Paris (FR): Pont Mirabeau (1897)

09. Okt.2011 um 11:13 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Frankreich, Eisenbrücken, EUROPA, Geschichte, Seinebrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Seinebrücke aus dem 19.Jahrhundert

pont_Mirabeau

Pont Mirabeau mit Injalberts Figur Reichtum vom Quai André Citroën aus gesehen

Der Pariser Pont Mirabeau überbrückt die Seine. Die Brücke wurde zwischen 1895 und 1897 errichtet. Seit 1975 steht die Straßenbrücke in der Denkmalsschutzliste. Als die Brücke errichtet wurde, war die Brücke die am weitesten spannende und höchste Brücke der Stadt.

Der Pont Mirabeau verbindet die Pariser Quai Biériot mit dem Quai André Citroën am Port de Javel Haut vor der Pariser Skyline. An der linken Seineseite befindet sich auch der RER-Bahnhof Gare de Javel. Man kann die Brücke auch per Metro erreichen: Die Stationen sind Mirabeau and Javel – André Citroën.

ponton_PontMirabeauMitEiffelturm

Pont Mirabeau mit Eiffelturm

Konstruktion

Der Entwurf der Eisenbrücke stammt vom Ingenieur Paul Rabel unterstützt durch Résal und weitere [1]. Die Hauptspannweite beträgt 93 m, die seitlichen Felder überspannen je 32,4 m. Die Brückenbreite beträgt 20 m, davon entfallen 15 m auf die Fahrbahn[2]. In Brückenmitte über dem Gelenk ist das Wappen der Stadt Paris in das Geländer eingebaut.

Die Auflager an den Fahrbahnübergängen sind mit Zugstangen in die Widerlagerbänke verankert. Vier riesige Figuren (die Stadt Paris, Schiffahrt, Handel und Reichtum) von Jean Antoine Injalbert (1845–1933) schmücken die Auflagerpunkte an den Pfeilern

ponton_PontMirabeauWappen

Wappen der Stadt Paris in Brückenmitte

Quellen:

[1] en.wikipedia/Pont Mirabeau, zitiert am 09.10.2011

[2] Stadt Paris, zitiert am 09.10.2011

Paris: Passerelle Léopold-Sédar-Senghor (1999)

14. Mrz.2010 um 5:28 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Frankreich, Brückenneubau, Ersatzneubau, EUROPA, Seinebrücken, Stahlbrücke | 1 Kommentar
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Ponton-Passerelle Léopold-Sédar-Senghor

Passerelle Léopold-Sédar-Senghor

Abgang zum Port de Tuileries entlang der Bogenebene

Abgang zum Port de Tuileries entlang der Bogenebene

Der Brückenname Passarelle Léopold-Sédar-Senghor ist neu, bis 2006 hieß die Brücke neben dem Pont Royal noch Pont Solférino.

Die Brücke wurde erst 1999 von Marc Mimram errichtet. Strompfeilerlos überbrückt das 106 m lange filigrane Stahlbogentragwerk die Seine.  Sie verbindet das Museé d´Orsay mit den Gärten der Tuilerien. Die Gesamtlänge beträgt 140 m. Die Breite des mit (Brasilianischem [3]) Holz  beplankten Fußweges variiert zwischen 11 und 15 m. 900 t Stahl wurden verbaut . [1]

Die Bogenbrücke ersetzt Vorgängerbrücken von 1961. Diese hatte zuvor eine dreifeldrige Brücke von 1861. ersetzt. Im Jahr 1861 erinnerte die erste Brücke an den Sieg bei der Schlacht von Solférino (Lombardei)  am 24. Juni 1859 des Königreichs Sardinien unter Victor Emmanuell II mit Unterstützung Napoleon III. gegen die Österreicher unter Kaiser Franz Joseph.[2] Die ursprüngliche Brücke von 1861 wurde vorwiegen durch Schiffsanprall demoliert.

Raffiniert, ja einmalig gestaltet wurde der Zugang von der Ebene des Uferweges an der Anlegestelle Port de Solférino auf die aufgeständerte Fußwegebene zwischen dem links der Seine liegenden Quai Anatole France und dem Quai des Tuileries mit dem Port de Tuileries am anderen Ufer. In der Brückenebene kann man von den Uferwegen über Treppen im Verlauf des Bogens im Scheitel des Bogens auf die obere Ebene gelangen.

