Liesenbrücken in Berlin (1890-1896): Tag des offenen Denkmals am 08. September 2013

06. Sep.2013 um 5:50 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Brückenevents, Brückenschäden, Eisenbrücken, Geschichte, Kultur, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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Tag Des Offenen Denkmals back

Anlässlich des Tags des offenen lädt das Berliner Netzwerk für Grünzüge zur Besichtigung der Liesenbrücken ein. Um 14:00 Uhr ist unter den Brücken am Humboldthain Treffpunkt.  Die Deutsche Bahn braucht die Brücken nicht mehr. Sie ist Eigentümerin der Brücken, den die königliche Eisenbahnbehörde hat sie einst gebaut. Die Brücken gehören dennoch zum kulturellen Erbe von Berlin. Sie lagen direkt an der ehemaligen Berliner Mauer. Jetzt fahren die Studenten zur TU Berlin unter ihnen hindurch. Darüber fährt schon seit Jahrzehnten nichts mehr. Nur die S-Bahn zum Humboldthain nutzt noch einen erneuerten Überbau, 1952 wurden sie im Zuge der Stilllegung des Stettiner Bahnhofes nicht mehr genutzt. Untersuchungen müssten zeigen, ob sie Fußgängern und Radfahrern noch eine ausreichende Sicherheit bieten. Dann könnten die Brücken Grünanlagen auf beiden Seiten, den Humboldthain und den Park am Nordbahnhof miteinander verbinden.

Es gibt eine Pedition, die im Juni eröffnet wurde und noch bis 28.09.2013 unterzeichnet werden kann. Da kann man entscheiden, ob die Brücken- wenn sie ihre Tragfähigkeit ohne größeren Aufwand noch nachweisen können- als kulturelles Erbe der Berliner erhalten bleiben sollen.

Die Überbauten wurden zwischen 1890 und 1896 von der Königlichen Eisenbahndirektion errichtet. Man findet die Liesenbrücken in der Denkmaldatenbank von Berlin.

Quellen:

[1] Berliner Netzwerk für Grünzüge , besucht am 06.09.2013.

[2] Pedition, besucht am 06.09.2013.

[3] Denkmaldatenbank von Berlin, besucht am 06.09.2013.

The LM project

14. Nov.2009 um 4:43 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Dänemark, Brückenneubau, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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nach Steven Holl Architects [1] Steven Hall Architects ist eine weltweit agierendes Architekturbüro mit zwei Dependancen in New York City and Beijing/ Peking. Steven Holl leitet das Büro zusammen mit den Partnern Chris McVoy (New York, USA) und Li Hu (Beijing, China)

Hinter dem Kürzel The LM-project versteckt sich eine faszinierende neue Hafenbrücke über den Kopenhagener Hafen [2]. Eine Fußgängerbrücke wird die auch von großen Kreuzfahrtschiffen und riesigen Fähren frequentierte Einfahrt in das Hafengelände überbrücken. Das Architekturbüro STEVEN HOLL ARCHITECTS gewann 2008 einen Wettbewerb mit einem außergewöhnlichen Design für eine Brücke. Zwei an den Ufern stehende (65 m hohe) Hochhaustürme verbinden sich quasi mit einem Handschlag in luftiger Höhe.

Den architektonische Wettbewerb hatten die Kopenhagener Stadt und Hafen Entwicklungsgesellschaft, CPH City and Port Development sowie die ATP Ejendomme, ausgeschrieben. Der frühere Kopenhagener Bürgermeister und heutige  administrative Director der Entwicklungsgesellschaft City / Harbor and Copenhagen, Jens Kramer Mikkelsen sagte am 31. Oktober 2008 bei der Auszeichnung der Gewinner des Wettbewerbs: „Das Projekt verbindet die ästhetische, funktionelle und die Buisiness Gedanken. Der Siegesentwurf ist Architektur einer hohen, hohen Klasse“. Der heutige Bürgermeister fügte hinzu: Wir bekommen zwei großartige Hochhäuser , die die Stadt besser zusammen führt und gleichzeitig ein Wahrzeichen des Hafens wird“.

