Eröffnung der Waldschlösschenbrücke, Dresden (2013)

11. Aug.2013 um 11:18 pm | Veröffentlicht in Brücken in Deutschland, Brückenneubau, Elbbrücken, Kultur, Stahl- / Stahlbetonverbund | 3 Kommentare
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Waldschlösschenbrücke2012

Waldschlösschenbrücke 2012

Untersicht der Waldschlösschenbrücke vom Schiff aus gesehen

Untersicht der Waldschlösschenbrücke vom Schiff aus gesehen

Nur noch wenige Tage verbleiben, bis die Waldschlösschenbrücke endlich eröffnet wird. Der erste Spatenstich erfolgte schon im November 2000 [1]. Am 24.-25. August 2013 wird die Waldschlösschenbrücke ein Wochenende lang den Fußgängern alleine gehören. Am 26. August 2013 werden dann die ersten Autos über die Brücke fahren können [1].

Am Eröffnungswochenende soll es eine feierliche Eröffnung geben. Auch wenn die Brücke heftig und kontrovers diskutiert wurde, werden sich viele Dresdner über die Entlastung der innerstädtischen Brücken freuen.

Mittlere Spannweite während des Baus 2012

Mittlere Spannweite (148 m) während des Baus 2012

Im jahr 2005 wurde nämlich der Welterbestatus des Dresdner Elbtals auf der Grundlage eines Gutachtens in Frage gestellt und drei Jahre später entgültig aberkannt. [1] Das ist nur schwer zu verstehen. Aus meiner Sicht hat die Brücke eine Form die sich, ähnlich wie bei der Verbreiterung der Potsdamer Langen Brücke, gut in die Landschaft einfügt. Bei beiden Brücken war das Büro Klähne beteiligt. Die Bögen und Bogensockel der Waldschlösschenbrücke wurden während der Ausführungsplanung verschlankt und so noch filigraner. Die 10-feldrige Stahlverbundbrücke hat eine  Gesamtlänge von 636 m, der Mittelbau überspannt die Elbe mit 148 m.[2]

Ausführliche Informationen gibt es auch bei Wikipedia.

Quellen:

[1] Sächsische Zeitung Online vom 20.06.2013, zuletzt besucht am 11.08.2013,

[2] Beratende Ingenieure Klähne, zuletzt besucht am 11.08.2013.

Dresden: Albertbrücke

18. Aug.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Elbbrücken, Geschichte, Mauerwerksbrücke, Stahlbetonbrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Albertbrücke aus Landsberg: Brückenbau

Albertbrücke aus Landsberg: Brückenbau

Albertbrücke mit Elbtal (hier hinter der Carolabrücke)

Albertbrücke mit Elbtal (hier hinter der Carolabrücke)

Die Albertbrücke verbindet die Innere Neustadt Dresdens mit der Johannstadt. Sie ist nach dem Blauen Wunder zwischen Loschwitz und Blasewitz flussabwärts zur Zeit noch die nächste Brücke. In nächster Zukunft wird dazwischen die Waldschlösschenbrücke entstehen. Sie wird gewiss die Albertbrücke entlasten. Heute fahren täglich rund 44.000 Fahrzeuge, 750 Radfahrern und etlichen Straßenbahnen der Linien 6 und 13 über die Albertbrücke.

Albertbrücke im Vorbeifahren vom südlichen Ufer aus gesehen

Albertbrücke im Vorbeifahren vom südlichen Ufer aus gesehen

Die Natursteinbrücke besteht aus 14 Mauerwerksbögen. Die vier mittleren Bögen  mit ihren fünf Strompfeilern haben eine Spannweite von je 31 m. Die drei daran anschließenden Bögen werden beidseits der Elbbögen im Mittel etwa 1,4 m kürzer: 16,975 m, 15,50 m und 14,15 m. Die Breite der Fahrbahn beträgt 18,60 m

Geschichte:

Die Albertbrücke wurde 1977 als letzte der drei Natursteingewölbebrücken (nach der Augustusbrücke und der Marienbrücke) errichtet. Einen Tag vor Ende des 2. Weltkrieges wurden auf jeder Uferseite je drei Bögen gesprengt. Schon 1946 waren die Ersatzbauten aus Stahlbeton mit Natursteinverkleidung fertig gestellt.

In der DDR-Zeit hieß die Brücke Brücke der Einheit in Andenken an die Vereinigung von KPD und SPD und Gründung der SED.

Zur Zeit dürfen Autos nicht schneller als mit 30 km/h über die Brücke schleichen. Die Albertbrücke wird ab 2011 ausgebaut [3]. Es ist eine Grundsanierung mit Verbreiterung der Brücke geplant. Bis die Waldschlösschenbrücke fertig ist,  ist mit Engpässen im Dresdner Verkehr zu rechnen. 2011 sollen die Arbeiten fertig gestellt werden.