Auf der einen Seite der Brücke kann man zum Pont Royal, zur ältesten erhaltenen Seinebridge, schauen. Von der anderen Seite der Fußgängerbrücke blickt man auf den Pont de la Concorde.

Ergänzung vom 18.03.2010:

Hier [4] könnt Ihr die Fotos von den beiden Vorgängerbrücken von 1861 und 1961 finden. Die Passerelle von 1961 ist schon 1992 zerstört worden. Sie hatte zwei Strompfeiler. Die sind empfindlich gegen Anprallschäden. Die heutige Passerelle überbrückt die Seine mit nur einem durchgehenden Bogen.

Eine weitere historische Website (lefildutemps, [5]) zeigt u.a. die erste Passerelle im Januar 1910 bei Flut. Dem hat die alte Brücke mit drei Bögen standgehalten.

Außerdem musste die heutige Passerelle kurz nach der Eröffnung wegen heftiger (Quer-) Vibrationen unter Anregung durch Fußgänger (fußgängerinduzierte Brückenschwingungen) gleich noch einmal geschlossen werden, um durch entsprechende Maßnahmen, z.B. durch anregungsdämpfende Schwingungstilger, eine Reduzierung der Vibration zu erreichen (s. auch Stahlbau 6/2007 oder Bautechnik 4/2004)

Quellen:

[1] Website des Architekten Marc Mimram, zitiert am 13.03.10.

[2] Encyclopedia Britannica, zitiert am 13.03.10.

[3] en.Wikipedia/Passerelle Léopold-Sédar-Senghor, zitiert am 13.03.10.

[4] planète-tp, zitiert am 18.03.10.

[5] lefildutemps, zitiert am 18.03.10.

Paris: Pont au Double (1883)

25. Jan.2010 um 10:56 pm | Veröffentlicht in Brücken in Frankreich, Eisenbrücken, Geschichte, Seinebrücken | 1 Kommentar
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Pont au Double Sud

Pont au Double in Höhe der Kirche Notre Dame

Pont au double-Auflagerdetail

Pont au Double-Auflagerdetail aus dem Bild oben

Der Pont au Double verbindet die Ile de la Cité an ihrem südlichen Ende in Höhe der Cathedrale Notre Dam mit dem Südufer der Seine. Die gußeiserne Bogenbrücke [3] mit aufgeständerter, also oberhalb des Bogens liegender, Fahrbahn, überbrückt als einfeldriger Bogen mit 31 m Spannweite  [1] den kleineren Seinearm. Der heutige Pont au Double entstand 1881-1883 zwischen dem Quai de l’Archevêché und dem Quai Montebello.

20 m Brückenbreite reichen für je eine Fahrspur in jede Richtung und die Fußgängerwege.[1]

Eine Treppe führt von der Brücke zur Seine hinab. Dort wuschen früher die Nonnen Wäsche für die Kranken und Verletzten direkt im Wasser der Seine. Man nannte sie die Kleinen Wäscherinnen. [1]

Geschichte:

Bereits seit 1634 entstand an dieser Stelle eine einfache Brücke, die das ehemalige Hospital Hôtel Dieu, dessen Geschichte bis ins Jahr 651 zurückreicht, auf der Insel le de la Cité mit dem Ufer verband. Der Name double wird von der Gebühr abgeleitet, die damals als Brückenmaut entrichtet werden  musste.[3]

Der Grund für die Notwendigkeit einer Brücke war, dass Gebäude des Hospitals Hôtel  Dieu  nicht nur auf der Seineinsel, sondern auch am Ufer der Seine standen und die Brücke für den Krankentransport der Patienten gebraucht wurde. Die Brücke verband die beiden Hospital-Hotelgebäude. Das Dieu gilt als das älteste Krankenhaus von Paris.  Die Brücke stürzte im Jahr 1709 ein und wurde 1847 neu gebaut. [2] 1865 ließ Baron Haussmann das alte Hotel Dieu abreißen und schuf so Baufreiheit für eine neue modernere Brücke, die gusseiserne Brücke von 1883, die noch bis heute steht. Nicht weit entfernt entstand 1877 das  heutige Hôpital Hôtel-Dieu, ein Krankenhaus [3].

