Sachsen: Göhrener Granitviadukt

12. Mrz.2009 um 3:13 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Mauerwerksbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , ,
Natursteinviadukt über die Mulde, Quelle: Wikipedia, k.A. zum Autor (Gnu licence)

Natursteinviadukt über die Mulde, Quelle: Wikipedia, k.A. zum Autor (Gnu licence)

Im Gegensatz zum Göltzschtalviadukt und dem Elstertalviadukt ist der im Mittelbereich zweistöckige  Göhrener Viadukt kein Ziegelviadukt sondern aus Naturstein errichtet. Der Göhrener Viadukt besteht vorwiegend aus weißem und rötlichen Granit aus nahegelegenen Abbaugebieten in Fischheim bei Wechselburg, Göhren und Porphyr aus der Rochlitzer Umgebung.[1] Als Baustoff dienten nach [3] vorrangig Granit u. a. aus Diethensdorfer und Markersdorfer Steinbrüchen und Sandstein aus Pirna.

Der einst 512 m lange Viadukt,  inzwischen  (1982-86) durch Verfüllen der äußeren Bögen, aus statischen Gründen zubetoniert und eine Böschung angeschüttet, auf 381 m verkürzt. Die Bogenbrücke wurde nach einer Bauzeit von nur zwei Jahren im Juni 1871 fertiggestellt. Der größte Bogen in der zweiten Etage überspannt 16 m. In der unteren Etage sind die Pfeiler dicker und die lichte Weite beträgt daher nur max. 14 m. [1]

Der Viadukt ist eine Eisenbahnbrücke über das Tal der Zwickauer Mulde auf der Strecke Leipzig-Chemnitz. Die Gleise befinden sich in stolzer Höhe von 68 m. Die Eisenbahnbrücke liegt zwischen den Bahnhöfen Cossen und Narsdorf.[1] 263 Meter Länge entfallen auf das Hauptviadukt mit 18 Bögen, die mittleren davon weisen in der 1. Etage mit 26 Metern die größte lichte Weite auf. 9 Bögen schließen sich mit einer Länge von 136 Meter auf Göhrener Seite an. [3]

Von 2000-2001 wurde der Viadukt durch eine ARGE mit dem Schachtbau Nordhausen GmbH, Nordhausen im Auftrag der DB Netz AG Leipzig ertüchtigt. In einer bewundernswerten Organisationleistung wurde das Bauwerk abschnittsweise, bei weitestgehend laufendem Bahnbetrieb saniert.[3]

Teilbereiche wurden eingerüstet und das Mauerwerk instandgesetzt. Dazu wurden durch mehr als 20.000 m Bohrungen Zement injiziert und Spannanker eingebracht.Über fast 9.000m3 Baugruben wurden die Fundamente mit 5.900m3 Beton und Stahlbeton teilweise unterfangen und gesichert. Neben der Reinigung und der Sanierung der Fugen wurden in großem Umfang Risse geschlossen und verpresst.[3]

Quellen:

[1] Wikipedia/Göhrener Viadukt (11.03.09)

[2] Eisenbahnarchiv (11.03.09)

[3] Referenz der Ertüchtigung (SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, 11.03.09)

Schreibe einen Kommentar »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.
Entries und Kommentare feeds.

%d Bloggern gefällt das: