Brücken auf Briefmarken

22. Dez.2008 um 3:53 am | Veröffentlicht in 3 Brückenbauer, 4 Brücken, Brücken in Deutschland, Briefmarken, EUROPA, Geschichte, Kultur, Mauerwerksbrücke, Schubert | Hinterlasse einen Kommentar
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DDR Briefmarke mit dem Erbauer J.A. Schubert

DDR Briefmarke mit dem Erbauer Schubert

DDR-Briefmarke mit Göltzschtalbrücke

DDR-Briefmarke mit Göltzschtalbrücke

Vor zwei Tagen erschien der post zur Göltzschtalbrücke auf diesem Blog. In diesem Zusammenhang fiel auf, dass viele Brücken als Motiv für Briefmarken gewählt wurden, zum Beispiel die Götzschtalbrücke und sogar ihr Erbauer Schubert, ehemaliger Professor aus Dresden. Professor Schubert hat nicht nur die Göltzschtalbrücke entworfen, sondern fuhr auch mit der ersten, ebenfalls von ihm entworfenen und auf der Briefmarke abgebildeten sächsischen Dampflokomotive SAXONIA.

Der Lehrstuhl Maschinenelemente der TU Dresden berichtet dazu in einem interessanten Artikel über eine frühe Form der Industriespionage:

England war zu Beginn des Eisenbahnzeitalters der übrigen Welt in der technischen Entwicklung um Jahrzehnte voraus. Die Monopolstellung des Inselreiches in der Produktion von Industriegütern und die unbegrenzten Möglichkeiten zum Export überallhin konnten freilich nicht lange unangefochten bleiben. Zwar galten etwa George und Robert Stephenson als keineswegs sehr auskunftsfreudige Fabrikanten, vielmehr suchten sie neugierige Besucher möglichst fernzuhalten. Trotzdem verstanden aus dem Ausland anreisende Interessenten immer wieder, unter irgendeinem Vorwand in der Stephensonschen Lokomotivfabrik wie auch in anderen Werken Einlaß zu finden, gelegentlich sogar für längere Zeit dort zu arbeiten und sich dabei nicht nur über die Konstruktionsmerkmale der Lokomotiven genau zu informieren, sondern auch das notwendige „Know how“ für den Bau von Lokomotiven im eigenen Land mitzunehmen.

Auf diese frühe Form von „Industriespionage“ geht auch der Bau der ersten einsatzfähigen deutschen Lokomotive durch den Dresdener Professor Johann Andreas Schubert zurück. Als Kind ärmster Eltern am 19. August 1808 in Wernesgrün im Vogtland geboren und von Stiefeltern in Leipzig aufgezogen, zeigte er so ausgeprägtes technisches Talent, daß er bereits mit zwanzig Jahren Mathematiklehrer und vier Jahre später Professor am Polytechnikum in Dresden wurde. Auf Kosten des sächsischen Staates reiste er 1834 nach England, sah sich eingehend auf der Liverpool – Manchester-Eisenbahn um und hatte als Wissenschaftler Gelegenheit, manchen Blick in Fabriken und Werkstätten zu werfen. Aus dem Gedächtnis vermochte er aufzuzeichnen, was er gesehen hatte. So konnte er später der industriellen Entwicklung Sachsens auf vielen Gebieten wertvolle Impulse geben.

Weitere Details fand ich heute bei me.tu-dresden.de.

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