Köln: Eisenbahnbrücke über den Rhein (1910, 1950)

10. Sep.2009 um 3:42 am | Veröffentlicht in Brücken in Deutschland, EUROPA, Geschichte, Rheinbrücken, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Eisenbahnbrücke über den Rhein südlich der Severinbrücke

Südbrücke: Eisenbahnbrücke über den Rhein südlich der Severinbrücke

Fußgängerweg über den Rhein außerhalb der Bögen

Fußgängerweg über den Rhein außerhalb der Bögen

Südlich der Severinbrücke gibt es noch eine zweite Eisenbahnbrücke über den Rhein. Die zweigleisige Südbrücke besteht aus 3 Flutüberbauten  östlichen  Rheinufer, drei Feldern über den Rhein und am westlichen Ufer schließen sich zwei Mauerwerksbögen an, die die Eisenbahnlinie über die Uferstraße führen. Die Flutüberbauten werden von Bogenbrücken mit aufgeständerter Fahrbahn gebildet. Bei den Hautfeldern über den Rhein liegt der Bogen oberhalb der Fahrbahn und der schotterlose Fahrbahnrost wirkt gleichzeitig als Zugstab für den Bogen (unechter Bogen). Die Spannweiten betragen nach [3] 101,5 m, 165 m und 101,5 m.

Sieben Rheinbrücken gibt es in Köln: Die Hohenzollernbrücke am Hauptbahnhof, die Deutzer Brücke, die Severinsbrücke, die Zoobrücke, die Mülheimer Brücke, die og. Eisenbahnbrücke/ Südbrücke sowie die Rodenkirchener Autobahnbrücke.

Die Südbrücke ist eine zweigleisige Eisenbahnbrücke mit Fußgängerweg. Sie wird überwiegend für Güterverkehr genutzt. [1] Die ursprüngliche Brücke wurde 1906 bis 1910 errichtet. 1908 stürzte ein Bogen beim Bau ein. Wegen der Opfer gab es keine Feier zur Einweihung.

An beiden Enden gab es früher wilhelminische Treppentürme (hist Foto bei Bilderbuch Köln). Im Januar 1945 wurde die Brücke weitgehend durch Bomben zerstört. Beim Wiederaufbau nach dem Krieg wurde weitgehend auf den Wiederaufbau  der massiven Türme , in die auch die Mauerwerksbogenbrücken integriert waren, verzichtet.[1] Die Südbrücke wird auch als Schwester der Hohenzollernbrücke bezeichnet. Diese hat ebenfalls massive Bogenbrücken auf dem westrheinischen Ufer.

Südbrücke von der Severinbrücke aus gesehen

Südbrücke von der Severinbrücke aus gesehen

Quellen:

[1] Bilderbuch Köln – Rheinbrücken in Köln, zitiert am 09.09.09.

[2] de.Wikipedia/Südbrücke Köln, zitiert am 09.09.09.

[3] Wikimappia/ Kölner Südbrücke, zitiert am 09.09.09.

Rodenkirchen: Rheinbrücke (1941)

25. Aug.2009 um 3:19 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Leonhardt, Rheinbrücken, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Ansicht der beiden Stahlportale dere Rodenkirchener Brücke

Ansicht der beiden Stahlportale der Rodenkirchener Brücke

Rodenkirchener Brücke: Mittelpylon-genietet

Rodenkirchener Brücke: Mittelpylon-genietet

Zwei gewaltige Portale tragen als Pylone die Seile der Autobahnbrücke der BAB 4 (E40) südlich von Köln bei km 683 über den Rhein. [1] Die ursprüngliche Rodenkirchener Brücke wurde 1941 nach einem Entwurf von Paul Bonatz und der Planung durch Fritz Leonhardt errichtet . Zu diesem Zeitpunkt war sie die größte Hängebrücke Europas und erste Autobahnbrücke über den Rhein. Schon kurz später, am 14. Januar 1945 bei einem Luftangriff wieder zerstört.[2]