Quelle:

[1] Paris im www, zitiert am 25.01.10

[2] de.Wikipedia/Hotel Dieu, zitiert am 25.01.10

[3] en.Wikipedia/Hotel Dieu, zitiert am 25.01.10

Paris: Pont Notre-Dame (1853, 1912)

17. Jan.2010 um 11:12 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Frankreich, Geschichte, Mauerwerksbrücke, Seinebrücken, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Pont de Notre dame Nord

Pont Notre-Dame über die Seine

Pont Notre Dame Seineinsel Île de la Cité

Pont Notre-Dame Tafel auf der Seineinsel Île de la Cité

Der Pont Notre-Dame in Paris verbindet den Quai de la Corse auf der Seineinsel Île de la Cité mit dem Quai de Gesvres am Nordufer der Seine. Die Brücke besteht aus drei Bögen. Zwei Bögen überbrücken die Seine und der dritte  Bogen die Uferstraße Voie George Pompidou.  Die Brücke ist 105 m lang und 20 m breit.[1]  Die Fahrbahn ist 12 m breit, die Fußwege je 4 m.[2] In Verlängerung führt die Brücke auf die Rue de la Cité und den Pont Petit, die kleine Brücke über den schmaleren Arm der Seine.

Geschichte

An dieser Stelle stand schon seit über zwei Jahrtausenden eine Brücke zur  Insel in der Seine, der heutigen Île de la Cité. Bereits zu Zeiten von Gaius Julius Cäsar zerstörten die Römer den damaligen Holzsteg auf die Insel. Das war im Jahr 52 v. Chr. Doch die Römer bauten an dieser Stelle eine Brücke aus Stein.

Pont Notre dame Nord

Pont Notre-Dame: im Hintergrund die Türme der Kathedrale Notre-Dame

Auch diese Brücke fiel kriegerischen Auseinandersetzungen zum Opfer und wurde später durch einen Ponton ersetzt, den Pont des Planches de Milbray. Der Ponton wurde durch eine Überschwemmung weggeschwemmt. Nach einigen weiteren Brücken (s. [1] und [2]) entstand 1413 der erste Pont Notre-Dame, der nach der gleichnamigen gotischen Kathedrale benannt wurde, die im Jahr 1345 vollendet worden war. Gegründet auf 17 Pfahlwerkreihen trug sie 65 Häuser. Vermutlich wegen mangelnder Wartung brach die Brücke 1499 ein.[1]

1853 wurde auf alten Fundamenten eine Brücke mit fünf Bögen gebaut. Wegen der vielen Schiffsunfälle, nach [2] waren es 35, erhielt die Brücke den Beinamen Pont du Diablo. Nach 1910 ersetzte man die mittleren drei Bögen durch den heutigen mittleren über 60 m spannenden Stahlbogen von 1912. Die Konstruktion der äußeren Mauerwerksbögen von 1853 entstanden nach dem Entwurf von Gariel und den Stahlbogen von 1912 entwarf Dayde.[2]

Pont de Notre dame-Stahlkonstruktion

Pont Notre-Dame, Stahlbogenansicht

Quellen:

[1] de.Wikipedia/Pont Notre-Dame, zitiert am 16.01.10 (mit Foto eines Gemäldes der Living Bridge von 1756).

[2] Paris.fr/pontes, zitiert am 16.01.10

[3] Historische Brückenbilder des Pont Notre-Dame, zitiert am 16.01.10

Frankreich: Pont de l´Artuby/ de Chauliére (1938-1947)

25. Okt.2009 um 3:33 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Frankreich, Stahlbetonbrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Pont du Chauliere über die Verdunschlucht

Pont du Chauliere über die Verdunschlucht

Pont Chauliere von weitem

Pont Chaulière-von weitem

Der Pont de Chaulière oder Pont de l’Artuby überbrückt den Artuby kurz vor seiner Mündung in den Verdun. Die Brücke befindet sich etwa 15 km westlich von Comps-sur-Artuby. Der Verdun hat die  Verdunschlucht geformt. Die (frz.) Gorges du Verdon wird auch Grand Canyon du Verdon genannt, eine 21 km lange Schlucht am Rande der französischen Provence.[1]

