Eröffnung der Waldschlösschenbrücke, Dresden (2013)

11. Aug.2013 um 11:18 pm | Veröffentlicht in Brücken in Deutschland, Brückenneubau, Elbbrücken, Kultur, Stahl- / Stahlbetonverbund | 3 Kommentare
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Waldschlösschenbrücke2012

Waldschlösschenbrücke 2012

Untersicht der Waldschlösschenbrücke vom Schiff aus gesehen

Untersicht der Waldschlösschenbrücke vom Schiff aus gesehen

Nur noch wenige Tage verbleiben, bis die Waldschlösschenbrücke endlich eröffnet wird. Der erste Spatenstich erfolgte schon im November 2000 [1]. Am 24.-25. August 2013 wird die Waldschlösschenbrücke ein Wochenende lang den Fußgängern alleine gehören. Am 26. August 2013 werden dann die ersten Autos über die Brücke fahren können [1].

Am Eröffnungswochenende soll es eine feierliche Eröffnung geben. Auch wenn die Brücke heftig und kontrovers diskutiert wurde, werden sich viele Dresdner über die Entlastung der innerstädtischen Brücken freuen.

Mittlere Spannweite während des Baus 2012

Mittlere Spannweite (148 m) während des Baus 2012

Im jahr 2005 wurde nämlich der Welterbestatus des Dresdner Elbtals auf der Grundlage eines Gutachtens in Frage gestellt und drei Jahre später entgültig aberkannt. [1] Das ist nur schwer zu verstehen. Aus meiner Sicht hat die Brücke eine Form die sich, ähnlich wie bei der Verbreiterung der Potsdamer Langen Brücke, gut in die Landschaft einfügt. Bei beiden Brücken war das Büro Klähne beteiligt. Die Bögen und Bogensockel der Waldschlösschenbrücke wurden während der Ausführungsplanung verschlankt und so noch filigraner. Die 10-feldrige Stahlverbundbrücke hat eine  Gesamtlänge von 636 m, der Mittelbau überspannt die Elbe mit 148 m.[2]

Ausführliche Informationen gibt es auch bei Wikipedia.

Quellen:

[1] Sächsische Zeitung Online vom 20.06.2013, zuletzt besucht am 11.08.2013,

[2] Beratende Ingenieure Klähne, zuletzt besucht am 11.08.2013.

Rembrandtbrücke Leiden (1983)

11. Aug.2013 um 11:11 am | Veröffentlicht in Brücken in den Niederlanden, Brückenneubau, EUROPA, Geschichte, Holzbrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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ponton_LeidenHolzklappbrücke

Holzklappbrücke in Leiden gleich neben dem Rembrandtplatz

ponton_Leiden2

Die Klappbrücke ist eindeutig eine Radfahrerbrücke, manchmal ist sie frei für Fußgänger.

Die Klappbrücke in Greifswald Wieck hat mich gleich an die Holzklappbrücke über das Galgewater in Leiden am Rembrandtplatz erinnert. Der junge Rembrandt wohnte hier von 1606 bis 1631, als er nach Amsterdam ging. Die Brücke heißt Rembrandtbrug verlängert den Weddesteeg und wurde erst 1983 errichtet. Sie ist demzufolge auch keine Brücke, die unter Denkmalschutz stehen würde [2]. Doch bereits im 17. Jahrhundert wurde diese Gegend nördlich des Rijns entwickelt. Darauf deutet auch der Turm auf der Nordseite des Galgewaters hin. Das Galgewater ist ein Teil des Wasserringes, der die ganze Altstadt von Leiden umschließt.

Am Rembrandtplatz

Am Rembrandtplatz

Die erste Brücke wurde an dieser Stelle im 17. Jahrhundert errichtet. Nach vielen Anpassungen wurde sie im Jahr 1817 definitiv abgebrochen. Von 1817 bis 1916 verkehrte dort  eine Fähre. Bis 1983 gab es dort keine Brücke. Die heutige Brücke ist ein Kopie der urspünglichen Lange Houten Brugg (lange Holzbrücke) , die schon auf der Karte unten verzeichnet ist [2].