Die Autobahnbrücke, die damals nur halb so breit war wie heute, wurde 1954 als genietete Brückenkonstruktion wieder aufgebaut. Die Portale wurden wiederverwendet und die Fahrbahn als deutlich leichtere Alternative neu gebaut. 1990/1991 begann man einen Erweiterungsbau nördlich des vorhandenen Überbaus.  Der jeweils nördliche Pylon wurde zum Mittelpylon. Auf einer Breite von 56,6 Metern sind heute je Fahrtrichtung 3 Richtungsfahrbahnen, je ein Standstreifen sowie Rad- und Fußgängerweg angeordnet. Die Brücke überspannt den hier ca. 300 m breiten Rhein und ist 567 m lang. [1] Damit hat sie eine deutlich größere Spannweite als die nur 409 m lange Hohenzollernbrücke über den Rhein am Kölner Hauptbahnhof.

Rodenkirchener Brücke: nord-östlicher geschweißter Pylon

Rodenkirchener Brücke: nord-östlicher geschweißter Pylon

Der Abstand zwischen den Portalen beträgt 378 m. Die stählernen Pylone der Portale  haben eine Höhe von 59,4 Meter und einen Achsabstand von 26,4 Meter. Die Abmessungen betragen maximal 3,6 m x 4,5 m.[1]

Die Seile einer Hängebrücke sind wie auch die gesamte Konstruktion nach der Deutschen Norm DIN 1076 alle sechs Jahre einer Hauptuntersuchung zu unterziehen. Verantwortlich für Bundesautobahnen ist die Bundesanstalt für Straßenwesen, die die Aufgaben jedoch an kompetentes und in der Regel geschultes Personal in den Länderbetrieben oder kompetenten Ingenieurbüros weiterdelegieren kann. Für die Rodenkirchener Brücke ist der Landesbetrieb NRW zuständig und hat 2006-2007 die Reparaturen an den Fahrbahnübergangskonstruktionen durchgeführt. [3]

Quellen:

[1] de.Wikipedia/ Rodenkirchener Brücke, zitiert am 24.08.09

[2] Rodenkirchener_Brücke, zitiert am 24.08.09

[3] Straßen.NRW , zitiert am 24.08.09

[4] weitere Fotos bei Bilderbuch Köln

Rodenkirchener Brücke: Hängeranschlussdetail

Rodenkirchener Brücke: Hängeranschlussdetail

BAB 44: Rheinquerung Ilverich

16. Jun.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Rheinbrücken, Spannbetonbrücke, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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BAB44 Flughafenbrücke Düsseldorf

BAB44 Flughafenbrücke Düsseldorf

Pylon Flughafenbrücke A44

Pylon Flughafenbrücke A44

Wer von Westen aus nach Düsseldorf einfliegt überquert den Rhein und hat einen Blick aus der ersten Reihe auf die Autobahnbrücke der A44 über den Rhein. Zusammen mit den Tunneln links des Rheins wird sie auch Rheinquerung Ilverich genannt.

Die Einflugschneise des nahegelegenen Flughafens machte es erforderlich, dass die Pylone möglichst niedrig gestaltet werden. Die Höhe der Dreieck-förmigen und auf ihrer Spitze stehenden Dreiecke beträgt nur 34 m. Die schrägen Seile werden über die in der Mitte zwischen den sechs Fahrstreifen und zwei Standstreifen stehenden Pylone geführt. Die Seile der Schrägseilbrücke bilden einen Übergang zwischen harfen- und Büschelform.

Die Pylone sind so ausgerichtet, dass die Dreiecke quasi in Reihe und in Brückenachse stehen. [nach 1] Die Brücke wurde von 1998-2002 errichtet

Das 1286,5 Meter lange Bauwerk besitzt 17 Öffnungen mit Feldweiten von 7×63,0 Meter – 287,5 Meter – 8×63,0 Meter – 54,0 Meter. [1]

Der Bauherr war der Landschaftsverband Rheinland, der Auftraggeber  Brückenbau Plauen [2]. Der Entwurf stammt vom Ingenieurbüro Grassl GmbH, unterstützt von Schüssler-Plan. Die Tragwerksplanung führte Leonhardt, Andrä und Partner, beim Überbau unterstützt von Mayer +Schubart.[3]