Mitte des Stahlbetonbogens mit Gelenk

Mitte des Stahlbetonbogens mit Gelenk

Der 110 m überspannenende Stahlbetobogen, ausgeführt mit Mittelgelenk wurde zwischen 1938 und 1947 gebaut [2]. Der Bogen stützt sich auf den Wänden der Schlucht ab und trägt die aufgeständerte Fahrbahn. Die in jede Richtung einspurige Fahrbahn trägt die französische Fernstraße D71.

Die 182 m hohe Brücke ist auch bei Bungeespringern beliebt.

Quellen:

[1] de.wapedia/verdunschlucht, zitiert am 24.10.09

[2] fr.wikipedia/Pont_de_Chauliere, zitiert am 24.10.09

[3] pont de l´Artuby, zitiert am 24.10.09

Fotos: Eva, vielen Dank!!

Paris: Pont de Arcole (1854-1856)

01. Aug.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in Brücken in Frankreich, Eisenbrücken, Geschichte, Sanierung, Seinebrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Pont de Arcole über die Seine in Paris

Pont de Arcole über die Seine in Paris

Fachwerkbogen des Pont de Arcole

Fachwerkbogen des Pont de Arcole

Als genieteter Bogen mit oben liegender Fahrbahn überspannt der Pont de Arcole den nördlichen Arm der Sein an der Insel Île de la Cité, unweit der Notre Dame. Die Brücke ist wegen der nahegelegenen Sehenswürdigkeiten viel von Touristen frequentiert, die in Blickrichtung Ost die zweite große Seineinsel Ile Saint Louis sehen können.

Auch diese Brücke wurde wie der Pont de Iena am Eiffelturm nach einer siegreichen Napoleonischen Schlacht während der Französischen Revolutionskriege (im ersten Koalitionskrieg) benannt: Der Pont d’Arcole war der Schauplatz der berühmten Schlacht von Pont d’Arcole am 15. bis17. November 1796 zwischen 19000 Französischen Soldaten unter der Führung Napoleon Bonapartes und 24000 Männern der Österreichischen Armee unter dem Kommando von Generalmajor Josef Frhr.v. Alvinczy. Die Franzosen gewannen die Schlacht.[1]

Anschlussdetails zwischen dem genieteten Bogen und der Fahrbahn

Anschlussdetails zwischen dem genieteten Bogen und der Fahrbahn

1828 wurde zunächst ein Fußgängerhängebrücke mit zwei 6 m breiten Spuren (historisches Gemälde bei en.wikipedia) über die Seine gebaut, die in den ersten zwei Jahren noch passerelle de Grève hieß [2]. Dann wurde sie nach der oben beschriebenen ruhmreichen Schlacht benannt. Die Brücke diente Touristen als Steg zwischen den Hotels am nördlichen Seineufer und der Île de la Cité.[1]

Schon 1854 erforderte der zunehmende Verkehr, insbesondere durch den Ausbau de Rue de Rivoli (auch bei Rivoli gewann Frankreich übrigens eine Schlacht: 14. und 16. Januar 1797) eine breitere Brücke. Der Pont de Arcole überspannt als erste und zudem besonders flache Brücke die 80 m der Seine als einfeldriger Bogen ohne Strompfeiler. Außerdem war sie eine besonders innovative Lösung, da statt des bewährten Gusseisens erstmals an der Seine das damals moderne Schweißeisen zum Einsatz kam.[1]

Am 16. Februar 1888 sackte die Brücke plötzlich 20 cm ab und musste verstärkt werden. Erst in den 1990ziger Jahren , zwischen 1994 und 1995 wurde die Brücke komplett saniert, mit Erneuerung der Fahrbahn und einem neuen Anstrich.