Zahlreiche Brücken verbinden die Altstadt mit den umliegenden Stadtgebieten. Der auf die nahegelegene Mühle hindeutende  Molen de Put ist eine von vielen Attraktivitäten, die auf der touristischen Tour durch Leiden empfohlen wird-

Quellen:

[1] Schild am Ufer der Rembrandtbrücke

[2] Brücken in Leiden, zuletzt besucht am 11.08.2013

ponton_Rembrandtbrücke

ponton_BlumenschmuchAnDerRembrandtbrücke

LeydenMap

Hong Kong: Stonecutters Bridge (2009)

03. Apr.2010 um 12:23 pm | Veröffentlicht in 1, ASIEN, Brücken in China, Brücken in Hong Kong, Brückenneubau, Monitoring, Stahlbetonbrücken, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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ponton-Stonecuttersbridge im Bau

Stonecutters Bridge in Hong-Kong 2009 im Bau

ponton-Pylon-Stonecutters

Pylon der Stonecutters Bridge im Bau

Die Stonecutters Bridge in Hong-Kong wurde am 20. Dezember 2009 eröffnet. Die Konstruktion am lebendigen Containerhafen Wai Chung und überbrückt den Rambler Kanal zwischen dem Containerhafen Terminal 8 (CT8) auf  der Stonecutter Insel am östlichen Ufer und dem Container Terminal 9 auf der Tsing Li Insel auf westlicher Seite im Zuge der Straße 8 zwischen Tsing Yi und Cheung Sha Wan.

Eine eigene Website des Highway Departements  der Regierung von Hong-Kong berichtet über die wichtigsten Informationen und blickt auf den Bau der Brücke zurück.  Eine Schrägkabelbrücke mit fächerförmig angeordneten Kabeln überbrückt insgesamt 1 596 m. Die lichte Weite zwischen den lt. [2] 280 m hohen Pylonen beträgt etwas mehr als einen Kilometer- 1 018 m. Mit dieser Spannweite gehört die Stonecutters Bridge seit ihrer Fertigstellung  zu den längsten Schrägkabelbrücken der Welt [1] Die Stonecutters Bridge ist derzeit nach [2] die zweitlängste und eine von nur zwei über 1000 m spannenden Brücken). Ausführende Firma war Ove Arup and Partners Hong Kong.[2]

ponton-Stonecutters

Pylon der Stonecutters Bridge im Bau-2009

Bauweise

Auf der Website ist die Bautechnologie anschaulich mit Hilfe von Trickfilmen dargestellt. Jeder der beiden Pylone ist auf je sechs Bohrpfählen mit Endverankerungen tief im Baugrund verankert. Am unteren Ende der Bohrpfähle mit 2 bis 2,5 m Durchmesser sind nach Erreichen des felsigen Untergrundes kegelstumpfartige Endverankerungen hergestellt worden, deren Bohrtechnologie an die Funktion von Spreizdübeln erinnert. Auf den je sechs Pfählen baut das Pfahlhaupt aus bewehrtem Beton auf, auf dem die Pylone stehen.

Die untere Hälfte der Pylone besteht aus bewehrterm Stahlbeton. In der oberen Häfte der Pylone sind Stahlelemente in den Beton der edelstahlummantelten oberen Pylonhälften eingesetzt worden, die die fächerförmigen Brückenkabel tragen. An den Pylonen beginnt der Bau der beiden seitlich des ovalen Pylons liegenden drei-spurigen Fahrbahnen.  An je einem Kabel wird Schritt für Schritt ein stählernes Brückenelement von Pontonschiffen antransportiert, hochgezogen und angehängt bis nach 24 Schritten die Brücke 2009 in der Mitte geschlossen werden konnte. Die außerhalb des mittleren Überbaus liegenden Fahrbahnkonstruktionen bestehen aus Stahlbeton. (s. ausfühliche Informationen und Animationen unter [1])