Die Brücke wurde im Freivorbau errichtet. Die Stromöffnung überspannt mit einem Stahlhohlkasten 287,50 m. Die Vorlandbrücken bestehen aus Spannbetonhohlkästen, die typische Spannweite beträgt 63 m.[2]

1] dt.Wikipedia/ BAB 44 Autobahnbrücke, zitiert am 15.06.09

[2] LAP , zitiert am 15.06.09

[3] Weitere technische Informationen bei structurae

Illustre Details: Hohenzollernbrücke in Köln

13. Mai.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Kultur, Rheinbrücken | 1 Kommentar
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Hohenzollernbrücke vom Deutzer Ufer aus gesehen

Hohenzollernbrücke vom Deutzer Ufer aus gesehen

Fußgängerweg über die Hohenzollernbrücke

Fußgängerweg über die Hohenzollernbrücke

Als Ergänzung zum Artikel zur Hohenzollernbrücke vom 6. November 2008 soll der heutige post eine ganz außergewöhnliche Tradition vorstellen, die ich noch nirgendwo auf der Welt gesehen habe. Die Hohenzollernbrücke besteht aus einem genieteten (südlichen) und zwei geschweißten (nördlichen) parallelen Überbauten über je drei Felder mit je zwei Bahngleisen.

Flussaufwärts der genieteten Bögen befindet sich noch ein Fußgängerweg. Von den Eisenbahngleisen ist dieser Fußgängerweg nur durch die genieteten Bogen und einen Drahtzaun getrennt. Und dieser Drahtzaun wird von Kölner Liebespärchen offensichtlich dafür genutzt die Liebe durch einzelne oder verschlugenen Vorhängeschlösser für immer zu dokumentieren.

Es gibt Schlösser mit Namen oder… Schlösser die Enttäuschungen verschließen.

Illustrer Drahtzaun neben den genieteten Hängern des genieteten Bogens

Illustrer Drahtzaun neben den genieteten Hängern des genieteten Bogens

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Rheinbrücken: Deutzer Brücke

08. Apr.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Geschichte, Rheinbrücken, Spannbetonbrücke, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Ansicht der Deutzer Brücke von der Hohenzollernbrücke aus, im Hintergrund der Pfeiler der Severinbrücke

Ansicht der Deutzer Brücke von der Hohenzollernbrücke aus, im Hintergrund der Pfeiler der Severinbrücke

Untersicht der Deutzer Rheinbrücke: Stahl und Stahlbeton

Untersicht der Deutzer Rheinbrücke: Stahl und Stahlbeton

Die Deutzer Brücke in Köln überspannt den Rhein zwischen der Kölner Altstadt und dem Stadtteil Köln-Deutz. Der 20,6 m breite Stahlüberbau ist ein Nachkriegsbau und wurde 1947/48 gebaut.  Die Brücke folgt dem Momentenverlauf und wird vom Auflager zur Mitte der Spannweite hin schlanker. 1980 folgte eine Spannbetonbrücke mit identischer Sillouette als Zwilling zur Erweiterung auf insgesamt 32,6 m Breite. Die Brücke ist 437 m lang (Feldlängen: 132-184,45-121 m). Auf der Deutzer Brücke hat die Straßenbahn seit der Erweiterung ihr eigenes Gleisbett.

Stahlüberbau von 1948

Stahlüberbau von 1948

Geschichte

Die erste Brücke bauten die römischen Besatzer unter kaiser Konstantin bereits 310 als Holzbrücke auf Steinpfeilern. Erst um 950 m  wurden die letzten Reste der römischen Brücke abgerissen.

Zwischen 1913-15 wurde nach vorangegangenen Ponton- und Schiffsbrücken ine Stahlhängebrücke errichtet. Die 1935 nach dem Reichspäsidenten in Hindenburgbrücke umbenannte Brücke wurde 1939/40 von 18,20 auf 27,50 m verbreitert.  Schäden und hohe Verkehrslasten brachten die Brücke bei Reparaturarbeiten plötzlich am 28. Februar 1945 zu Einsturz.

Heutige Diskussion

Bei einer Bauwerksprüfung wurde festgestellt, dass ein umfangreicher Sanierungs- und Instandsetzungsbedarf besteht.