Besonders im Sommer ist die Umgebung der Albertbrücke kulturelles Zentrum: An der Stadtoase Dresden – dem Strand mitten in der City an der Albertbrücke in Dresden ist immer etwas los.

Quellen:

[1] de.Wikipedia/ Albertbrücke, zitiert am 16.08.09

[2] Stadtoase Dresden, zitiert am 16.08.09

[3] Sächsische Zeitung vom 21.04.09, zitiert am 16.08.09

Dresden: Zwingerbrücke

31. Jul.2009 um 3:19 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Holzbrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Holzbrücke über den Zwingergraben

Holzbrücke über den Zwingergraben

Zwingerbrücke über den Zwingergraben

Zwingerbrücke über den Wall- bzw. Zwingergraben

Der Dresdner Zwinger ist der wichtigste Anziehungspunkt, der auch ohne den aberkannten Welterbetitel auch weiterhin die Touristen nach Dresden bringen wird.  Matthäus Daniel Pöppelmann erhielt 1710 von August dem Starken  (Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen) den Auftrag zum Bau der seitlichen Pavillons und des zentralen barocken Wallpavillions aus schwerem Sandstein als Umbauung seines Festplatzes. Der aus Westfalen stammende Pöppelmann lebte von 168o-1736 in Dresden und war der Baumeister von August dem Starken.

Der barocke Komplex diente bereits ab 1728 als Museum (Kurfürstlich-Königlichen Kunst- und Naturaliensammlungen).  Das ursprüngliche Konzept zur Erweiterung der barocken Anlagen blieb unvollendet.

Ansicht des Sandsteinwiderlagers an der Brücke

Ansicht des Sandsteinwiderlagers an der Wallbrücke

Erst 1852-1857 wurde der Zwingerinnenhof durch den Bau  der Gemäldegalerie geschlossen. Der Architekt der Gemäldegalerie war Gottfried Semper. Der Dresdner Zwinger wurde im zweiten Weltkrieg stark bombardiert und zerstört. 1951 war das Kronentor wiederaufgebaut. Bis 1967 war das gesamte Ensemble wieder komplett.[1]

Da Pöppelmann als Oberlandbaumeister des Königs auch Brücken (Nossen, Waldheim und Grimma) baute, wundert es, dass die Brücke nur als eine einfache Holzbrücke errichtet wurde. Jedoch zeigt ein Gemälde bei der dt. Fotothek (um 1850), dass sich zunächst eine kleine Parkanlage außerhalb des Zwingers ausbreitete.

Wikipedia: Kronentor um 1880

Wikipedia: Kronentor um 1880

Nach [3] wurde 1812 der Graben vor dem Kronentor verfüllt und die Brücke beseitigt. Alle weiteren Gemälde (z.B. auch Anfang XIX. Jh. zeigen Zwingergraben und Holzbrücke.Zwischen 1860 und 1890 gab es wiederum keinen Wallgraben, wie ein historisches Foto aus [3] zeigt.

Erstaunlich, dass diese so gar nicht zur barocken Architektur des Zwinger spassende dreifeldrige Holzbrücke auch wieder als Holzbrücke errichtet wurde und keine Sandsteinbogenbrücke ist, passend zum im Vordergrund erkennbaren Widerlager.

[1] Dresden und Sachsen, zitiert am 30.07.09

[2] Deutsche Fotothek, gesehen am 30.07.09

[3] de.Wikipedia/ Dresdner Zwinger, zitiert am 30.07.09

Fotos: ponton´s blog

Die Brücke ist schuld: Dresden verliert den Status als Welterbe

26. Jun.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Brückenneubau, Elbbrücken, Kultur, Stahlbrücke | 1 Kommentar
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Elbtal Blick Elbaufwärts

Elbtal Blick elbaufwärts

Elbtal: Blick flussabwärts

Elbtal: Blick flussabwärts

Heute wurde es amtlich: Das Elbtal und damit auch Dresden verliert seinen Status als Welterbe. Eine harte Maßnahme und ein Immageverlust für die Region dafür, dass die Dresdner nicht mehr im Dauerstau stehen wollen.

Auch wenn kein deutscher Vertreter im UNESCO Gremium saß, so stützt es sich doch auf ein deutsches Gutachten. Alternative Vorschläge und Modifizierungen hat es jedenfalls gegeben, s.[2]. Wenn die Entscheidung nun alle bedauern, von der Leiterin des Entscheidungsgremiums, María Jesús San Segundo, bis zum Minister, dann fragt man sich, wer hat die Streichung eigentlich vorangetrieben?