ponton-Stonecutters im Bau

Stonecutters Bridge 2009

Dämpfer (Tuned mass dampers) dienen der Reduzierung wind- und/ oder verkehrsinduzierter Schwingungen. Seit Mai 2009 gibt es ein Online-Monitoring an verschiedenen Punkten an Land, bei dem Umweltdaten erfasst werden. Die monatlichen Berichte während der Bauzeit sind auf der Website verfügbar. Als größte Lärmquellen  wurden Containertransporter identifiziert. (in Anlehnung an [1])

Quellen:

[1] Stonecutters Bridge, zitiert am 03.04.10.

[2] Ove Arup and Partners Hong Kong Ltd (Arup).

Photo: Ostergeschenk an Ponton´s Blog.

Paris: Passerelle Léopold-Sédar-Senghor (1999)

14. Mrz.2010 um 5:28 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Frankreich, Brückenneubau, Ersatzneubau, EUROPA, Seinebrücken, Stahlbrücke | 1 Kommentar
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Ponton-Passerelle Léopold-Sédar-Senghor

Passerelle Léopold-Sédar-Senghor

Abgang zum Port de Tuileries entlang der Bogenebene

Abgang zum Port de Tuileries entlang der Bogenebene

Der Brückenname Passarelle Léopold-Sédar-Senghor ist neu, bis 2006 hieß die Brücke neben dem Pont Royal noch Pont Solférino.

Die Brücke wurde erst 1999 von Marc Mimram errichtet. Strompfeilerlos überbrückt das 106 m lange filigrane Stahlbogentragwerk die Seine.  Sie verbindet das Museé d´Orsay mit den Gärten der Tuilerien. Die Gesamtlänge beträgt 140 m. Die Breite des mit (Brasilianischem [3]) Holz  beplankten Fußweges variiert zwischen 11 und 15 m. 900 t Stahl wurden verbaut . [1]

Die Bogenbrücke ersetzt Vorgängerbrücken von 1961. Diese hatte zuvor eine dreifeldrige Brücke von 1861. ersetzt. Im Jahr 1861 erinnerte die erste Brücke an den Sieg bei der Schlacht von Solférino (Lombardei)  am 24. Juni 1859 des Königreichs Sardinien unter Victor Emmanuell II mit Unterstützung Napoleon III. gegen die Österreicher unter Kaiser Franz Joseph.[2] Die ursprüngliche Brücke von 1861 wurde vorwiegen durch Schiffsanprall demoliert.

Raffiniert, ja einmalig gestaltet wurde der Zugang von der Ebene des Uferweges an der Anlegestelle Port de Solférino auf die aufgeständerte Fußwegebene zwischen dem links der Seine liegenden Quai Anatole France und dem Quai des Tuileries mit dem Port de Tuileries am anderen Ufer. In der Brückenebene kann man von den Uferwegen über Treppen im Verlauf des Bogens im Scheitel des Bogens auf die obere Ebene gelangen.

Auf der einen Seite der Brücke kann man zum Pont Royal, zur ältesten erhaltenen Seinebridge, schauen. Von der anderen Seite der Fußgängerbrücke blickt man auf den Pont de la Concorde.

Ergänzung vom 18.03.2010:

Hier [4] könnt Ihr die Fotos von den beiden Vorgängerbrücken von 1861 und 1961 finden. Die Passerelle von 1961 ist schon 1992 zerstört worden. Sie hatte zwei Strompfeiler. Die sind empfindlich gegen Anprallschäden. Die heutige Passerelle überbrückt die Seine mit nur einem durchgehenden Bogen.

Eine weitere historische Website (lefildutemps, [5]) zeigt u.a. die erste Passerelle im Januar 1910 bei Flut. Dem hat die alte Brücke mit drei Bögen standgehalten.