Das Design der von Steven Holl Architects‘ gestalteten neuen Einfahrt in den neuen Hafen der  Großstadt Kopenhagen basiert auf dem Konzept, dass zwei Hochhäuser zwei, in ihrer Orientierung jeweils den Stadtteil zurück verankernden Aspekt, auskragende Brücken tragen. Auf der Langenlinie Seite, wo seit Jahrzehnten die Ozeanriesen ankern , drückt dies auch die Form des Hochhauses so aus. Ein bugartig gestaltetes Deck lässt glauben, dass der Meereshorizont schon zu  erblicken ist. Dieses Deck ist die Ebene von der aus die öffentlichen Aufzüge bestiegen werden und öffentliche Cafés und Gallerien zum Verweilen einladen. Man erreicht diese Ebene sowohl über großzügige Treppen als auch über Rolltreppen. Der Marmormolen Tower ist mit der City über die Hauptterrasse  mit dem Eindruck eines unterhalb befindlichen öffentlichen Auditiriums verbunden. Auch diese Ebene kann man über öffentliche Treppen sowie Rolltreppen erreichen.

Jedes der beiden Hochhäuser trägt seine eigene auskragende Schrägseilbrücke, die sich in der Mitte hoch über dem Wasser treffen und eine öffentliche Fußgängerpassage zwischen zwei Brückenpfeilern bilden. Wegen der Geometrie vor Ort, treffen sich die Brücken unter einem Winkel und bilden sozusagen einen Handschlag über der Hafeneinfahrt. Die Unterseite der Brücken und der Kragarme nehmen die strahlenden Farben des Hafens auf; das Orange der Container an der Unterfront von Langenlinie, kräftiges Gelb auf der Unterseite am  Marmormolen.-Ufer. In der Nacht widerspiegeln sich die von Strahlern beleuchteten  colorierten Aluminiumflächen  wie Gemälde im Wasser.

Alles Ingenieurleistungen für das LM-Projekt mit Umfang zwischen 50 000 000 und 70 000 000 DKK wurden inzwischen nichtoffen ausgeschrieben. Bewerbungsschluss war der 17.08.09.

Weitere Brücken-Hochhaus-Kombinationen des Büros entstehen z.B. in diesem Jahr in Bejing/ Peking.

Quellen:
[1] Steven Holl Architects, zitiert am 14.11.09.

[2] Orestad.dk,  zitiert am 14.11.09.

Qatar-Bahrain Friendship Bridge (2013)

19. Sep.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, ASIEN, Brücken in Qatar, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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Die Qatar-Bahrain Friendship Bridge (Katar-Bahrain Freundschaftsbrücke) ist eine geplante Brücke zwischen Qatar und Bahrain. Sie wird mit 40 km Länge die längste Brücke der Welt sein. Sie ist die natürliche Verlängerung des  König Fahd Fernverbindung der Bahrain mit Saudi Arabien verbindet. Der Bau der Freundschaftsbrücke beginnt dieses Jahr und bereits 2013 soll sie fertig gestellt sein. Die Brücke wird an der Westküsten von Qatar in der Nähe des Forts Zubarah mit der Ostküste von Bahrain, südlich seiner Hauptstadt Manama, verbinden.

COWI aus Lyngby bei Kopenhagen in Dänemark hat den Vertrag gemeinsam mit Bahrain abgeschlossen. COWI hat gemeinsam mit einem Konsortium aus Sund & Bælt Partner Ltd., DHI Water & Environment und die Architekten Dissing+Weitling eine Studie (2001-2002) erarbeitet [1]

Im November informierte der Penninsula zum einen, dass die Texanische Firma KBR in die Arbeitsgremien einbezogen wurde und darüber, dass das Projekt nicht nur eine Straßenbrücke wird, sondern auch eine Bahnverbindung für den Güter- und Personenverkehr zwischen Qatar und Bahrain einbeziehen wird. Es ist durchaus eine denkbare Vision dass eventuell die Eisenbahnlinie in beide Richtungen verlängert wird, einerseits Istanbul/ Türkei und andererseits nach Muskat/ Oman, und somit zur Haupteisenbahnlinie für die Golfküstenregion im mittleren Osten werden könnte.

