontiert und abtransportiert.

ponton-Bf. Bresewitz

Bahnhof Bresewitz mit kleinem Museum der Darssbahn

Seitdem dient die  Meiningenbrücke nur noch als einspurige , rund 3,70 m breite Straßenbrücke. Der Bresewitzer Bahnhof wurde dann ab 1970 wieder aktiviert und diente dem Antransport von militärischem Bedarf für den NVA Standort Zingst [1]. Heute befindet sich am Bf. Bresewitz ein Minimuseum der Darssbahn.

Die Drehbrücke auf der Darsser Seite des Meiningenstroms wird zur Zeit im Winter nach [2] einmal in der Woche, doch nur bei Bedarf für die Schiffahrt 45 min lang geöffnet. Nur so gelangen Boote in den westlichen Bodden. Für kleine Ruderboote wird die Durchfahrtshöhe wohl auch so ausreichen.

Im Winter ist die Pontonbrücke nicht in Betrieb.

ponton-Meiningenbrücke mit Wildgänsen

Meiningenbrücke mit Wildgänsen

Quellen:

[1] de.wikipedia/Meiningenbrücke, zitiert am 07.01.10.

[2] Ostseeferieninfo, zitiert am 07.01.10.

San Fancisco Bay: Bay Bridge (1936)

09. Sep.2009 um 3:19 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in den USA, Brückenneubau, Brückenschäden, Ersatzneubau, Geschichte, Sanierung, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Schaper (1908): Gefahr des Reißens durch hohe H-Kräfte

Schaper (1908): Hohe Augenstabbeanspruchung durch hohe horizontale (H-)Kräfte

Bis heute, Dienstag, den 8.09.09 früh 07:00 Uhr war die Bay Bridge in San Francisco gesperrt [2]. Der Grund: In der vorigen Woche entdeckten Brückeninspektoren in einer Stahlstrebe (eyebar- dt. Augenstab) im östlichen Feld der Bay Bridge in San Francisco/ Yerba Buena Island) einen großen Riss. Die gute Nachricht ist: Sie ist nicht zusammen gebrochen und konnte umgehend repariert werden.

Obwohl der Riss im Augenstab schon so groß war (s. Foto[1]), dass der Riss mit  handnaher Sichtprüfung keinesfalls übersehen werden konnte, war die Redundanz, d.h. die Fähigkeit anderer Bauteile, die Lasten zu übernehmen, so groß, dass es nicht zu einem Kollaps kam.

1908 stellt Gottfried Schaper drei verschiedene Formeln für Augenstäben drei verschiedene amerikanische Firmen vor.   In seinen Eisernen Brücken gibt es auch ein Beispiel für Fachwerkbrücke mit Augenstab als Zugstrebe (S.115), obwohl auf dieses Konstruktionsprinzip in Europa wohl weitgehend verzichtet wurde.

Die Bay Bridge war am letzten Wochenende wegen regulärer Bauarbeiten geschlossen. Die Zufahrt auf die alte Brücke wurde von dern alten Vorlandbrücken auf eine neue, für einige Jahre provisorische, Zufahrt verschwenkt[1]. Am Samstag wurde nun ein 90 m langes Feld eingesetzt, um die neue Umgehungs- und Zufahrtsstraße als provisorische Auffahrt mit der alten Brücke zu verbinden. Die alte Brücke muss noch vier Jahre überstehen, bis ihr Erdbebensicherere Ersatzbau eingeweiht werden kann. [1] Seit Dienstag früh 07:00 fährt der Verkehr auf der neuen Straße.[2]

Um den Stab zu reparieren und zu verstärken müssen zunächst Stahlsattel an das obere und untere   Ende des geschädigten Augenstabes geschweißt werden, um die Zugkräfte um den geschädigten Bereich herumzuleiten. Dann kann die Reparatur durchgeführt werden.

Die vorhandene über 70 Jahre alte Brücke sollte ohnehin ausgetauscht werden. Eine neue Schrägseilbrücke wird parallel zur alten Baybridge entstehen. Eine Umgehungsauffahrt über die Yerba Buena Insel auf die Brücke ist fertig gestellt, um Platz zu schaffen für die Auffahrt auf die neue Brücke genau dort, wo jetzt noch die alten Brücken stehen. Die neue Brücke soll parallel zum heutigen Brückenzug bis 2013 fertig gestellt werden.