Außerdem musste die heutige Passerelle kurz nach der Eröffnung wegen heftiger (Quer-) Vibrationen unter Anregung durch Fußgänger (fußgängerinduzierte Brückenschwingungen) gleich noch einmal geschlossen werden, um durch entsprechende Maßnahmen, z.B. durch anregungsdämpfende Schwingungstilger, eine Reduzierung der Vibration zu erreichen (s. auch Stahlbau 6/2007 oder Bautechnik 4/2004)

Quellen:

[1] Website des Architekten Marc Mimram, zitiert am 13.03.10.

[2] Encyclopedia Britannica, zitiert am 13.03.10.

[3] en.Wikipedia/Passerelle Léopold-Sédar-Senghor, zitiert am 13.03.10.

[4] planète-tp, zitiert am 18.03.10.

[5] lefildutemps, zitiert am 18.03.10.

Berlin: Schwedter Steg (1999)

06. Mrz.2010 um 2:13 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Brückenneubau, Ersatzneubau, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Schwedter Steg: Fußgänger und Radfahrerbrücke von der Behmstrapenbrücke gesehen

Schwedter Steg: Fußgänger und Radfahrerbrücke von der Behmstraßenbrücke gesehen

ponton-Schwedter Steg

Bogenbrücke mit Zugband und geneigten Bögen

Umfangreiche Umgestaltungen fanden in den letzten beiden Jahrzehnten im Bereich des nördlichen S-Bahnringes statt. Seit 1999 ersetzt eine moderne leichte Stahlkonstruktion eine alte Verbindung zwischen der Schwedter Straße und der Behmstraßenbrücke.

1999 konnte der aus elf Brückenfeldern bestehende Schwedter Steg der Nutzung übergeben werden und verkürzt den Weg für die Fußgänger und Radfahrer wieder erheblich. Im wesentlichen tragen zwei Stahlbögen den Fußgänger- und Radfahrerweg im Zuge der Schwedter Straße zur Behmstraßenbrücke.

Blick unter dem Schwedter Steg hindurch zur Swinemünder Brücke

Blick unter dem Schwedter Steg hindurch zur Swinemünder Brücke (S-Bf. Gesundbrunnen)

Ein filigraner Stahlbogen mit obenliegender, aufgeständerter, Fahrbahn überbrückt ein abbiegendes Gleis von Schönhauser Allee zur Bornholmer Straße nahe der Behmstraße. Die S-Bahngleise vom Gesundbrunnen in Richtung Schönhauser Allee werden von einer Bogenbrücke mit einem Zugband überbrückt, das in der Ebene des Fußgängerweges liegt. Der Bogen wird von massiven verklinkerten Pfeilern getragen. Die Ringbahngleise zwischen dem Bahnhof Gesundbrunnen  (km 4,2) an der Swinemünder Brücke, die im Volksmund auch wegen

Ponton-Gleis-Bornholmer-Schönhauser

In einen Tunnel führendes Gleis: Bornholmer Straße-Schönhauser Allee

der Baukosten im Jahre 1905 auch Millionenbrückebrücke genannt wurde, und dem Bahnhof Schönhauser Allee (km 5,8) auf dem nördlichen Berliner S-Bahnring, waren während der Teilung Berlins stillgelegt und wurden erst nach 1990 wieder aktiviert.

Nach [1] sind die Stützen der übrigen neun Brückenfelder sind als Stahlpendelrahmen mit Elastomerlagern ausgebildet. Das südliche Brückenlager ist auf neun Bohrpfählen gegründet.

Quelle:

[1] Berliner Stadtentwicklung, zitiert am 06.03.2010.