Gemäß COWI [4] gibt es strenge Umweltschutzauflagen für das Projekt, um sicherzustellen, dass die Brücke das empfindliche Gleichgewicht im Gulf of Salwa nicht stört, das zum Beispiel die Heimat der friedlichen und gefährdeten Seekühe (Dugong) ist. Ähnlich strikte Umweltamforderungen werden für die Aushebungen für die  Stützen formuliert, die die Korallen der Gegend nicht zerstören dürfen.

Quellen:

[1] Sund Baelt Partner, zitiert am 18.09.09

[2] COWI/ Flyer Qatar Bahrain Friendship Bridge, Studie zitiert am 18.09.09

[3] News The Penninsula (Qarars leading English Daily) , zitiert am 18.09.09

[4] COWI/ Realisierung, zitiert am 18.09.09

China: Hangzhou-Bay-Brücke (2008)

16. Sep.2009 um 3:35 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in China, Brückenneubau, Monitoring, Spannbetonbrücke, Stahlbrücke, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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nach: Michael Raupach (RWTH), Gan Weizhong: Monitoring für die Korrosionsgefahr, Hangzhou-Bay-Brücke in China in [1]

In China wurde durch eine Brücke der Superlative  der Weg von Shanghai nach Ningbo in der Provinz Zhejiang um 120 km [nach 3] verkürzt, so berichteteten die Stahlbau-Nachrichten in Ausganbe 2009/01 auf S.19. Die Gesamtkosten belaufen sich nach [1] auf 1,6 Mrd €, wovon private Investoren aus Ningbo einen erheblichen Anteil beisteuerten. Die Brücke ist 36 km lang und damit die zweitlängste Brücke der Welt und die bei Weitem längste Brücke über eine Meeresbucht, hier die Mündungsbucht des Yangtse Flusses. Die Breite von 33 m schafft Platz für je drei Richtungsfahrbahnen bei einer erlaubten Geschwindigkeit bis 100 km/h.

Die Brücke muss einem extremen Tidenhub, Meeresströmungen und Taifunen Stand halten können, Wellen bis zu 7,50 m Höhe können auftreten. 600 Forscher waren weltweit an den Voruntersuchungen beteiligt. Nach einer Planungsphase von 10 Jahren wurde die Brücke von 2003 bis 2008 errichtet. Zwei Schrägseilbrücken (mit 448 m beziehungsweise 318 m Stützweite.[3])ermöglichen Schiffen bis 62 m die Durchfahrt. Etwa in der Mitte befindet sich eine Service Insel. Die Betonpfeiler sind durch Gezeiten und Extremwetterbedingungen gleichzeitig Unterwasser-, Wechselwasser-, Spritzwasser- und Sprühnebelbereich. Das sind extreme Beanspruchungen der Betonbauteile Pfeilern, Pfahlkopfplatten und an den Hohlkästen der sich über km reiheneden Spannbetonhohlkastenüberbauten, die diesen aggressiven Umweltbedingungen 100 Jahre halten sollen.

Die Besonderheit in der Salzwassergeschwängerten Atmosphäre: die Brücke wurde mit einem Monitoringsystem zur Überwachung der Eintritts von Chlorid-induzierter Korrosion ausgestattet. Denn es gibt noch eine Besonderheit: Aachen mit seinen Spezialisten in der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule  ist Partnerstadt von Ningbo. So wurden die Erfahrungen der Aachener Forscher in Kooperation mit Prof. Gan Weizhong, Institut für Betonkonstruktionen der Technischen Universität Ningbo, an der neuen Brücke von Beginn an zur Langzeitüberwachung des Chlorideindringverhaltens angewandt.

Etwa 50 Sensoren auf Basis des Anoden-Leiter-System wurden an exponierten Stellen installiert. Das System wurde bereits 1990 am Institut für Bauforschung der RWTH Aachen von den Professoren Schießl  (jetzt ib-Schießl, München) und Raupach (RWTH) entwickelt. Die Sensoren verteilen sich auf Pfeiler, Pfahlkopfplatte und Spannbetonüberbauten. So kann man quasi in einer Verifizierung des Entwurfsgerechen Eindringverhaltens  überprüfen, ob die Chloridfront grundsätzlich nicht zu schnell in das Innere des Betons vordringt. Lokale Schäden können mit einem derartigen Verfahren weder verhindert noch dokumentiert werden. Ausführungsqualität, Umwelt- und Witterungsbedingungen sind die Hauptfaktoren, die die Dauerhaftigkeit nun beeinflussen. Ein Global Positioning System (Trimble 5700 RTK GPS system) überwacht das gesamte Brückenbauwerk. Inspektoren werden regelmäßig Inspektionen durchführen.