Quellen:

[1] en.wikipedia, zitiert am 31.07.09

[2] Paris.fr, zitiert am 31.07.09

Paris: Pont d´Iéna

13. Jun.2009 um 3:15 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Frankreich, EUROPA, Mauerwerksbrücke, Seinebrücken, Stahlbetonbrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Am Eiffelturm: Pont d´Iéna

Am Eiffelturm: Pont d´Iéna

Pferdestatue auf der linken Uferseite

Pylon mit Pferd und Krieger von 1853 auf der linken Uferseite

In Verlängerung der Achse zwischen dem Eiffelturm und dem Palais de Chaillot (Architekten: Carlu, Boileau, Azéma) überbrückt der Pont d´Iéna die Seine.

Der Name offenbart es nicht gleich auf den ersten Blick: Sie wurde 1807 von Napoleon I., Bonaparte per Dekret in Warschau in Auftrag gegeben und nach der siegreichen Schlacht der Franzosen bei Jena und Auerstedt zwischen Napoleon I. und König Friedrich Wilhelm III von Preußen am 14. Oktober 1806 benannt. Die alternativen Namensvorschläge (pont du Champ-de-Mars oder pont de l’École-Militaire) hatten das Nachsehen[1].

Man kann die Brücke mit der Metro bis Station Iéna erreichen. Die Brücke gehört zu den älteren Brücken der Stadt. Sie entstand von 1808-14, lange vor dem Eiffelturm.

Ansicht vom linken Ufer der Seine

Ansicht vom linken Ufer der Seine

Fünf Natursteinbögen mit vier Strompfeilern überbrücken die Seine und den breiten Uferweg. Der reliefartige Schmuck am Giebel der Strompfeiler (Tympanon) trägt heute wieder, veranlasst von Napoleon III, die ursprünglichen Adler, an deren Stelle über Jahrzehnte (1815-1852) der königliche Buchstabe L prangte. An den vier Ecken der Brücke wurden 1853 vier Krieger, eine Gallier, ein Römer auf dem rechten Ufer und ein Grieche sowie ein Araber auf  je einem Pylon am linken Seinufer ergänzt.

Untersicht des Pont d´Iéna: rechts: alte Konstruktion, links ergänztes Betonelement

Untersicht des Pont d´Iéna: rechts: originale Konstruktion, links ergänztes Betonelement

Die Brücke ist 155 m lang und 35 m breit. Die Brücke war jedoch ursprünglich nur 14 m breit. Nach 1937 wurden auf beiden Seiten je ein Betonelement hinzugefügt und der Brückenschmuck (Adler und Krieger) wieder entsprechend angeordnet.

Heute ist der Naturstein des Mittelbogens an der Oberfläche etwas verwittert. Der Giebel des Betonbogens weist einige Risse auf, die jedoch überwacht werden. Seit 1975 steht die Brücke unter Denkmalsschutz.

Quellen:

[1] en.Wikipedia/ Pont d´Iéna, zit. 12.06.09

[2] dt.Wikipedia/ Schlacht bei Jena und Auerstedt, zit. 12.06.09

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Paris: Pont de Bir Hakeim

31. Mai.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Frankreich, EUROPA, Geschichte, Seinebrücken, Stahlbrücke | 1 Kommentar
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Pont de Bir Hakeim: oben Metro, unten Straßenbrücke

Pont de Bir Hakeim: oben Metro, unten Straßenbrücke

Auflager der Bögen auf einem der Strompfeiler

Auflager der Bögen auf einem der Strompfeiler

Von 1903 -1905 wurde die  Brücke Pont de Bir Hakeim am Port de Grenelle über die Seine in Paris (Frankreich) süd-westlich des Eiffelturmes von der Baufirma Oayde & Pille errichtet, woran eine Inschrift auf dem Brückenbogen hinweist.

Nach einer Inschrift am nordwestlichen Bogen fährt auch auf diesem kombinierten Straßen- und Metroviadukt, ähnlich wie bei der Berliner Oberbaumbrücke (1896), die Metro eine Etage über der Straßenbrücke. Die Brücke ersetzt eine Vorgängerbrücke, die im Jahr 1878 der Pariser Weltausstellung Exposition Universelle noch ohne Metrolinie erbaut wurde. Die Brücke ist insgesamt 237 m lang  und hat eine Gesamtbreite von 24,7 m. Die Richtungsfahrbahnen mit  beidseitigen Fußgängerwegen liegen auf beiden Seiten des Metroviadukts für die Pariser Metrolinie 6. Der Metroviadukt besteht aus stählernen Kolonaden bis auf den Mittelbogen, der in Achse der Ile des Cygnes steht. Den steinernen Mittelbogen schmücken vier monumentale Figuren, die zum einen Wissenschaft und Arbeit (von Jules-Felix Coutan) und zum anderen Elektrizität und Kommerz (von Jean Antoine Injalbert) symbolisieren.