The LM project

14. Nov.2009 um 4:43 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Dänemark, Brückenneubau, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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nach Steven Holl Architects [1] Steven Hall Architects ist eine weltweit agierendes Architekturbüro mit zwei Dependancen in New York City and Beijing/ Peking. Steven Holl leitet das Büro zusammen mit den Partnern Chris McVoy (New York, USA) und Li Hu (Beijing, China)

Hinter dem Kürzel The LM-project versteckt sich eine faszinierende neue Hafenbrücke über den Kopenhagener Hafen [2]. Eine Fußgängerbrücke wird die auch von großen Kreuzfahrtschiffen und riesigen Fähren frequentierte Einfahrt in das Hafengelände überbrücken. Das Architekturbüro STEVEN HOLL ARCHITECTS gewann 2008 einen Wettbewerb mit einem außergewöhnlichen Design für eine Brücke. Zwei an den Ufern stehende (65 m hohe) Hochhaustürme verbinden sich quasi mit einem Handschlag in luftiger Höhe.

Den architektonische Wettbewerb hatten die Kopenhagener Stadt und Hafen Entwicklungsgesellschaft, CPH City and Port Development sowie die ATP Ejendomme, ausgeschrieben. Der frühere Kopenhagener Bürgermeister und heutige  administrative Director der Entwicklungsgesellschaft City / Harbor and Copenhagen, Jens Kramer Mikkelsen sagte am 31. Oktober 2008 bei der Auszeichnung der Gewinner des Wettbewerbs: „Das Projekt verbindet die ästhetische, funktionelle und die Buisiness Gedanken. Der Siegesentwurf ist Architektur einer hohen, hohen Klasse“. Der heutige Bürgermeister fügte hinzu: Wir bekommen zwei großartige Hochhäuser , die die Stadt besser zusammen führt und gleichzeitig ein Wahrzeichen des Hafens wird“.

Das Design der von Steven Holl Architects‘ gestalteten neuen Einfahrt in den neuen Hafen der  Großstadt Kopenhagen basiert auf dem Konzept, dass zwei Hochhäuser zwei, in ihrer Orientierung jeweils den Stadtteil zurück verankernden Aspekt, auskragende Brücken tragen. Auf der Langenlinie Seite, wo seit Jahrzehnten die Ozeanriesen ankern , drückt dies auch die Form des Hochhauses so aus. Ein bugartig gestaltetes Deck lässt glauben, dass der Meereshorizont schon zu  erblicken ist. Dieses Deck ist die Ebene von der aus die öffentlichen Aufzüge bestiegen werden und öffentliche Cafés und Gallerien zum Verweilen einladen. Man erreicht diese Ebene sowohl über großzügige Treppen als auch über Rolltreppen. Der Marmormolen Tower ist mit der City über die Hauptterrasse  mit dem Eindruck eines unterhalb befindlichen öffentlichen Auditiriums verbunden. Auch diese Ebene kann man über öffentliche Treppen sowie Rolltreppen erreichen.

Jedes der beiden Hochhäuser trägt seine eigene auskragende Schrägseilbrücke, die sich in der Mitte hoch über dem Wasser treffen und eine öffentliche Fußgängerpassage zwischen zwei Brückenpfeilern bilden. Wegen der Geometrie vor Ort, treffen sich die Brücken unter einem Winkel und bilden sozusagen einen Handschlag über der Hafeneinfahrt. Die Unterseite der Brücken und der Kragarme nehmen die strahlenden Farben des Hafens auf; das Orange der Container an der Unterfront von Langenlinie, kräftiges Gelb auf der Unterseite am  Marmormolen.-Ufer. In der Nacht widerspiegeln sich die von Strahlern beleuchteten  colorierten Aluminiumflächen  wie Gemälde im Wasser.

Alles Ingenieurleistungen für das LM-Projekt mit Umfang zwischen 50 000 000 und 70 000 000 DKK wurden inzwischen nichtoffen ausgeschrieben. Bewerbungsschluss war der 17.08.09.

Weitere Brücken-Hochhaus-Kombinationen des Büros entstehen z.B. in diesem Jahr in Bejing/ Peking.

Quellen:
[1] Steven Holl Architects, zitiert am 14.11.09.

[2] Orestad.dk,  zitiert am 14.11.09.