Die Stadt Köln ist als so genannter Baulastträger zur ständigen Unterhaltung ihrer vier Rheinbrücken verpflichtet. Dies erfolgt durch umfangreiche Bauwerksprüfungen, die alle drei Jahre wechselweise als Haupt- und Einfachprüfungen vorgenommen werden. Dabei geht es in erster Linie darum, die Verkehrssicherheit, die Standsicherheit und die Dauerhaftigkeit der Bauwerke festzustellen. Mit der Überprüfung der vier Kölner Rhein-Brücken hat das Amt für Brücken und Stadtbahnbau im März 2005 die „Arbeitsgemeinschaft Kölner Rheinbrücken“ beauftragt.[2]

Vom Sanierungsbedarf an der Deutzer Brücke sind insbesondere die bis zu 100 Jahre alten Rampenbauwerke betroffen. Die Sanierungskosten der gesamten Brücke werden auf 22 Millionen Euro geschätzt. Ein Ersatzbau wäre mit 25,8 Millionen Euro nur unwesentlich teurer. [nach 1 und 2]

ImMai 2008 meldet die Stadt Köln

Stahlbetonüberbau (erbaut 1980)

Stahlbetonüberbau (erbaut 1980)

Quellen:

[1] Colonipedia (31.03.09)

[2] Stadt Köln vom 27.05.08 (31.03.09

Fotos: meine

Vision: Living Bridge für Köln

19. Mrz.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Living Bridges, Rheinbrücken, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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Kölner Stadtanzeiger (17.03.09) Stadtplanung Köln:

Unter dem Titel Neue Brücken über den Rhein veröffentlichte der Kölner Stadtanzeiger gestern eine Vision des emeritierten Professors Polónyi (geb. 1930). Die Vision einer Living Bridge soll das Leben über den Rhein holen, den Rest der Stadt mit dem Stadtzentrum verbinden. Polónyi schlägt vor, das Leben im wahrsten Sinne des Wortes über den Rhein zu holen, auf eine mehrgeschossige Living Bridge, eine bewohnte bzw. Krämerbrücke.

Polónyi plädiert in [1] für eine „Living Bridge“ – mit Wohnungen, Geschäften, Lokalen, Promenaden, einem Hotel und jeder Art des städtischen Verkehrs. „Eine Fußgängerbrücke ist nur Luxus für Spaziergänger. Das ist zu wenig.“

Der emeritierte Universitätsprofessor hat zusammen mit dem Stararchitekten Hadid Teherani den ersten Entwurf für eine „Living Bridge“ über die Elbe in Hamburg erarbeitet: 700 Meter modernste Architektur und Tragwerkstechnik, die in die ganze Welt ausstrahlen würde. Teherani hat den ersten Entwurf mittlerweile stark verändert, baut nun ähnlich wie beim historischen Vorbild, der Ponte Vecchio in Florenz, Häuser auf die Brücke. Polónyi plädiert für integrierte Lösungen: Bei ihm soll ein Gebäude als Ganzes den Fluss überspannen, ein mehrstöckiges Tragwerk gleich mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen. Aktuell hat er an einem „Living Bridge“-Konzept für Budapest mitgearbeitet: Wie eine riesige Schlange schlängelt sich die Brücke mit Wohnungen und Hotels über die Donau.[1]

Weiterlesen: Artikel von Helmut Frangenberg im KSta.de

Quellen:

[1] Kölner Stadtanzeiger (gefunden am 18.03.09)

Köln: Drehbrücke am Schokoladenmuseum

06. Mrz.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Geschichte, Rheinbrücken, Sanierung, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Malakoff-Drehbrückeam Rheinauhafen

Malakoff-Drehbrücke am Rheinauhafen

Stahlfachwerk-Fussgängerbrücke

Stahlfachwerk-Fussgängerbrücke

Die Stiftung des Kölner Imhoff -Schokoladenmuseums besitzt ein besonderes Kleinod:  Die Drehbrücke vor ihrem Eingang. Vom Kölner Hauptbahnhof an der Hohenzollernbrücke muss man Rheinaufwärts spazieren, kommt am Malakoffturm (von 1850) vorbei und trifft auf die im Kölner Brückengrün angestrichene Malakoff -Drehbrücke. Die Brücke wurde nach [1] 1896 anlässlich des Rheinauhafenausbaus eingeweiht.  [3] gibt  1888 als Baujahr an. Ursprünglich kam der Druck von einer für den gesamten 1892 bis 1898 erweiterten Hafen erbaute Kraftwerkanlage. [1]