Mittelbogen mit Blick in Richtung Pont d´lena, der in Achse des Eifelturms über die Seine führt

Mittelbogen mit Blick in Richtung Pont d´lena, der in Achse des Eifelturms über die Seine führt

In der Mitte der Brücke beginnt am Viaduc de Passy (1903-1905) die Inselallee Allee des Cygnes, die als Landzunge und Begrenzung des Port sden Pont de Bir Hakeim mit dem Pont des Grenelle verbindet, in deren Schatten sich die verkleinerte Replique der New Yorker Freiheitsstatue versteckt.

Der ursprüngliche Brückenname Pont de Passy geht auf die Kommune Passy zurück.  Erst 1948 erhielt die Brücke ihren heutigen Namen, der an eine Schlacht der Freine französischen Korps im zweiten Weltkrieg (1942) im afrikanischen Bir Hakeim gegen die Deutschen erinnert.

Quelle: ergänzend zu den Daten auf den Brückentafeln: en.Wikipedia

Metroviadukt von der Nordostseite aus betrachtet

Metroviadukt von der Nordostseite aus betrachtet

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Paris: Pont du Carrousel (Pont des Louvre)

16. Mai.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Frankreich, Eisenbrücken, Geschichte, Gusseisenbrücke, Seinebrücken, Stahlbetonbrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Pont du Carrousel von Osten gesehen

Pont du Carrousel von Osten gesehen

Pont du Carrousel von Westen

Pont du Carrousel von Westen, im Hintergrund der Louvre

Eine der moderneren Seinebrücken ist der Pont du Carrousel. 1935-1939 wurde die Stahlbetonbrücke als gevoutete flache Bogenbrücke gebaut. Sie wird auch Pont des Louvre genannt, weil sie direkt auf den Louvre zuführt.

Der Name wurde einer Vorgängerbrücke gegeben.1834 nannte der König Louis-Phillipe die Brücke Pont du Carrousel, da sich die Brücke in der Nähe des  Arc de Triomphe du Carrousel vor den Tuilerien befand.

Geschichte

Skulpturen aus dem 19. Jh.

Skulpturen aus dem 19. Jh.

1831 baute der Architekt Antoine-Rémy Polonceau (das war nicht der Erfinder des Polonceau-Trägers, Barthélemy Camille Polonceau, 1813–1859) die Vorgängerbrücke als eine gusseiserne Bogenbrücke. Das Design war in mehrerlei Hinsicht innovativ. Zum einen war die Brücke eine Bogenbrücke aus drei Einzelbögen, die sich auf den Widerlagern an den Ufern und den zwei Strompfeilern abstützten, während in dieser Zeit vorzugsweise Hängebrücken gebaut wurden. Die Türme und die daran aufgehängten Seile hielt man imdamaligen Paris für unakzeptable Zusätze für die Szenerie.

Skulpturen auf der Seite des Louvre

Skulpturen auf der Seite des Louvre

Obwohl Gusseisen seit nunmehr 50 Jahren verbaut wurde, galt es noch als modernes Material, das hier mit Holz kombiniert wurde. Die aussteifenden Ringe im Bogen erhielten schnell den Namen „Serviettenringe“.

An jeder der vier Ecken standen allegorische Skulpturen von Louis Petitot,  die noch heute erhalten sind. Sie representieren die Industrie, Den Reichtum, Die Stadt Paris und Die Seine.