Thanlyin Brücke: längste Brücke in Myanmar (1993)

24. Okt.2009 um 2:30 pm | Veröffentlicht in 1, ASIEN, Brückenneubau, Stahlbetonbrücken, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Myanmar (früher Burma) tauchte nach den verheerenden Überschwemmungen des Irrawaddy Delta nach dem Zyklon Nargis im Mai 2008 wieder einmal in den Medien auf, das ist ein Grund sich einmal nach der längsten Brücke des Landes umzusehen.

Die (erste) Thanlyinbrücke in Yangon (früher: Rangoon) ist mit 2,4 km (1,5 Meilen) Länge die längste Brücke des Landes. [1] Die Flussbreite beträgt nach [3] 1 km. Nach einer Bauzeit von 1985 bis 1993 überbrückt die Thanlyinbrücke seit 16 Jahren den Bagofluss. Für den Bau stellte China ein zinsfreies Darlehen zur Verfügung. Die Stahlfachwerkbrücke verfügt in der Mitte über ein Bahngleis und je eine Richtungsfahrbahn für Fahrzeuge.[3] Obwohl Yangon schon seit dem 6. Jh. besteht,  war die Thanlyinbrücke die erste Verbindung zwischen Yangoon und Thanlyin über den Fluss Bago.

Ende September berichtete Individual.com darüber, dass Myanmar die Maximallast für alle die Brücke überquerenden Fahrzeuge auf 20 t reduziert hat. Unter Bezug auf eine lokale Zeitschrift  (Weekly Eleven News) wird berichtet, dass durch die niedrigere Belastung die Lebensdauer der Brücke erhöht werden soll. Seit dem ersten Oktober besteht diese Beschränkung, die vorher bei 36 t lag.[1]

Als Alternative müssen nun schwerere Fahrzeuge, insbesondere Containertransporte, die vom Thilawa Hafen kommen, über die neue Dagonbrücke (2007) fahren, auf der 75 t erlaubt sind. Der Thilawa Hafen liegt in der Nähe der geplanten spezialen Industriezone Thilawa, 25 km südlich von Yangon. Interessant ist, er wurde erst in den späten 1990ziger Jahren geplant und der Verkehr vom Hafen war wohl nicht in der Lebenszeitberechnung der Thanlyinbrücke von vor 1985 berücksichtigt. Die neue Dagonbrücke übernimmt nun die Schwertransporte. Die neue industrielle Zone streckt sich über 12,8 Quadratkilometer und wird als Export Processing Zone (EPZ) gebaut und ist das erste derartige Industriegebiet in Myanmar.[1]

Dagonbrücke (2007)

Die neue Dagonbrücke ist vermutlich die seit 2003 im Bau befindliche Thanlyinbrücke II. Die Thanlyinbrücke II war seit 2003 im Bau. Die Eröffnung der Dagon Brücke fand 2007 statt.. Die vielfeldrige Stahlbetonbrücke ist 1380 m  (4,540 Fuß) und 130 Fuß (davon die Fahrbahn 72 Fuß) breit, sie verfügt über je drei Fahrspuren in jede Richtung. Sie verbindet Dagon Seikkan township am Yangon (Rangooner)  Ufer des Bagos mit dem Kalawe village auf der Thanlyin Seite. Als maximale Last sind 75 t zugelassen. [5] Stahlbetonpfeiler, die Stahlbetonkonstuktion mit Stahlbetonfahrbahn tragen, werden von Bohrpfählen aus Stahlbeton getragen. [6]

In Yangon und Myanmar wird man diesen Artikel kaum lesen können, denn die meisten Menschen können sich keinen Computer leisten, Das Land ist arm, das Internet ist träge und die burmesische Regierung unterhält eins der effektivsten Internetkontrollsysteme der Welt. [4]

Quellen:

[1] individual.com, zitiert am 23.10.09

[2] en.Wikipedia/Thanlyin, zitiert am 23.10.09

[3] en.Wikipedia/ Thanlyin Bridge, zitiert am 23.10.09

[4] en.Wikipedia/ Yangon, zitiert am 23.10.09

[5] Thanlyin Bridge II, Artikel von 2006 in New light of Myanmar, zitiert am 23.10.09