Weitere interessante Details sind  in [1] und den weiteren Quellen zu  finden.

Quellen:

[1] Stahlbau-Nachrichten, S. 19, zitiert am 15.09.09

M. Raupach (RWTH), Gan Weizhong: Monitoring für die Korrosionsgefahr, Hangzhou-Bay-Brücke in China

[2] Hangzhou-Bay-Brücken Info(de), zitiert am 15.09.09

[3] de.Wikipedia/Hangzhou-Bay-Brücke , zitiert am 15.09.09

Köln: Fußgängerbrücke im Mediapark

17. Aug.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Brückenneubau, Kultur, Stahlbrücke, Vision | 1 Kommentar
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Fußgängerbrücke im Kölner Mediapark

Fußgängerbrücke im Kölner Mediapark, im Hintergrund das Mediapark Hotel

Ansicht der neuen Stahlbrücke mit der alten Gewölbebrücke im Hintergrund

Ansicht der neuen Stahlbrücke mit der alten Gewölbebrücke im Hintergrund

In frühen 1990ziger Jahren begann Köln im Nordwesten der Stadt am alten Güterbahnhof Gereon ein neues Medienzentrum, den Mediapark ,zu entwickeln. Dort befindet sich der 2001 vollendete Köln Turm, ein 148 m hohes Bürogebäude.Wie der Name schon vermuten lässt, sind hier vor allem die Medien präsent. Neben dem dem Kino Cinedom, sind hier Radio Köln und 1life ansässig, aber auch viele andere Firmen. Hier ist das Hotel Köln Mediapark, private Kliniken und diverse Restaurants.

Ansicht der drei Gewölbebögen

Ansicht der drei Gewölbebögen

Die 1989 gegründete MediaPark Köln Entwicklungsgesellschaft mbH kaufte das Gelände im gleichen Jahr und übernahm Entwicklung und Vermarktung des Mediaparks. 1991-92 wurden die unterirdischen Versorgungstunnel, die Parkanlagen und die neue Stahlbrücke über den künstlich angelegten Teich geplant. Es entstand eine 120 m lange Fußgängerbrücke.

Die Stahlbrücke besteht aus zwei Hauptträgern, die jeweils aus einem Drei-Gurt-Rohrfachwerkträger gebildet werden. Dabei verändert sich der Querschnitt der Dreigurtrohgrträger kontinuierlich. Der jeweils mittlere Gurt bildet den Hauptbogen und Träger für die Fußgängerebene. Auf dem Streifenfundament der beiden Auflagerpunkte der dreifeldrigen Stahlbrücke im Teich stehen auch gleichzeitig auf beiden Seiten die nadelförmigen Laternen zur Beleuchtung.

Rampe auf der Köln-Turm-Uferseite

Rampe auf der Köln-Turm-Uferseite

Von ihr aus sieht man die Reste einer alten Mauerwerksgewölbebrücke. Drei verbliebene -wohl auch an den Güterbahnhof erinnernde – Bögen stehen ohne jegliche Anbindung und Funktion – als architektonisches Highlight zum Schaffen eines Spannungsfeldes zwischen alt und neu im künstlich geschaffenen Teich.

Einige wenige weitere Zeichen des alten Güterbahnhofs lassen sich noch erkennen, z.B. das alte, denkmalgeschützte Stellwerk mitten auf dem Spielplatz.

Bis 2004 war auch das letzte Gebäude vollendet. 250 Unternehmen mit circa 5.000 Beschäftigten gibt es hier inzwischen.

