Golden Gate Bridge: Weitere Fotos einer 75-Jährigen (1937-2012)

17. Jun.2012 um 11:12 pm | Veröffentlicht in AMERIKA, Brücken in den USA, Geschichte, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Die Golden Gate Bridge im hereinziehenden Nebel

Die Golden Gate Bridge in San Francisco unter dem hereinziehenden Nebel

Das Fort Point war bereits seit  da (erbaut 1853-1861), als die Brücke gebaut wurde und es mit einem Extrabogen überbrückte.

Blick auf den Brückenbogen vom Fort Point aus

Frankfurt/Main (DE): Eiserner Steg (1869)

03. Okt.2011 um 7:43 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Geschichte | Hinterlasse einen Kommentar
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Eiserner Steg Frankfurt/Main

Eiserner Steg in Frankfurt/Main-Fußgängerbrücke

ponton_Eiserner Steg

Ansicht des Treppenpotals mit Laterne und Brückennamen am Ostufer

Der Eiserne Steg in Fankfurt/Main ist eine Fußgängerbrücke über den Main. Sie verbindet die Stadtteile Römer und Sachsenhausen miteinander. Die Brücke ist 170 m lang. Die ursprüngliche Fußgängerbrücke wurde 1868/69 von Frankfurter Bürgern errichtet, verkündet ein Tafel auf der Römer-Seite der Brücke. Mit einem Kreutzer Maut refinanzierte man den Bau.

Eine Tafel am westlichen Ufer verrät die wichtigsten neuzeitlichen Daten. 1911/12 wurde die Brücke umgebaut, 1946 nach Sprengung im II. Weltkrieg wieder aufgebaut und 1992/93 renoviert. Grund für den Umbau 1911/12 war die niedrige Durchfahrtshöhe; die Pfeiler wurden aufgemauert, damit zukünftig keine Schiffe mehr an der Brücke hängenbleiben.

U-Profile (Profil 22) bilden den Obergurt der genieteten Brücke. An einer Stelle sind die Profile auch mit einem Stumpfstoß geschweißt worden, das ist wohl ein moderneres Material vom Um- oder Nachkriegswiederaufbau. Zahlreiche Marken verweisen auf die Hochwasserstände der letzten Jahrhunderte. Meistens war das Hochwasser im Januar oder Februar. Die höchste je verzeichnete Flut ist schon 1342 (Magdalenenhochwasser [2]) gewesen.

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Homer auf dem Portal des Eisernen Steges

Zwei Strompfeiler tragen die Portale. Ein Portal trug einen Spruch aus Homers Odyssee (I, 183): Auf weinfarbenem Meer segelnd zu anderssprachigen Menschen – auf Griechisch. Schon seit 1835 verkörperte dieser Spruch den Wunsch einer Bürgerinitiative nach einer Überquerung über den Main[1]. Heute sieht man den Spruch gleich gegenüber der Bankentürme der Frankfurter Skyline und es kommen einem noch ganz andere Gedanken.

Eine weitere Tafel verweist auf Goethes Osterspaziergang: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche. Der Main hat wohl über die Jahrhunderte so manches Eis erlebt.

Blick von Sachsenhausen nach Mainhatten

Blick von Sachsenhausen nach Mainhatten

Quellen:

[1] Homepage des Eisernen Stegs, zitiert am 03.10.2011

[2] Geschichte der benachbarten Alten Brücke bei de.Wikipedia,  zitiert am 03.10.2011

Liége (Belgien): Pont de Fragnée (1904)

27. Okt.2010 um 8:16 pm | Veröffentlicht in 1, Geschichte, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Pont de Fragnée in Liége

Mit Ornamenten geschmücktes gusseisernes Geländer des Pont de Fragnée

1901-1904 entstand die 175 m lange und 17,2 m breite genietete Stahlbrücke Pont de Fragnée über die Maas in Liége. Die Brücke wurde anlässlich der Weltausstellung (Exposition Universelle) 1905 gebaut. Als Modell für die Brücke diente die Pariser Brücke Alexander III.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Brücke zerstört und nach originalen Plänen wieder aufgebaut. Die nun statt  der ursprünglichen 16 m Breite auf  17,2 m verbreiterte Brücke konnte am 4. November 1948 wieder in Betrieb genommen werden.