[6] Eröffnung der Dagon Brücke, zitiert am 23.10.09

Polens Autobahnbrücken: Neue Brücken zwischen Wroclaw und Katowice (A4)

30. Sep.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Polen, Brückenneubau, Stahl- / Stahlbetonverbund | Hinterlasse einen Kommentar
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Fußgängerbrücke auf der Autobahn nach Opole (Oppeln)

Straßenbrücke auf der Autobahn A4 nach Opole (Oppeln)

Schrägseilbrücke mit geknicktem asymmetrischen Pylon

Brücke Krzywy Kij mit geknicktem asymmetrischen Pylon

Auf der ausgebauten Autobahn A4 (E40) zwischen Wroclaw (Breslau) und Opole (Oppeln) sind einige moderne Brückenkonstruktion mit hohen Bögen oder asymmetrischem Pylon spwie daran aufgehängter Fahrbahn bzw. Fußgängerebene zu sehen.

Die Vielfalt der Brückenformen vom diagonal über die Brückenachse verlaufenden Bogen über parallele Bögen bis zu unterschiedlichen Pylonformen zeigt die Offenheit der Infrastrukturverantwortlichen für die moderne Funktionalität gepaart mit Eleganz.

Ansicht von der dem Pylon gegenüberliegenden Seite

Ansicht von der dem Pylon gegenüberliegenden Seite

Die Fußgängerbrücke Krzywy Kij mit asymmetrischem Pylon wurde im jahr 2000 fertig gestellt. Sie überspannt die 62,4 m der A4. Der abgeknickte Pylon misst 21,67 m. Im gleichen Jahr wurde der Luk Erosa im gleichen Autobahnabschnitt errichtet, ein relativ steil nach oben zulaufender Bogen mit 67 m Spannweite bei 17,70 m Bogenhöhe.[1]

Quellen
[1] Biliszczyk, J., Barcik, W.: Fußgängerbrücken in Polen, Brückentage in Wroclaw 2007.

Berlin: Spreebrücke für Bundestagsabgeordnete (2003)

29. Sep.2009 um 3:06 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Brückenneubau, Spreebrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Brücke für Bundestagsabgeordnete, links das Paul-Löbe-Haus, im Hintergrund der Berliner Hauptbahnhof

Brücke für Bundestagsabgeordnete, im Hintergrund der Berliner Hauptbahnhof

Auf zwei Ebenen über die Spree am Paul-Löbe-Haus

Auf zwei Ebenen über die Spree am Paul-Löbe-Haus

Was macht der Bundestagsabgeordnete, wenn er von A nach B, d.h. aus dem Paul-Löbe-Haus  (PLH, 2001) auf die andere Spreeseite ins Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (MEL, 2003) am Schiffbauer Damm gelangen möchte? Auf zwei Ebenen kann er  die Spree überwinden, auf der unteren öffentlichen oder auf der oberen in luftiger Höhe für ihn gebaute obere (interne) Etage der Spreebrücke benutzen. Diese Ebene ist nicht öffentlich für den Normalbürger [1].

Fußgängerbrücke über die Spree von unten gesehen

Fußgängerbrücke über die Spree von unten gesehen

Würde man einen Berliner nach dem Marie-Elisabeth-Lüders-Steg fragen, würde er wohl kaum wissen, wo diese Brücke stehen soll. So heißt die zwei-Etagige Fußgängerbrücke, vom Architekten auch Sprung über die Spree genannt. Genau genommen heißt nur die untere Etage so. Die obere Etage ist ein namenloser Verbindungssteg.

