Spreeparkbrücken in Berlin: im Dornröschenschlaf

05. Aug.2013 um 10:33 pm | Veröffentlicht in Brücken in Deutschland, EUROPA, Geschichte, Kultur | 7 Kommentare
Schlagwörter: , , , , ,
Die Schienen enden scheinbar im Nirgendwo

Sonntag im Spreepark: Die Schienen enden scheinbar im Nirgendwo

Früher, d.h. seit mindestens 12 Jahren wurde die Füßgängerbrücke noch benutzt...

Früher, d.h. vor mindestens 12 Jahren wurde die Fußgängerbrücke noch benutzt…

Die Natur holt sich den Spreepark zurück

Die Natur holt sich den Spreepark zurück

… doch seit eben diesen12  Jahren ist der Spreepark verwaist. Diesen „Lost Place“ hat sich die Berliner Bloggergemeinde für ihr diesjähriges Treffen ausgesucht. Die Idee kam eigendlich von Tonari, die vorher schon mal Probebesichtigen war. Wer sonst noch dabei war kann man bei Bigi lesen, die trotz des zugezogenen Himmels wunderschöne Kollagen vom Riesenrad zusammengestellt hat.

Kaum etwar ist vom ehemaligen 1969 eröffneten eröffneten VEB Kulturpark geblieben. Die wenigen idyllischen ursprünglichen Rohrdachimbisshäuschen sind nun auch ausgeräubert und hinüber.

Die Brücke wird scheinbar nur noch vom Drachen (boot) getragen...

Die Brücke wird scheinbar nur noch vom Drachen (boot) getragen…

Die Natur holt sich inzwischen den Vergnügungspark zurück, der noch Anfang der 1990ziger Jahre nach westlichen Maßstäben und gewaltigem Aufwand völlig umgebaut worden ist.Die Besucherzahlen aus den Jahren vor der Mauer von jährlich 1,5 Millionen Menschen wurden jedoch nie wieder erreicht.

Hin und wieder wird der Spreepark und damit die Brücke oben noch vermietet. Sänger kommen singend unter ihr hervor oder verschwinden traurige Abschiedslieder singend in den wuchernden Büschen hinter der Brücke. So ungefähr haben wir uns das im Spreepark im Berliner Plänterwald am letzten Wochenende berichten lassen.

ponton_SpreeparkOhneBootstourDas Interesse an Besichtigungen steigt zunehmend. Man muss sich ranhalten, wenn man noch eine Besichtigung mitmachen möchte, denn in diesem Jahr noch soll der Zuschlag an einen neuen Nutzer erteilt werden. Es sollen auch schon viele Interessenten da gewesen sein. Und alle mussten wieder gehen oder gaben auf. Doch auch Berlin erwägt einen Einstieg. Daher, so berichtet Christopher Flade, der die vielen Menschen durch den Park führte und die Geschichte des Parks richtig lebendig wiedergab, wurde das letzte Bieterverfahren im Juli 2013 abgebrochen, so dass der externe Bieter nicht einsteigen konnte. Das Gelände muss jedoch als Erbpachtvertrag weiterhin als Freizeitpark genutzt werden. Wenigstens das ist entschieden worden.

2013-08-04-3427

Quelle: Führung durch den Spreepark am 04.08.2013

Weiterlesen auf der Webseite des Spreeparks

Illustre Details: Hohenzollernbrücke in Köln

13. Mai.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Kultur, Rheinbrücken | 1 Kommentar
Schlagwörter: , , , , ,
Hohenzollernbrücke vom Deutzer Ufer aus gesehen

Hohenzollernbrücke vom Deutzer Ufer aus gesehen

Fußgängerweg über die Hohenzollernbrücke

Fußgängerweg über die Hohenzollernbrücke

Als Ergänzung zum Artikel zur Hohenzollernbrücke vom 6. November 2008 soll der heutige post eine ganz außergewöhnliche Tradition vorstellen, die ich noch nirgendwo auf der Welt gesehen habe. Die Hohenzollernbrücke besteht aus einem genieteten (südlichen) und zwei geschweißten (nördlichen) parallelen Überbauten über je drei Felder mit je zwei Bahngleisen.

Flussaufwärts der genieteten Bögen befindet sich noch ein Fußgängerweg. Von den Eisenbahngleisen ist dieser Fußgängerweg nur durch die genieteten Bogen und einen Drahtzaun getrennt. Und dieser Drahtzaun wird von Kölner Liebespärchen offensichtlich dafür genutzt die Liebe durch einzelne oder verschlugenen Vorhängeschlösser für immer zu dokumentieren.

Es gibt Schlösser mit Namen oder… Schlösser die Enttäuschungen verschließen.

Illustrer Drahtzaun neben den genieteten Hängern des genieteten Bogens

Illustrer Drahtzaun neben den genieteten Hängern des genieteten Bogens

CIMG1105CIMG1092CIMG1089CIMG1094CIMG1083

Älteste Eisenbrücke: Ironbridge gorge über den Severn

10. Mai.2009 um 3:03 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in UK, EUROPA, Geschichte, Gusseisenbrücke, Kultur | 1 Kommentar
Schlagwörter: , , , , ,

Die 30 m lange Ironbridge über den Severn bei Coalbrookdale, Telford, steht dort seit 1779. Bis heute wird Eisenbrücke für einzelne leichte Transporte und von Fußgängern genutzt und ist die älteste Eisenbrücke der Welt. Sie steht nicht zufällig in der Nähe der ersten Eisenwerke im englischen Coalbrookdale, dem Darby-schen Zentrum der Eisenherstellung.