Der Architekt aus Liége Paul Demany (1859-1912) gestaltete die Granitpylone, Brückepfeiler und die Balkone am Brückenauflager. Die Bronzeelemente entwarf und realisierte der Wallonische Skulpteur Victor Rousseau (1865-1954). Die Bronzefiguren auf den Pylonen symbolisieren Vieux fleuve (den alten Fluss) und Nouveau fleuve (den neuen Fluss). [nach 1]

Drei Felder aus parallelen Bogenpaaren (Kastenquerschnitt mit fachwerkartigen Stegen ähnlich der alten Bogenbrücke am Bahnhof Friedrichstraße) überspannen die Maas. Seit 1993 wurden die Metallteile gereinigt, gesandstrahlt und erhielten einen neuen Anstrich. Die Zugänge zur Brücke wurden erneuert. Das Denkmal erhielt eine neue Beleuchtung, die der britische Künstler Yan Kersalé entworfen hat. [2]

Fotos: Wallace, vielen Dank!

Quellen:

[1] Wikipedia/Pont de Fragnée auf Lëtzebuergesch, zitiert am 26.10.2010

[2] WorldWidePanorama, zitiert am 26.10.2010

Hamburg (DE): Rethe-Hubbrücke (1934)

19. Mai.2010 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Brückenschäden, Ersatzneubau, EUROPA, Geschichte, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Rethe-Hubbrücke-2006

Rethe-Hubbrücke-2006

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Rethehubbrücke 1980, im Hintergrund die Kattwykbrücke

Die Entwicklung des Hamburger Hafens ging eng einher mit der Möglichkeit den Hafen am anderen Ufer zu erweitern. Feste Brücken im Hafenbereich wären in jedem Fall der Endpunkt für die Seeschifffahrt gewesen. Im Jahr 1934 wurde die erste genietete Stahl-Hubbrücke im Hamburger Hafen als Wahl- und Sofortmaßnahme  zur Arbeitsbeschaffungspolitik der im Dritten Reich errichtet und bereits nach 15 Jahren am 20. Juni 1934 eröffnet. Die Brücke war mit ihren 50 m hohen Hubtürmen damals weltweit eine der größten ihrer Art und stellte mit der besonderen Finesse des vollständigen Gewichtsausgleiches zwischen Gegengewichten und Hubteil durch den Antrieb mit Gelenkzahnstangen unterschiedlicher Masse die „Krönung“ des Hubbrückenbaues dar [1].

Rethehubbrücke1934

Rethehubbrücke im Eröffnungsjahr 1934

Die Rethe-Hubbrücke überbrückt die Rethe. Mit einer Hubhöhe von 35,25 m wurde eine Durchfahrtshöhe von 42 m erreicht. Das entspricht der Durchfahrtshöhe des Nord-Ostsee-Kanales. Die Durchfahrtsbreite beträgt nur 55 m, obwohl die eigentliche Spannweite der Brücke 73 m ist. Der Grund dafür liegt darin, dass beim Bau, vorhandene Gleisführung genutzt wurden und die Brücke in Anpassung an diese örtlichen Gegebenheiten die Rethe unter einem Winkel von 63° überspannt. Die Rethe-Hubbbrücke im Zuge des Rethedamms trägt neben Straßen- und Fußgängerverkehr auch noch den Eisenbahnverkehr (s. Foto oben).[nach 1]

Reparaturschweißung Rethebrücke 1978

Reparaturschweißung an der Rethebrücke 1978

Geschichte

Die Rethebrücke hat eine wechselvolle Geschichte. 1934 wurde sie nach nur 15 Monaten Bauzeit eröffnet. Während des II. Weltkrieges wurde sie stark beschädigt. Bis in die Fünziger Jahre musste der noch vorhandene moderne Stahl als Reparationsleistung an die Siegermächte abgegeben werden. Daher wurden in Deutschland viele Brücken mit Hilfe von Reparaturschweißungen wiederhergestellt.  Es gab für diese Not-Reparaturen mit Altstahl sogar eine Norm in Deutschland. Es wurde aus den erwähnten Gründen vorwiegend alter Stahl (unberuhigter Flussstahl/ Thomasstahl) verwendet, der nicht schweißbar war.