Über die Geschichte und den Bau des Gebäudeensemble an beiden Ufern der Spree, einst getrennt durch die Mauer und heute symbolisch verbunden durch die Fußgängerbrücke, berichtet eine Infoseite des BMVBS im Detail. Das Ensemble ist Teil des vom Architekten Axel Schulte begründeten Bandes des Bundes, das hier vom Architekten Braunfels vollendet wurde und die durch die Stadt schlängelnde Spree überbrückt.

Der Marie-Elisabeth-Lüders-Steg ist 61,70 m lang und die Durchfahrtshöhe beträgt nach der Brückenliste des Wasser- und Schiffahrtsamtes Berlin in der Mitte der Spannweite 7,09 m bei 36 m Durchfahrtsbreite. Die untere Brücke ist nach [2] eine Spannbetonholkastenbrücke.

MEL-Steg mit Calatravas Kronprinzenbrücke im Hintergrund

MEL-Steg mit Calatravas Kronprinzenbrücke im Hintergrund

Quelle:

[1] BMVBS/ Info zum Bauvorhaben am Paul-Löbe-Haus, zitiert am 28.09.09.

[2] de.Wikipedia/Marie Elisabeth-Lüders-Steg, zitiert am 28.09.09.

[3] Bundesbaugesellschaft, zitiert am 28.09.09.

Brücken aus Faserverstärkten Kunsstoffen: UK (2009)

28. Sep.2009 um 3:18 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in UK, Brückenneubau, Ersatzneubau, Faserverbundbrücken, Wartung | Hinterlasse einen Kommentar
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Fußgängerbrücke aus CFK: Bradkirk footbridge (UK)

Fußgängerbrücke aus Kunststoff: Bradkirk footbridge (UK)

Montage der Zugangstreppen zur neuen Brücke

Montage der Zugangstreppen zur neuen Brücke

Innerhalb von nur sechs Stunden wurde am 17. Mai 2009 in Bradkirk eine Fußgängerbrücke über die Bahngleise bei Blackpool in Lancashire, England, im Auftrag des Bahnnetzbetreibers in Großbritannien, Network rail ,montiert. Aus ökonomischen Gründen wurden Brückenbauzeiten auf ein Minimum reduziert und während einer routinemäßigen Sperrung durchgeführt. Die Brücke ersetzt eine alte Metallbrücke, deren Lebendauer als abgelaufen eingeschätzt wurde. Eine Eisenbahn erreichte seit 1840 in diese Region.

Die neue Fußgängerbrücke ist als wartungsarme Brücke aus innovativem Faserverbundmaterial hergestellt worden. Bevor die Brücke montiert wurde, widerstand  sie erfolgreich Belastungsprüfungen unter einem Vielfachen ihres Eigengewichts. Die Vorfertigung und das extrem leichte Gewicht ermöglichten das Zeit sparende Montieren innerhalb einer Nacht. Zwei 12 m lange Überbauten wurden per Kran auf die vorhandenen Pfeiler aufgesetzt.

Montage des zweiten Treppenzuganges

Montage des zweiten Treppenzuganges

Jeder der beiden stahlfreien Überbauten, der aus einem patentierten Faserverbundmaterial (Sprint [epoxy] technology material) der Fa. Gurit hergestellt wurde, wiegt nur 1,6 t.[1]

Es wird erwartet, dass die Brücke quasi wartungsfrei 60 Jahre halten soll. Sie  ist nicht, wie Stahlbrücken, korrosionsgefährdet und so wird man sich bei regelmäßigen Inspektionen auf Teile konzentrieren, die ggfs. während der Betriebsdauer zu erneuern sind, wie die Treppendetails oder so genannte non-slip Details.[1]

Wer nach Blackpool fährt, um sich die Brücke anzusehen, sollte den Besuch des Blackpool towers, der Kopie des Eiffelturms (1894, immerhin 155 m) nicht versäumen, die seit ihrem 100ten Geburtstag einen goldfarbenen Überzug bekommen hat.

Quellen:

[1] Gurit.com, zitiert am 27.09.09

[2] Blackpool towers, zitiert am 27.09.09

Fotos: Brian, thank you!

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