Quellen:

[1] Website des Mediaparks Köln, zitiert am 15.08.09

Pfeilbogenbrücke: Kombination aus Holz und Kohlefasern (2007)

15. Aug.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in der Schweiz, Brückenneubau, Exp. Tragsicherheit, Faserverbundbrücken, Holzbrücken, Monitoring, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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Pfeilbogenbrücke aus Holz und Faserverstärketen Kunsstoffen

Pfeilbogenbrücke aus Holz und Faserverstärketen Kunsstoffen

Sechs CFK-Bänder unterspannen die Brücke

Sechs CFK-Bänder unterspannen die Brücke

Eine Pfeilbogenbrücke war einer der 40 Preisträger des Schweizer Wettbewerbs „Holzpreis Schweiz 2009„. Im dritten Anlauf gelang es, eine solche 12 m lange Brücke ohne die traditionellen Materialien Beton und Metall zu bauen. Das EMPA-Verwaltungsgebäude (Eidgenössische Materialprüfanstalt) brauchte eine Brücke über das Biotop vor der Eingangstür.

Professor Urs Meier, der frühere Direktor der EMPA und einer der Wegbereiter für die Verwendung von Kohlefaser verstärkten Kunsstoffen in der Baupraxis, sah gleich die Chance nach zwei vorangegangenen gescheiterten Ideen in Atlanta oder in Zürich eine solche neue Brücke quasi vor der eigenen Haustür zu realisieren. Noch ist das Vertrauen in die neue Materialkombination nicht in der Praxis angekommen. Aber das erste Beispiel macht Schule, Interessenten sollen sich schon gemeldet haben.

Unterspannung

Unterspannung

Die Holz-Kohlefaserbrücke sieht aus wie ein mit einem  (bzw. hier mit drei) Pfeil(en) vorgespannter Bogen. Sechs dieser Pfeilbögen sind nebeneinander angeordnet. Eine quer mit Carbon Fasern verststärkten Kunststoffen (CFK) vorgespannte Fahrbahn aus Brettschichtholz entspricht dem Holz am Bogen. Den Fußweg bildet eine Glasfaserverbundplatte Eine CFK Längsvorspannung  mit CFK Bändern und vertikale Druckstäbe bilden die einem Sprengwerk ähnelnde Unterkonstruktion.

Die günstige Lage der Brücke hat noch einen weiteren Vorteil: Die Brücke kann auf Dauer überwacht werden, um ihr Langzeitverhalten kennen zu lernen.

Quelle:

[1] EMPA, Wissens- und Technologietransfer

[2] Holzpreis 2009/Pfeilbogenbrücke, zitiert am 14.08.09.

Singapore: Marina Bay Bridge (2009)

04. Apr.2009 um 3:06 am | Veröffentlicht in 1, Brückenneubau, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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Arup/Singapur mit Modell: Noch in diesem Jahr wird eine interessante Brückenkonstruktion fertig gestellt: Die längste nur-Fußgängerbrücke in Singapur. Mit dem Design der Brücke werden neue Wege in der Architektur beschritten. Der Fußgängerweg wird von einer Konstruktion wie eine Doppelhelix umhüllt,  d.h. von der gleichen geometrischen Form wie sie die menschliche Desoxiribonukleinsäue/ DNS hat und die das Leben selbst symbolisiert.

Die Helixformation erscheint, als könne sie – wie eine Springfeder – keinerlei Lasten übertragen. Wie auch immer das Arup-Team die Aufgabe gelöst hat: sie arrangierten die delikaten Verbindungen der Brücke in einer Weise, so dass es zwei ineinander verschlungene Federn vermögen, wie ein Röhrenfachwerk  zu wirken.

Arup’s Beleuchtungsspezialisten werden eine Serie von Viel-Farben Lichtern in den Helixrohren installieren, die die einmaligen chemischen Eigenschaften der DNS symbolisieren sollen. Die Lichter werden in einer Sequenz pulsieren, die die chemischen Prozesse bei der Replikation der DNS-Moleküle  widerspiegeln sollen.

Die 280m lange Brücke wird Singapores längste sein und kulturelle, Erholungs- und Vergnügungszentren miteinander verbinden. Die Brücke zu überqueren wird eine einmalige Erfahrung sein. Eine punktuelle Überdachung aus Glas und Stahlnetzen unter den Innenseiten der Spiralen verbreitet einen gesprenkelten Schatten und eine Erholungspause von Singapores heißem und feuchten Klima.