1972 kollidierte ein Schiff mit dem schon im Krieg geschädigten östlichen Hauptträger, es trat vermehrt starke Korrosion auf. 1985 führte man aus wirtschaftlichen Gründen statt eines Neubaus eine Grundinstandsetzung mit einer angestrebten Restlebensdauer von 15 bis 20 Jahren durch. Teile wurden ausgetauscht und gleichzeitig wurde die Brücke um 11 m erhöht. [nach 1] Doch die Tage der Rethehubbrücke sind gezählt. Im Februar 2009 hatte sie einen (zum Glück kurzzeitigen) Ausfall wegen Lagerbruchs einer der acht Seilscheiben. [2] Am 09.03.2009 war sie wieder betriebsbereit. Die Reparaturdauer konnte dank eines innovativen Verfahrens deutlich verkürzt werden, das die Hamburger Spezialfirma Karstens in enger Zusammenarbeit mit der Hamburg Port Authority (HPA) entwickelt hatte. Es erlaubte den Austausch der defekten Teile in der oberen Endlage der Brücke.[3] Nach [2] war die alte Brücke, die bis 2012 durch einen Neubau (Klappbrücke) ersetzt werden soll, gerade 2008 umfassend repariert worden.

Fotos: 1980 und 2006: StellaMaris1947, vielen Dank! 1934 aus [1], Fotograf nicht bekannt, bitte informieren, wenn jemand Details kennt.

Quelle und mehr Details:

[1]  Jonetzki, H., Jonetzki, T. (2006). Brücken zwischen Hamburg und Harburg – Bauten, die Häfen verbinden.

[2] Verkehrsrundschau vom 17.02.2009, zitiert am 18.05.2010

[3] Verkehrsrundschau vom 09.02.2009, zitiert am 18.05.2010

Themse Brücken London (UK): Chelsea Bridge (1858, 1937)

12. Mai.2010 um 3:06 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in UK, EUROPA, Geschichte, Stahlbrücke, Themsebrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Chelsea Brücke in London

ponton-ChelseaLaterne

Laternenschmuck auf der Chelsea Brücke

Weißgestrichene aus Stahlplatten zusammengenietete und auf den Strompfeilern gelenkig gelagerte Pylone tragen die Seilbündel der Chelsea Brücke im Zuge der Chealsea Bridge Road. Die Chelsea Brücke überbrückt die Themse zwischen dem Londoner Stadtteil Chelsea und dem Battersea Park. Im Hintergrund steht eine  achtgleisige Eisenbahnbrücke mit drei Strompfeilern, die eiserne Bögen tragen.

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Chelsea Brücke und im Hintergrund flussabwärts die moderne Skyline

Die Chelseabrücke ist eine genietete Hängebrücke, deren Bau 1851 nach einem Entwurf des Ingenieurs Thomas Page begann. Die Kunstvoll verzierte Brücke erhielt zunächst auf jeder Uferseite Zollhäuschen. Im Jahr 1879 wurde sie mautfrei.[1]

Obwohl sie den Namen niemals formal erhalten hatte, wurde sie in den ersten Jahren nach ihrer Eröffnung 1858 als Victoriabrücke bekannt.

ponton-ChelseaBridgeHängerbefestigungAnHängekabel

Chelsea Brücke: Hängerbefestigung am Hängekabel

Die Namensänderung wurde aus der Angst heraus, die Brücke wäre nicht sicher genug, vorgenommen. 1880 wurde eine zusätzliche Kette hinzugefügt. Vierzig Jahre später empfahl man die ursprüngliche Brücke komplett zu ersetzen.

Die Abrissarbeiten begannen 1935. Die neue Hängebrücke erhielt stärkere Fundamente, die sich auf den Granit unter dem Flussbett abstützen. Die sechsspurige Straßenbrücke wird von 37 galvanisierten Stahlkabeln getragen. Die Laternen sind mit goldene Galeonen dekoriert.

Da während des Baus Douglastannen aus Kanada verwendet wurden, eröffnete der damalige Premierminister von Kanada, W.L. Mackenzie King 1937 die Brücke.

Quellen:

Fotos: Charly, thank you!