Die Drehbrücke ist eine Stahlfachwerkbrücke mit Spannweiten von 28,33 m am langen Arm und 18,30 m am kurzen Arm. Sie ist Kölns älteste Brücke über einen Rheinarm, hier am Rheinauhafen. Die Fahrbahn ist 5 m breit, jedoch für den öffentlichen Fahrzeugverkehr gesperrt (nach Verkehrsschild, s. Foto, frei für  Rettungsfahrzeuge). Heute ist die Drehbrücke ein Industriedenkmal.

Drehmechanismus

Drehmechanismus

Im Malakoffturm befindet sich die elektrohydraulische Anlage zur Steuerung des Drehmechanismus´. Der soll noch immer funktionstüchtig sein, um Schiffe in den Rheinauhafen hinein und wieder hinaus zu lassen. Der gesamte Brückenkörper wird hydraulisch 11, 2 cm angehoben und längere Arm schwenkt im Uhrzeigerrichtung um ca. 90° und wird auf eigens angelegte Stahlauflager abgesetzt. Ein Puffer sorgt ggfs. für sanftes Abbremsen.

1984 wurde der Drehmechanismus in Ordnung gebracht und von 1986-87 wurde die Brücke generalüberholt. [1]

Südlicher Fußgängerweg

Südlicher Fußgängerweg

Quellen:

[1] Wikipedia/ Kölner Drehbrücke

[2] Stadt-Koeln (16.12.08)

[3] Drehbrücke am Malakoffturm (Köln) – brueckenweb.de

Fotos: Ponton

Severinsbrücke in Köln

29. Nov.2008 um 3:46 am | Veröffentlicht in 4 Brücken, Brücken in Deutschland, EUROPA, Geschichte, Rheinbrücken, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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ponton

Severinsbrücke Köln Quelle: ponton

Colonipedia und Wikipedia :

Die Severinsbrücke war 1959 der erste Brückenneubau nach dem zweiten Weltkrieg in Köln. Der Entwurf stammte von den renommierten Kölner Brückenbauarchitekten Gerd Lohmer und Fritz Leonhardt gebaut.

Ein asymmetrischer Strompfeiler trägt die Stahlseile, an denen die 691m lange Fahrbahn aufgehängt ist. Konstruktiv ist die Severinsbrücke eine seilverspannte Balkenbrücke mit A-Pylon. Der A-förmige Pylon ragt 77 m über das Fundament hinaus. Die Hauptspannweite ist 302 m, der Stahlüberbau ist 29,5 m breit. Die Feldweiten betragen 49,2 – 89,0 – 47,8 – 301,7 – 150,7 – 52,5 m.

Ursprünglich waren die Straßenbahn-Schienen direkt auf die Brückenkonstruktion aufgeschweißt. Was damals als neueste Technik galt, erwies sich nach kurzer Zeit als Fehlkonstruktion: Die Rollgeräusche wurden direkt auf die Brücke übertragen, so daß diese als Resonanzkörper wirkte, vergleichbar dem Kasten für die Stahlseiten einer Geige. Wegen des besseren Schallschutzes wurden die Gleise später wieder auf Holzschwellen verlegt.

Neben je zwei statt vorher drei Richtungsfahrbahnen für den Autoverkehr trägt die Brücke seit dem Umbau 1979-81 auch einen separaten Gleiskörper für die zwei Stadtbahngleise. Der Anstrich der Stahlkonstruktion ist das für die Kölner Rheinbrücken typische grün.

