Moltkebrücke: Berlin 1891

04. Mai.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, 1 Brücken: Geografisch, Brücken in Deutschland, Spreebrücke, Stahlbetonbrücken, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Moltkebrücke aus Richtung Westen

Moltkebrücke aus Richtung Westen

Sandsteinverkleidung am Treppenaufgang zur Fahrbahnebene

Sandsteinverkleidung am Treppenaufgang zur Fahrbahnebene

Die Moltkebrücke wurde 1886–1891 als steinerne Nachfolgerin einer Holzbrücke von 1851 und einer sehr frühen schmiedeeisernen Bogenbrücke von 1865 unter der künstlerischen Leitung von Otto Stahn errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die stark beschädigte Brücke nur notdürftig wieder repariert und 1947 in Betrieb genommen.

Von 1983 bis 1986 musste die Brücke umfassend restauriert und modernisiert werden. Seitdem bilden Durchlaufträger über vier Felder mit quer-orientierter orthotroper Fahrbahnplatte, eingespannte bzw. einseitig gelenkig gelagerte Stahlbetonrahmen das statische System. Der rote Sandstein ist somit nur Verkleidung und nicht tragende Konstruktion.

Den Entwurf erarbeitete das Brückenbauamt der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen Berlin zusammen mit dem Planungsbüro Obermeier/München. Die reichhaltigen Verzierungen in Form von Sandsteinskulpturen und gusseisernen Leuchtern wurden erneuert. Die Erneuerung von 1983-1986 kostete 23,4 Mio DM.[1]

Anscht der Fahrbahnebene mit gusseisernen Leuchtern von Südosten

Anscht der Fahrbahnebene mit gusseisernen Leuchtern von Südosten

Die maximal zulässige Last ist auf ein 150-t Fahrzeug bemessen.

Die Moltkebrücke, die 1875 umbenannt worden war und vorher Unterseebrücke  hieß, steht heute unter Denkmalschutz. [1]

Heute können Spaziergänger unter dem südlichen Bogen an der Spree entlangspazieren. Sie Verkleidung mit gelbem Mauerwerk lässt von außen die eigentliche Tragkonstruktion nicht erahnen.

Quelle:

[1] Ausstellungskatalog der Senatsverwaltung SenBauWo Berlin zur Brückenausstellung Berlin 1991.

Portal mit geflügelten Löwen aus Sandstein

Portal mit geflügelter Sagenfigur (wohl der "Vogel" Greif?) aus Sandstein, im Hintergrund der Berliner Hauptbahnhof

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