[1] Chelsea Bridge London Tourist Information, zitiert am 11.05.10

Berliner Spreebrücken: Treskowbrücke (1935)

12. Apr.2010 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Geschichte, Sanierung, Spreebrücke, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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ponton-Treskowbrücke von der Niederschöneweider Seite

Treskowbrücke von der Niederschöneweider Seite

Blick über die Treskowbrücke in Richtung Oberschöneweide

Blick über die Treskowbrücke in Richtung Oberschöneweide

Die Treskowbrücke verbindet die Berliner Stadtteile Niederschöneweide links der Spree und das frühere Industrieregion Oberschöneweide rechts der Spree im Stadtbezirk Berlin-Köpenick/Treptow.

In den Neunziger Jahren stellte die EU Fördermittel für die regionale Entwicklung zur Sanierung zur Verfügung. Eine Tafel an der Brücke erinnert an die finanzielle Unterstützung.

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Untersicht der Treskowbrücke

Die dreifeldrige Brücke mit zwei Strompfeilern und massiven durchlaufenden genieteten Vollwandträgern überspannt insgesamt 163 m Länge.  Gewaltige Laternen mit dem Design der letzten Sanierung 1999-2003 strahlen einerseits auf die Fahrbahn und etwas kleinere Laternen beleuchten die Fußwege. Die Laternenstile tragen gleichzeitig die Abspannung der Oberleitung für die in beide Richtungen verkehrende Straßenbahn.

Eine Besonderheit ist es, dass nur zweispuriger Autoverkehr in Richtung Norden nach Oberschöneweide erlaubt ist. Der Autoverkehr in Richtung Süden wurde dauerhaft  ebenfalls zweispurig über die Stubenrauchbrücke (und dort derzeitig über die sich zur Dauerlösung entwickelnde Behelfsbrücke) geleitet.

Public domain: Alte Treskowbrücke

Alte Treskowbrücke von 1905/ Wikimedia aus /1/

ponton-Lager auf w-Strompfeiler

Festlager auf dem südlichen Strompfeiler

Geschichtliches:

Die erste Treskowbrücke wurde 1905 nach Plänen von Karl Bernhard über die Spree gebaut. Damals, also vor der Gründung Groß-Berlins, war die Gegend noch Teil des Kreises Teltow-Barnim und so benannte man die Brücke nach dem dortigen Stadtrat von Treskow.

Diese Brücke wurde für den Verkehr zum rasant expandierenden Industriestandort  (Siemens [TRO], KWO, später WF) Oberschöneweide schnell zu schmal und so baute man 1935 einen Ersatzbau. Als sich der II. Weltkrieg dem offensichtlichen Ende näherte, sprengte die Deutsche Wehrmacht auch diese Brücke, wie so viele andere in Berlin.

ponton-ö-Rollenlager auf südlichem Pfeiler

Östliches Rollenlager auf dem südlichen Pfeiler

Zunächst mussten die Arbeiter dann auf einer hölzernen Behelfsbrücke von der S-Bahn zu ihren Arbeitsplätzen gelangen. Nach zügiger Bergung des  am Ende des zweiten Weltkrieges von der deutschen Wehrmacht  gesprengten Mittelteiles, der die Schifffahrt behinderte, begann man 1951 alle Teile zu richten und wieder zusammenzusetzen. Im Mai 1955 konnte die Brücke wieder in Betrieb genommen werden. Zunächst wurde die Route der Friedensfahrer über die Brücke gelegt, freigegeben auch für Fußgänger und Straßenbahnen. Als letztes erfolgte die Freigabe für den Autoverkehr.

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Tafel mit den Förderdetails der letzten Sanierung

Die mit den Teilen und nach dem Vorbild der Brücke von 1935 wiedereröffnete heutige Brücke ist nach [2] eine über drei Felder durchlaufende Trogbrücke mit außen (mittels Kragarmen) angehängten Gehwegen, deren massive Hauptträger die Gehwegen von der Fahrbahn abgrenzen. Die Brücke ist nach [2] für 60 Tonner freigegeben. Sie ist die längste stählerne Brücke über die Spree in Berlin. Zum Vergleich: Die Jannowitzbrücke ist nur 80 m lang und die Weidendammer Brücke sogar nur 73 m [2].

ponton Treskow GesamtQuellen:

[1] Karl Bernhard: Die Treskow-Brücke zu Oberschöneweide bei Berlin.Julius Springer Berlin, 1905.