Vier Aussichtsplattformen werden über das Wasser ragen, und eine fünfte wird sich am Landepunkt am nördlichen Ufer befinden. Die Plattformen sind an strategisch günstigen Punkten vorgesehen und ermöglichen es dem Besucher, sich an den weitreichenden Slyline Ansichten zu erfreuen, sowie verschiede Events an den Ufern zu verfolgen. Um einen wahrhaften  360° Ausblick zu ermöglichen, werden es glassbedeckte Öffnungen auf dem Fußgängerweg zulassen, auch die visuelle Verbindung mit dem darunter fließenden Wasser  aufzunehmen.

Arup/Singapur: reading the original article in English

Architekt: Cox Group + Architects 61

Bauherr: Urban Redevelopment Authority of Singapore

Übersetzung nur informativ, es wird keinerlei Haftung übernommen.

Quelle:

[1] Arup/Singapur

Duisburg: Living Bridge

03. Apr.2009 um 2:59 am | Veröffentlicht in Brücken in Deutschland, Brückenneubau, EUROPA, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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Der Hamburger Architekt Hadi Teherani präsentierte bereits 2007 auf der EXPO in München sein Projekt für die Belebung des Geschäftslebens in Duisburg: eine Living Bridge über die Ruhr. Eine bewohn- und erlebbare Brücke, 230 Meter lang, 20 Meter breit und bis 43 Meter hoch, die einen riesigen halb kreisförmigen Bogen über die Ruhr spannen soll.

Geschäfte, doch auch Wohnungen und vielleicht sogar ein Hotel sollen in dem exklusiven 12 stöckigen Brückenbogen entstehen. Der Quadratmeter Wohnfläche sollte etwa 5000 € kosten. Sogar Tiefgaragen sollen mit geplant werden.

Architekt Hadi Teherani sagte 2007: Eine dynamische und spontane Stadt wie Duisburg sollte ihr spannungsvolles Verdichtungspotential nutzen, um mit innovativen Wohnmodellen ein anspruchsvolles Publikum zu gewinnen. Das zeitraubende Einfamilienhaus weit draußen ist längst nicht mehr das Ziel aller Träume. Die Living Bridge ist eine Synthese aus höchster Standortqualität am Wasser, weitem Ausblick, dynamischem Tragwerk, Terrasse als Gartenersatz und Wohnhausqualitäten in reizvoller Verdichtung.[1]

Am 29.03.09 meldete die WAZ Mediengruppe, es wurde jetzt der Masterplan Ruhr 2008 vorgelegt. Zwar gibt es den politischen Willen zum so genannten Leuchtturmprojekt, so Stadtentwicklungsdezernent Jürgen Dressler, doch fehlt in Zeiten der Finanzkrise das Geld….Jürgen Dressler hält an der Vision der „Living Bridge“ fest – aus Überzeugung….aber: Der Blick müsse mehr und mehr auf das Bestehende gelenkt werden.[2]

Quelle:

[1] Stadtentwicklung Duisburg (mit Modell)

[2] WAZ Mediengruppe, 29.03.09

DE/ PL: Oderbrücke: Stahlmonster mit Zukunft*

24. Mrz.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Brücken in Polen, EUROPA, Oderbrücken, Stahlbrücke, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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Oderbrücke mit Strompfeilern

Denkmalgeschützte Oderbrücke mit Strompfeilern

Der Tagesspiegel (07.03.09) und die Potsdamer Neuesten Nachrichten (10.03.09) betitelten einen Artikel von Claus-Dieter Steyer mit folgendem Slogan:

Stahlmonster mit Zukunft:…Die nie in Betrieb genommene Eisenbahnbrücke Bienenwerder überspannt einsam und verlassen den Grenzfluss in der Nähe von Neurüdnitz, rund 60 Kilometer nördlich von Frankfurt….[aus 2]

Die Vorgängerbrücke im Zuge der Eisenbahnstrecke von Berlin nach Stettin (heute Szczeczin) von 1892 über die Neumark jenseits der Oder ist im zweiten Weltkrieg von den Deutschen beim Rückzug zerstört worden.  Bei ihrer Inbetriebnahme war sie die längste Oderbrücke, die größte Überbauspannweite war 370 m. Der Neubau wurde 1954 fertiggestellt. Viele Jahre fristete die Brücke ein einsames Dasein, war der Zugang zur Brücke durch Stacheldraht blockiert.