Jede Region muss sich mit der Zeit weiterentwickeln, so war und ist es auch im Elbtal, jede Epoche hat auch dort ihre Brücke gebaut. Für die Touristen werden das Elbtal und Dresden ganz gewiss auch auch weiterhin besuchen. Der Reiz des Elbtals bleibt erhalten und hängt nicht an einer Liste.

Die neue Waldschlösschenbrücke wird nun weitergebaut. Die Widerlager stehen schon. In [2] findet man Bilder des 1. Preises der Ausschreibung. Die 10 elegante schlanken Stahlbögen sind insgesamt 636 m lang. Ein 148 m spannender Bogen überbrückt den Hauptstrom der Elbe und vier bzw. fünf Flutbögen die Elbauen. [2] Auf Strompfeiler, die bei starker Strömung hochbeansprucht sind, hat man verzichtet.

Nach [3] sind die Bögen und das nördliche Widerlager auf UW-Betonsohlen flach gegründet, das südliche Widerlager und die V-Stützen am Elbufer sind auf Großbohrpfählen gegründet. Bauherr ist das Straßen- u. Tiefbauamt der Landeshauptstadt Dresden.

Link zum aktuellen Stand der Waldschlösschenbrückenbauarbeiten  mit Bildern vom 20.04.10, geposted am 24.05.10.

Quellen:

[1] Modifizierter Entwurf bei Tour Dresden, zitiert 26.06.09

[2] Ausschreibungsgewinn mit Diashow, zitiert am 26.06.09

[3] Ausführungsplanung, zitiert an 26.06.09

Dresden: Die Augustusbrücke

31. Jan.2009 um 3:52 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Elbbrücken, EUROPA, Geschichte, Pöppelmann | 2 Kommentare
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KOE

Dresden Elbbrücke Quelle: K.OE

Das, was die Karlsbrücke für Prag ist, ist die bereits von Bellotto vor mehr als zwei Jahrhunderten, 1765, gemalte, ursprüngliche Pöppelmann´sche Mauerwerksbogenbrücke über die Elbe für die Silhouette von Dresden.

Dresden´s Augustusbrücke 1724

Bellotto: Dresden´s Augustusbrücke 1765, aus: Canaletto

In der Vergangenheit teilte die Brücke das Schicksal der Moldaubrücke. Zahlreiche Fluten brachten die Brücke zum Einsturz. Die erste bekannte Brücke wurde an dieser Stelle im Jahr 1070 erwähnt. Die Brücke fiel 1118 dem Hochwasser zum Opfer. Dann wurde einige Jahre diskutiert, ob man Steinpfeiler mit Holzfahrbahn oder eine Steinbrücke bauen sollte. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der Steinbrücke aus. 1222 war sie fertig gestellt.

Hochwasser 1342 und 1343 schädigten die Brücke so stark, dass sie neu gebaut werden musste. 1344 folgte eine Steinbogenbrücke mit 24 Pfeilern und 23 Bögen. 1727-31 baute der Barockbaumeister Pöppelmann die Brücke um. Sie hatte dann 17 Bögen und war repräsentative 11 m breit. Napoleon ließ dann während der Befreiungskriege den 5. Pfeiler sprengen, die benachbarten Bögen stürzten ein. 1845 riss eine Flut einen Bogen mit sich. 1907 genügte die Brücke den Anforderungen nicht mehr, man baute die heutige Konstruktion. 1910 konnte sie in Betrieb genommen werden.

Ausblick von der Augustusbrücke

Ausblick von der Augustusbrücke

Einen Tag vor dem Ende des zweiten Weltkrieges sprengten die zurückweichenden deutschen Truppen der 6. Pfeiler, die benachbarten Bögen brachen mit ein. Die Stadt baute die heutige Brücke 1949 nach altem Vorbild wieder auf. Sie besteht im Inneren aus Stampfbeton, die Bögen wurden als Dreigelenkbögen ausgeführt. 5 Pfeiler der 390 m langen Brücke stehen im Strom. Die insgesamt 9 Bögen, maximale Spannweite 39,3 m, überbrücken auch noch den Uferweg an der Brühlsche Terrasse und die Elbwiesen. Die Brücke überstand die große Flut 2002 unbeschadet. Sie trägt den vollen Straßenverkehr und die Straßenbahn in beide Richtungen.

Die neu geplante Waldschlösschenbrücke wird die Augustusbrücke entlasten, auch wenn es die Stadt den Titel UNESCO Kulturhauptstadt kosten sollte, Dresden braucht eine Alternative.

Blick auf die Augustusbrücke von oben

Blick auf die Augustusbrücke von oben

Weitere Info´s zur Ausführung der heutigen Brücke

Quelle:

[1] nach: de.wikipedia, Augustusbrücke (30.01.09).

[2[ D. Terpitz: Canaletto, S.108, Ausschnitt.

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