[2] Berliner Brücken, Begleitbuch zur Ausstellung der Berliner Senats, 1991.

Teltowkanal TEK km 21,44: Lankwitz-Mariendorfer Brücke

12. Feb.2010 um 10:08 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Stahlbrücke, Teltowkanalbrücken | 1 Kommentar
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Mariendorfer Brücke-Fußgängerbrücke über den Teltowkanal

Mariendorfer Brücke-Fußgängerbrücke über den Teltowkanal

ponton-Mariendorfer Brücke

Holzbelag auf der Mariendorfer Fußgängerbrücke

Die Lankwitz-Mariendorfer Brücke überbrückt den Teltowkanal in Berlin-Tempelhof zwischen einer Eisenbahn- und S-Bahnbrücke in der Nähe des S-Bahnhofes Attilastraße und der Teubertbrücke im Zuge der Ringstraße bei Kilometer TEK 21,44 [1] als Fuß-und Radfahrbrücke.

Sie führt einen Weg der den S-Bahnhof Attilastraße parallel zum Bahndamm durch eine Kleingartenanlage mit der Lankwitzer Straße verbindet. Der  Bogen bildet ein filigranes Fachwerk. Horizontale Hänger tragen den mit Holz beplankten Fußweg.Die Profile zeigen die Aufschrift des Stahlherstellers Königshütte. Mit Königshütte  O/S ist wohl eher nicht die Ortschaft Königshütte im Harz gemeint, sondern das oberschlesische Königshütte im schlesischen Kohle- und Eisendistrikt bei Oppeln (heute Opole). In beiden Orten gibt es übrigens eine Jahrhunderte zurückreichende Hüttengeschichte

ponton-Bogenträger mit Aufschrift des Herstellers Königshütte

Bogenträger mit Aufschrift des Herstellers Königshütte o/s

Die Aufschrift enthält weiterhin die Information NP16, d.h. es handelt sich um ein Normalprofil mit 160 mm Profilhöhe.

Nach [1] liegt der Bezugspegel des Teltowkanals liegt im Mittel bei 32,37 m über NN [1]. D.h. in Berlin sind wir vorerst sicher, der Meeresspiegel liegt noch über 30 m niedriger…

Quellen:

[1] Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin, zitiert am 09.02.10.

ponton-Fachwerkbogen der Fußgängerbrücke mit Inschrift Königshütte o/s

Fachwerkbogen der Fußgängerbrücke mit Inschrift Königshütte o/s

Meiningenbrücke (1912)

08. Jan.2010 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Ersatzneubau, Geschichte | 11 Kommentare
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ponton-Meiningenbrücke

Meiningenbrücke von der östlichen Zingster Boddenseite gesehen

Meiningenbrücke über den Meiningenstrom

Meiningenbrücke über den Meiningenstrom: längster Überbau

Die Meiningenbrücke überbrückt den Meiningenstrom zwischen dem Zingster Strom und dem Bodstedter Bodden, die engste Stelle des Boddens zwischen dem Darss und der Barther Boddenseite, sie verbindet somit verbindet Zingst und Barth. Die Brücke besteht aus 14 rund 24,50 m langen parallelgurtigen Fachwerkträgern, einer 43,70 m langen Drehbrücke und einer weiter gespannten Fachwerkbrücke mit bogenförmigem Obergurt und einer Spannweite von 61,60 m [1]. Die Gesamtlänge beträgt 470 m [2].

Die Einwohner auf dem Darss verkünden es:  die Tage der alten genieteten Fachwerkbrücke sind gezählt, eine neue Brücke ist in Planung. Die Einheimischen sind am meisten betroffen, denn für die Fahrt über die Brücke muss man u.U. etwas mehr Zeit einplanen, vor allem an Hauptab- und -anreisetagen der Ostseetouristen.