Oderbrücke, nicht mehr in Betrieb

Oderbrücke, nicht mehr in Betrieb

Oderbrücken müssen besonders stabil konstruiert sein, um den immer wiederkehrenden Fluten widerstehen zu können. Die hier beschriebene eingleisige Stahlfachwerkbrücke mit parallelelem Ober- und Untergurt ist nicht mehr in Betrieb. Auffällig ist die unterschiedliche, vermutlich  den Spannweiten angepasste Höhe der einzelnen Überbauten. Neben der vorhandenen Brücke befinden sich Ruinen von Strompfeilern, die wohl weitere Überbauten getragen haben.

In der Nähe befinden sich im Hochwasser-gefährdeten Oderbruch südlich von Hohenwutzen keine größeren Orte, auf polnischer Seite liegt Skierkie, auf deutscher Seite Bienenwerder.

Jetzt denkt man in der Region an touristische Nutzung im kleinen Grenzverkehr,  z.B. für Radfahrer. Der Oderradwanderweg gehört schon jetzt zu den beliebtesten Radwanderwegen Deutschlands. Die anliegenden Kommunen würde es freuen, die DB AG wäre den ungenutzten Ballast los, doch die Polnische Bahn will noch nicht so richtig mitziehen. [nach 1 und 2]

zum Artikel im Tagesspiegel vom 07.03.09

Quellen:

[1] Tagesspiegel (zur Bienenwerderbrücke ) vom 07.03.09 (gefunden am 23.03.09)

[2]Potsdamer Neuesten Nachrichten (zur Bienenwerderbrücke ) vom 10.03.09 (gefunden am 23.03.09)

Fotos: K.OE

Vision: Living Bridge für Köln

19. Mrz.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Living Bridges, Rheinbrücken, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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Kölner Stadtanzeiger (17.03.09) Stadtplanung Köln:

Unter dem Titel Neue Brücken über den Rhein veröffentlichte der Kölner Stadtanzeiger gestern eine Vision des emeritierten Professors Polónyi (geb. 1930). Die Vision einer Living Bridge soll das Leben über den Rhein holen, den Rest der Stadt mit dem Stadtzentrum verbinden. Polónyi schlägt vor, das Leben im wahrsten Sinne des Wortes über den Rhein zu holen, auf eine mehrgeschossige Living Bridge, eine bewohnte bzw. Krämerbrücke.

Polónyi plädiert in [1] für eine „Living Bridge“ – mit Wohnungen, Geschäften, Lokalen, Promenaden, einem Hotel und jeder Art des städtischen Verkehrs. „Eine Fußgängerbrücke ist nur Luxus für Spaziergänger. Das ist zu wenig.“

Der emeritierte Universitätsprofessor hat zusammen mit dem Stararchitekten Hadid Teherani den ersten Entwurf für eine „Living Bridge“ über die Elbe in Hamburg erarbeitet: 700 Meter modernste Architektur und Tragwerkstechnik, die in die ganze Welt ausstrahlen würde. Teherani hat den ersten Entwurf mittlerweile stark verändert, baut nun ähnlich wie beim historischen Vorbild, der Ponte Vecchio in Florenz, Häuser auf die Brücke. Polónyi plädiert für integrierte Lösungen: Bei ihm soll ein Gebäude als Ganzes den Fluss überspannen, ein mehrstöckiges Tragwerk gleich mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen. Aktuell hat er an einem „Living Bridge“-Konzept für Budapest mitgearbeitet: Wie eine riesige Schlange schlängelt sich die Brücke mit Wohnungen und Hotels über die Donau.[1]

Weiterlesen: Artikel von Helmut Frangenberg im KSta.de

Quellen:

[1] Kölner Stadtanzeiger (gefunden am 18.03.09)

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