Nibelungenbrücke in Worms: Sanierung beginnt

17. Nov.2008 um 3:40 am | Veröffentlicht in 4 Brücken, Geschichte, Rheinbrücken, Sanierung, Spannbetonbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Kandschwar bei Wikipedia

Niebelungenbrücke Worms Quelle: Kandschwar bei Wikipedia

Nach Wikipedia und einem Bericht in der Wormser Zeitung

Die Wormser Zeitung berichtete am 13.11.2008 über die anstehende Sanierung der alten Nibelungen Brücke von 1953, die Worms und Bensheim und damit Rheinland Pfalz mit Hessen verbindet. Von 2003 bis 2007 war parallel zur alten Nibelungenbrücke ein Neubau entstanden, über den nun während der Sanierung bis 2011, spätestens 2012 den Verkehr übernommen hat. Die neue Brücke ist eine Auslegerbrücke und Hohlkastenbrücke mit externer Vorspannung. Die alte Nibelungenbrücke ersetzte die frühere Bogenbrücke, die Ernst-Ludwig-Brücke, von 1900, die im Krieg alliierten Luftangriffen ausgesetzt und dann zerstört worden war. Das neoromanische Portal stammt noch von dieser Brücke.

Die alte Brücke von 1953 ist eine gevoutete Hohlkastenbalkenbrücke, deren gewaltiges Brückeportal quasi zum Wahrzeichen Worms´geworden ist. Wie alle Straßenbrücken, hat sie über die Jahrzehnte unter Hitze und Kälte, Nässe, Salze sowie hoher Verkehrsbelastung gelitten und muss sich nun einer gründlichen Sanierung unterziehen. Vorarbeiten und nicht zur eigentlichen Brückenkonstruktion gehörige Kappen und Abdichtungen sind bereits abgetragen. Die Brücke wird komplett vermessen, Beton- und Stahlzustand werden untersucht. Das Hessische Amt für Baustoff- und Bodenprüfung wertet unzählige Proben aus.

Der Entwurf stammt von Gerd Lohmer und Ulrich Finsterwalder, von dem wir am 21.0ktober 2008 auf dem Blog berichtet haben. Ulrich Finsterwalder arbeitete als Spannbetonspezialist und Chefkonstrukteur bei Dyckerhoff und Widmann, die 1951-53 die Ausführung übernommen hatten.

Hohenzollernbrücke am Kölner Hauptbahnhof

06. Nov.2008 um 3:03 am | Veröffentlicht in 4 Brücken, Geschichte, Kultur, Rheinbrücken, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Hohenzollernbrücke in Köln Quelle: ponton

Wikipedia

Drei zweigleisige parallele Brückenüberbauten, getragen von je einem Bogenpaar überbrücken den Rhein an der Einfahrt in den Hauptbahnhof von Köln. Sechs Eisenbahngleise verbinden die Stadtmitte von Köln mit Köln -Deutz. Auch Fußgänger können die Brücke nutzen.

Die ursprünglichen zwei Brücken der Dombrücke von 1889 wurde bereits 1907-11 durch eine Straßenbrücke und eine Straßenbrücke ersetzt. Diese Brücken wurden im zweiten Weltkrieg zerstört. Die zwei Eisenbahnbrücken wurden 1946-48 wieder aufgebaut. Die ursprüngliche dritte Brücke von 1911, eine Straßenbrücke, wurde an dieser Stelle nicht wieder aufgebaut. Vielmehr ergänzte man die Hohenzollernbrücke später um die dritte zweigleisige Eisenbahnbrücke. Der in Fortsetzung der Dom-Mittelachse liegende Brückenzug, der ursprünglich der mittlere war, ist nun der südliche. Auf der Brücke stehen vier Reiterstatuen. Sie symbolisieren die Herrschaft der Preußenkönige in dieser Gegend.

Im Gegensatz zur nördlichen S-Bahnbrücke sind die beiden südlichen Überbauten schotterlose Gleise, d.h. die Schwellen werden direkt auf die Stahlfahrbahn montiert. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 60 km/h wegen des dann immer noch langen Bremsweges von 400 m vor der Einfahrt in den Kölner Hauptbahnhof. Der im Juli bei der Auffahrt auf die Brücke entgleiste ICE 3 fuhr sogar nur in Schrittgeschwindigkeit.

Brückendaten nach structurae

Gesamtlänge 409.19 m
Feldweiten 118.88 – 167.75 – 122.56 m
Gleisanzahl 1948: 2
1959: 4
1987: 6
Brückentafel Gesamtbreite 1987: 26.2 m

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