Neben der Zufahrt über das Fischland ist diese einspurige Straßenbrücke im Winter wechselseitig mit Ampeln für den Verkehr freigegeben, der einzige weitere Zufahrtsweg auf die Halbinsel Fischland-Darss-Zingst. Im Sommer entlastet eine parallele Pontonbrücke (1980) den Verkehr. Die Pontonbrücke dient dann als Fahrspur in Richtung Bresewitz/ Barth, die alte Meiningenbrücke wird als Fahrspur in Richtung Prerow/Zingst freigeschaltet.

Meiningenbrücke-Drehbrücke

Meiningenbrücke-Drehbrücke

Geschichte

Die Brücke hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie wurde von 1908 bis 1912 im Zuge der Darssbahn als Eisenbahnbrücke gebaut. Dem Verkehr wurde sie bereits am 1.Dezember 1910 übergeben, obwohl die Bauarbeiten noch nicht vollendet waren. Eine weitere Brücke überbrückt das Vorland des Boddens zwischen Bresewitz und Pruchten, die Kloerbrücke (723 Meter). Die Betonpfeiler ruhen auf unzähligen Holzpfählen. Die Darssbahn fuhr bist 1947 nach Prerow. Dort steht heute eine alte Lokomotive vor dem zum Hotel umgebauten alten Bahnhof.

Durch den Mut der Zingster konnte eine Sprengung der Brücke am Ende des zweiten Weltkriegs verhindert werden, doch dann wurden die Gleise der Darssbahn wie so vieler Orts als Reparationsleistungen an die damalige Sowjetunion demontiert und abtransportiert.

ponton-Bf. Bresewitz

Bahnhof Bresewitz mit kleinem Museum der Darssbahn

Seitdem dient die  Meiningenbrücke nur noch als einspurige , rund 3,70 m breite Straßenbrücke. Der Bresewitzer Bahnhof wurde dann ab 1970 wieder aktiviert und diente dem Antransport von militärischem Bedarf für den NVA Standort Zingst [1]. Heute befindet sich am Bf. Bresewitz ein Minimuseum der Darssbahn.

Die Drehbrücke auf der Darsser Seite des Meiningenstroms wird zur Zeit im Winter nach [2] einmal in der Woche, doch nur bei Bedarf für die Schiffahrt 45 min lang geöffnet. Nur so gelangen Boote in den westlichen Bodden. Für kleine Ruderboote wird die Durchfahrtshöhe wohl auch so ausreichen.

Im Winter ist die Pontonbrücke nicht in Betrieb.

ponton-Meiningenbrücke mit Wildgänsen

Meiningenbrücke mit Wildgänsen

Quellen:

[1] de.wikipedia/Meiningenbrücke, zitiert am 07.01.10.

[2] Ostseeferieninfo, zitiert am 07.01.10.

Teltowkanal km 5,45: Vom Grenzübergang zum Fahrradweg

03. Okt.2009 um 3:41 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Geschichte, Stahlbrücke, Teltowkanalbrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Die verlassenen Autobahnbrücke über den Teltowkanal von unten

Die verlassenen Autobahnbrücke über den Teltowkanal von unten

Ansicht des Überbaus über den Teltowkanal

Ansicht des Überbaus über den Teltowkanal

Verlassen steht der ehemalige Zubringer zum Berliner Ring, eine Autobahnbrücke über den Teltowkanal mitten in der Natur. Auf der Fahrbahn ist die Natur schon eingezogen, Birken wachsen aus der Fuge am Fahrbahnübergang, die Wurzeln wuchern parallel zu den Stahlblechen die sie nicht durchdringen können.

Die ehemalige Autobahnbrücke ist heute zum Fahrrad- und Wanderweg geworden. Auf der südlichen Brückenseite schließt sich ein Sperrgraben an, so konnte es wirklich niemand versuchen, mit dem Auto auf oder über die Brücke zu gelangen.

Blick auf die Fahrbahn der Brücke mit drei Bäumchen an der Fahrbahnfuge

Blick auf die Fahrbahn der Brücke mit drei Bäumchen an der Fahrbahnfuge

Je vier gewaltige genietete Vollwandträger pro Richtungsfahrbahn spannen über zwei Felder, natürlich strompfeilerlos über den Kanal, wie wohl alle Teltowkanalbrücken.  Ein weiterer Überbau schloss sich auf der Südseite des Kanals an. Unter dem südlichen Überbau sind jetzt  die 1. Berliner Bogenschützen zu Hause. Eine schmale Brücke über den Sperrgraben weist ein Schild als Kleinmachnower Mauerweg, Nebenweg des Berliner Mauerweges aus.