Die alte Baybridge wurde 1936 gebaut. Seit den 1870ziger Jahren wurde die Realisierbarkeit einer so weit gespannten Brücke zwischen San Francisco und Oakland diskutiert. Bis 1958 wurde die unten liegende Fahrbahn in ihre heutige Form verändert und trägt dort nicht mehr die Bahn, sondern wie auch die obere Fahrbahn, Automobilverkehr . [2]

Quelle:

[1] San Francisco Chronicle, zitiert am 08.09.09

[2] Website Bay Bridge Info, , zitiert am 08.09.09

Wroclaw/ Breslau: Mühlenbrücken

12. Aug.2009 um 3:32 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Polen, Oderbrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Die Mühlenbrücke (Most Mlynski) Gesamtansicht

Die Mühlenbrücken (Mosty Mlynskie) Gesamtansicht

Blick von der Mühlenbrücke auf die alte Mühle MARA

Blick von der Mühlenbrücke auf die alte Mühle MARIA

Die Mühlenbrücken (Most Mlynskie) an einem Seitenarm der Oder  (Odra pólnocna/ nördliche Oder) in Wroclaw / Breslau steht als eine der Nächsten auf der Sanierungsliste der Stadt. Sie verbindet die Insel Piaskowy, eine der vielen Oderinseln, mit dem nördlichen Ufer der alten Oder. Zur Markthalle und Universität auf der südlichen Uferseite (in Richtung Stadtzentrum) gelangt man über die Marienbrücke (Piaskowy most). 27,8 und 36,6 m lang sind die beiden Überbauten. Die Breite beträgt 12,80 m bzw. 12,89 m.

Ausblick auf die Tumskibrücke

Ausblick auf die Tumski-(Dom-)brücke

Bereits im XII. Jahrhundert führte hier eine Brücke über die Oder, man nannte sie zunächst Pons ad molam de corpore Jesu Christi später Wratislavia Iunxta pontem. sowie auch „Vor-Tumski“brücke. Bis 1885 standen an dieser Stelle Holzbrücken. Die beiden parabellförmigen Stahlbögen  nach dem Fachwerksystem von Schwedler mit unten liegender Fahrbahn wurden 1885 errichtet, die Brücke hieß dann deutsch Gneisenaubrücke.  Die Kriegsschäden vom Ende des II. Weltkrieges wurden zunächst nur provisorisch repariert.

Ihre heutige Nachkriegsgestaltung erhielt die sanierte Brücke im Jahr 1956. 1990 wurden die Straßenbahngleise modernisiert. Eine Tafel kündet von den Sanierungsarbeiten nach dem Jahrtausendhochwasser von 1997.

In der Mitte ruhen die Überbauten auf einem massiven Naturstein umschlossenen Pfeiler  traditionell mit Ausblick zur Tumskibrücke, den Dom und die Johanniskirche. Die Brücke ist hohen Verkehrsbeanspruchungen insbesondere durch den Straßenbahnverkehr ausgesetzt.

Abgestützter Mauerwerksbogen mit Betonverstärkung der Auflagerbereiche

Abgestützter Mauerwerksbogen mit Betonverstärkung der Auflagerbereiche

Auf der anderen Seite blickt man von der südlichen Brücke auf einen Abzweig der Oder, der unter den Mauerwerksbögen der alten Mühlen Maria und Feniks, einer Living bridge, hindurchfließt. Einst wurde der Mauerwerksbogen durch einen zweiten Bogen verstärkt. Während des Jahrtausendhochwassers 1997 waren die niedrigen Bögen vom Wasser und von mitgeschwemmtem Holz und Trümmern gefährdet. Die Widerlager sind nun durch Beton gesichert und ein Stahlgerüst schützt wohl die Giebelwand des Bogens vor ungewünschten Verformungen sowie Gefahren während der nächsten Hochwasserwelle.

Quellen:

[1] Mosty Mlynskie, zitiert 11.08.09

[2] pl.wikipedia/Mosty mlynskie, zitiert 11.08.09

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