Nachdem die Brücke 70 Jahre im Betrieb war, musste sie 1906 erneuert werden. Die Holzteile wurden durch Schmiedeisen ersetzt. Jedoch wurde die Brücke zu eng für den zunehmenden Verkehr des Zwanzigsten Jahrhunderts. 1930 schätzte man die Durchfahrtshöhe für zu niedrig ein und so wurde der Ersatzbau aus Stahlbeton geplant. Um die Tradition zu wahren, entstand sie nach einiger Diskussion genau an der Stelle ihrer Vorgängerin als dreifeldrige Bogenbrücke mit größerer Durchfahrtshöhe.

Für die nächtliche Beleuchtung war ein raffiniertes Teleskopsystem vorgesehen. Die Leuchten mit einer Höhe von 13 m sollten in der Nacht auf eine Höhe von 20 m erhöht werden. Es erwies sich jedoch als zu zerbrechlich und funktionierte nicht.

Quelle:

[1] en.Wikipedia/ 14.05.09

Mont Saint Michel: Pont Saint Michel II.

15. Apr.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Frankreich, Brückenneubau, EUROPA | Hinterlasse einen Kommentar
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baunetz.de (13.11.2002)

Pont Saint-Michel: Entscheidung über Brückenwettbewerb in Frankreich

Der bereits im März 2001 entschiedene Wettbewerb zur Gestaltung der
Verbindungsbrücke zwischen dem Mont Saint-Michel und dem Festland wurde von der französischen Regierung erst jetzt der Bevölkerung vorgestellt.

Die Architekten Feichtinger Architectes (Paris) mit den Ingenieuren Schlaich, Bergermann und Partner (Stuttgart) wurden von der Jury einstimmig zur Ausführung des Projekts bestimmt. Weitere Teilnehmer der zweiten Stufe des Wettbewerbs waren Ove Arup Partners, London; Dominique Calvi und Henning Normier Architekten mit Berlotier, SECOA, Cité France, Ingenieure; Jean-Michel Wilmotte, Architekten mit Scetauroute, Ingenieure.

Der seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Berg, ein uraltes Pilgerziel mit einer aus dem 11. bis 13. Jahrhundert stammenden festungsartigen Abtei, war im 8. Jahrhundert durch eine Überschwemmung vom Festland abgetrennt worden und führte seitdem ein Inseldasein. Im 19. Jahrhundert wurde eine Deichstraße angelegt, die den Mont mit dem Festland verband. Dieser Eingriff, der die Meeres- und Küstenlandschaft veränderte, beeinflusste die Strömungsverhältnisse. Seitdem verlandet die Bucht, es bildeten sich Marsche, auf denen Schafe weiden.

Um die Verlandung zu stoppen, wurde von François Mitterand ein erstes Projekt initiiert, das aber aufgrund seiner enormen Kosten scheiterte. 1995 begann eine Neuauflage des Projekts Mont-Saint-Michel, diesmal mit erheblich verringerten Kosten (134 Millionen Euro). Das Projekt setzt sich aus drei Hauptbestandteilen zusammen:

  1. Ersatz der Dammstraße durch einen Fußgänger- und Zubringer-Steg auf Pfeilern, der der Strömung freien Lauf lässt.
  2. Herstellung eines Staudamms mit einem Staukammersystem an der Einmündung des Flusses Couesnon
  3. Verlagerung der Parkplätze auf das Festland. Der Mont ist damit zu Fuß oder mit den speziell entworfenen Shuttle-Bussen zu erreichen.

Hervorgehoben wurde von der Jury der „minimalistische, elegante und der Landschaft entsprechende“ Entwurf, der sich durch seine „Kontinuität in der Form und den ausgewählten Materialien der einzelnen Teilbereiche“ von den
anderen Entwürfen abhob.

Über die Jahrhunderte konnten der Fluss Couesnon und die Gezeiten die Sedimente zwischen Festland und Insel wegspülen. Doch durch die Errichtung eines Straßendamms 1879 versandete die Bucht. Nun soll die Bucht des Mont Saint-Michel mit Hilfe eines mehrjährigen Großprojektes renaturiert werden. Der Straßendamm soll abgetragen und 2009 durch eine Brücke ersetzt werden. Das Modell wurde von dem Stuttgarter Planungsbüro Schlaich- Bergmann und Partner sowie von dem Wiener Architekt Dietmar Feichtinger entworfen.
Quelle :

[1] baunetz.de

[2] Fotoserie bei Franceguide

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