Fahrradweg statt südlichem Überbau.

Fahrradweg (Sperrgraben) statt südlichem Überbau.

Geschichte:

Die Autobahnbrücke wurde 1939 im Rahmen der Anbindung der AVUS an den Berliner Ring gebaut. Gerade noch rechtzeitig Anfang Juli 2006 stellte das Brandenburger Denkmalsschutzamt die Brücke unter Denkmalschutz, und so konnte die Brücke vor dem Abriss durch den Senat verhindert werden.

Sicherheitsbedenken gab es zu keiner Zeit. Die seitlichen Geländer sind intakt, durch zusätzlichen Machendraht gesichert und die Zugänge sicher. Diskutiert wurde dann lediglich noch, ob der Sperrgraben zuzuschütten sei [2] .

1949 wurde hier der Kontrollpassierpunkt (KPP) Nowawes (heute Babelsberg) auf der Autobahnbrücke Richtung Helmstedt eingerichtet. Der Name, etwa Neue Siedlung, zeugt von slawischen Vorfahren in der Gegend. Seit 1952 war die Grenzübergangsstelle von Süd, Nord und Ost von Grenzanlagen umgeben. Seit 1969 führt die A115 weiter östlich über den Teltowkanal und der Grenzübergang wurde nach Dreilinden verlegt. [1]

Nebenweg des Berliner Mauerweges

Nebenweg des Berliner Mauerweges

Mit den Jahren brökelt das Material der Widerlagerwände auf der Südseite und die durch die Fahrbahn durchsickernde Feuchtigkeit bildet Stalaktiten, wohl aus dem Beton ausgewaschenen Kalzium wird mitrWasser zum Kalziumhydroxid, das an der Oberfläche mit dem Kohlendioxid zu Kalziumkarbonat reagiert.

Quellen:

[1] Aufschrift an einer Stele am Fuß der Brücke

[2] Potsdamer Neueste Nachrichten vom 14.07.06, zitiert am 29.09.09

Teltowkanalbrücken: Bäkebrücke (1906/ 1959-60)

13. Sep.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Geschichte, Stahlbrücke, Teltowkanalbrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Ansicht der Bäkebrücke entgegen der Strömung

Ansicht der Bäkebrücke entgegen der Strömung

Vier parallelurtige Fachwerkträger-Auflager

Vier parallelurtige Fachwerkträger-Auflager

Die Bäkebrücke ist eine genietete Stahlbrücke aus vier parallelgurtigen Fachwerkträgern mit obenliegender Fahrbahn. Sie kreuzt den Teltowkanal im Zuge der Bäkestraße bei km 17,56 (von ~38 km Gesamtlänge) und verbindet Lichterfelde Ost und West.

Gleich neben Brücke mündet heute die Bäke unterirdisch in den Teltowkanal. Die Bäke hieß früher Telte. Die Bäke (Telte) mündete früher in den Griebnitzsee. Von 1900 bis 1906  wurde der Teltowkanal gebaut. Dabei wurde am südwestlichen Ende weitgehen das Bett des wasserreichen Baches Bäke genutzt. [1]

Teltowkanal Uferweg

Teltowkanal Uferweg

Die Brücke ist eine zweispurige Straßenbrücke mit Parkstreifen und breiten Fußgängerwegen  auf beiden Seiten. 1959-60 wurde die Brücke sicher nicht gebaut, wie die Innschrift im Geländer besagt, damals wurde nicht mehr genietet. Man vermutet eher, dass dei Brücke bis 1960 grundsaniert wurde.

Entlang des Teltowkanals führt auf beiden Seiten eine idyllische Jogging-, Fahrrad- und Wanderweg.

Quellen:

[1] de.Wikipedia/Bäke (Telte), zitiert am 12.09.09

Brückenname im Geländer

Brückenname im Geländer

Ansicht vom Ufer links des Teltowkanals

Bäkebrücke von der Schulzbrücke aus gesehen

Mittelfeld der Bäkebrücke

Ansicht Bäkebrücke mit Schleppkahn

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