Brücken im Bodetal/ Harz

24. Feb.2009 um 3:40 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Mauerwerksbrücke, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Schlanker Mauerwerksbogen über die Bode imHarz

Stahlbrücke über die Bode im Harz: Der Katerstieg

In Thale/ Ostharz werden viele Touristen mit einer  Kabinenseilbahn auf den Hexentanzplatz gebracht. Die Wanderfreunde kommen jedoch auf ihrer idyllischen Wanderung von Thale durchs Bodetal nach Treseburg oder weiter bis Altenbrak an den kleinen Brücken über die Bode vorbei.

Die Inschrift am Geländer  der ersten Brücke am Weg verrät den Namen und das Baujahr: Der Katerstieg am Waldkater wurde 1924 gebaut.

Der Sage nach verschonte an dieser Stelle ein Jäger einen zum Kater verwunschenen Weinpanscher und erhielt zum Dank einen Goldschatz, von dem er das Wirtshaus erbaute.[1]

Inschrift an der kleinen Stahlbrücke: Katerstieg 1924

Inschrift an der kleinen Stahlbrücke: Katerstieg 1924

Das Bodetal ist eine Schlucht der warmen und kalten Bode zwischen Treseburg und Thale im Ostharz. Das Bodetal ist etwa 10 km lang. Es steht seit 1937 unter Naturschutz. U.a. besteht das Gestein hier aus Grauwacke (einem alkalireaktiven Material), Quarzglimmer, Feldspat und Quarz.  Die Bode ist im Bodetal zwischen 7 und 25 m breit.[1]

Schlanke Mauerwerksbrücke über die Bode

Schlanke Mauerwerksbrücke über die Bode

Das Bodetal kann man wegen seiner Enge nur erwandern. Radfahren oder reiten ist nicht möglich. Wer den Weg über den Aussichtsfelsen Rosstrappe wählt ist zu Fuß ohnehin am besten beraten, denn er muss die Serpentinen durch die Schurre hinunter ins Tal.

Die zweite Brücke im Bodetal ist die schlanke Mauerwerksbogenbrücke, die Jungfernbrücke bei Königsruh.  An der Gaststätte Königsruh kann man eine Rast einlegen und dann zum Hexentanzplatz aufsteigen. Von dort führt dann auch ein Höhenweg in Richtung Treseburg. Der Sage nach dürfen nur Jungfrauen diese Brücke betreten, sonst stürze sie ein, doch das ist wohl seit langem widerlegt. [2]

Eine der Vorgängerbrücken ist eine Holzbrücke gewesen, die Ludwig Richter 1838 auf Stahlstichtafeln  dargestellt hat. 1904 war die Jungfernbrücke ebenfalls noch eine Holzbrücke, jedoch mit veränderter Konstruktion. Eine Ansichtskarte von 1930 zeigt bereits die heutige Mauerwerksbogenbrücke. Eine Tafel an der Brücke erklärt die Vorkommnisse: Am 30. Dezember 1925 fiel die Holzbrücke einem Hochwasser zum Opfer. Bereits 1927 wurde der steinerne Neubau eingeweiht.

Eine dritte Brücke im Bodetal ist die Teufelsbrücke, eine mit Holz beplankte Brücke aus geschweißten Stahprofilen, die sofort an ihrer Inschrift mit Teufelsgesicht zu erkennen ist.

Jetzt wird es Zeit, dass es Frühling wird und die Wanderer sich wieder selbst auf den Weg machen können.

Quellen:

[1] Wikipedia/ Bodetal

[2] Anhaltweb

Fotos: K.OE

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