1773 schlug Thomas Pritchard, Architekt aus Shrewsbury, vor, eine große Brücke aus dem inzwischen mit neuartigen Verfahren, in größeren Mengen und billiger gewonnenen Eisen zu bauen. Er erarbeitete mehrere Entwürfe. Pritchard starb 1777, einen Monat nach Beginn der Bauarbeiten, und sah seine vollendete Brücke leider nicht mehr.[1]

Abraham Darby III erhielt den Auftrag für die Ausführung. Darby  hatte das Eisenwerk von seinem Großvater und Vater gleichen Namens geerbt. Er erweiterte das Unternehmen erfolgreich und verfügte 1784 bereits über 8 Hochöfen und 30 km Schienenweg für innerbetrieblichen Transport. Der Großvater Abraham Darby I hatte den Sandformguss patentiert, den Ersatz der  Holzkohle durch Steinkohle vorangebracht, später Koks verwendet sowie die Bindung des hohen Anteils Schwefels in der Kohle durch Kalk eingeführt. [2]

Pritchards Entwurf wurde leicht verändert. Über den Bau selbst ist wenig bekannt, außer einem Aquarell, das in Stockholm im Museum zu sehen sein soll. Weiterhin ist nicht klar, ob die Eisenherstellung in einem Prozess erfolgte, oder ob das gewonnene Roheisen noch einmal aufgeschmolzen wurde und dann erst in die Sandform gegossen wurde. Fünf schmiedeeiserne Bögen überspannen seit 1779 den Severn, 1781 wurde sie dem Verkehr übergeben und löste die Fähre ab.[nach 1]

Heute heißt die ganze Ortschaft an der Brücke Ironbridge. Es gibt ein Museum und die Coalbrookdalebridge steht mit als Industriedenkmäler im Tal von Ironbridge (K/1986) seit 1986 auf der UNESCO-Liste des Welterbes. [3]

Die gleichnamige 30 Meter lange Eisenbrücke über den Fluss aus dem Jahre 1779 war weltweit die erste Eisenbrücke und gab nicht nur der Ortschaft, sondern auch der Schlucht, die mit der Brücke überspannt wurde, den Namen. Diese hieß zuvor Severn Gorge. Dabei überspannen jeweils 5 eiserne Bögen, die nach Zimmermannsbau verbunden sind, die Abstände zwischen den steinernen Pfeilern und tragen eine schmale Fahrbahn, die in der Bogenmitte abknickt.[1]

Weitere alte Eisenbrücken in England sind die gusseiserne Brücke über den Fluss Wear in Sunderland im County Durham (1796) oder die Buildwas Bridge bei Coalbrookdale nach einem Entwurf von Thomas Telford (1795). [1]

Quellen:

[1] Ironbridge Museums, mit Bildern und Fotos, zit. 09.05.2009

[2]Wikipedia/Abraham Darby I und III, zit. 09.05.2009

[3] Welterbeliste, zit. 09.05.2009

Berlin: Die Brücke zum schönsten Wartestrand der Welt

06. Apr.2009 um 3:18 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Brückenneubau, EUROPA | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , ,
Blick auf die andere Spreeseite

Blick auf die andere Spreeseite zum Regierungsviertel

Untersichtder Fußgängerbrücke zum Wartestrand

Untersichtder Fußgängerbrücke zum Wartestrand

Am neuen Berliner Hauptbahnhof kreuzen sich die ICE Linien von Süd nach Nord und West nach Ost. Das Kreuzungsbauwerk am Berliner Spreebogen ist einer der modernsten Europäischen Kreuzungsbahnhöfe. An der Ausfahrt in Richtung Osten auf der OST-Westtrasse schließt sich die Humboldthafenbrücke an. Das aus Stahlrohren und Betondruckzone im Scheitel ist sie eine außergewöhnliche Architektur und Konstruktion. Sie wurde mit dem deutschen Brückenbaupreis 2008 ausgezeichnet.

Ausblick von der Fußgängerbrücke auf den Spreestrand

Ausblick von der Fußgängerbrücke auf den Spreestrand

Der architektonisch (Marg & Partner, Hamburg) und konstruktiv (Schlaich, Bergermann und Partner, Stuttgart) anspruchsvolle Berliner Hauptbahnhof wurde 2006 pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft eingeweiht. Damals war es noch nicht so bekannt: Der Berliner Hauptbahnhof hat den schönsten Wartestrand der Welt. Gleichzeitig entstand auch eine, zunächst im Hinblick auf ihre derzeitige Bedeutung, nicht nur als Fußgängerverbindung zum Regierungsviertel, sondern auch zum Wartestrand weniger beachtete, Füßgängerbrücke.

Geländer und tragende Konstruktion

Geländer und tragende Konstruktion

Eine stählerne Brücke bringt den Wartenden vom Hauptbahnhof auf die andere Uferseite der Spree. Zwei geschweißte Stahlträger als Hauptträger tragen die Konstruktion . Der Wartende kann stufenlos seinen Koffer über die Brücke rollen. Die Holzbeplankung macht die Kühle der Stahlkonstruktion irgendwie weniger kühl. Die Fußgängerbrücke überspannt die Spree strompfeilerfrei von Ufer zu Ufer. Pünktlich am vorösterlichen Wochenende kam die Sonne aus ihrem Winterversteck und die Berliner kamen in die Spreestrandbar am Berliner Hauptbahnhof. An den massigen Stahlträgern ist die Beleuchtung angebracht, die die innenliegenden Stahlgeländer und den Fußweg beluchten.

Gleich nebenan: Ruhepol unter Minibrücken

Gleich nebenan: Ruhepol unter Minibrücken

Duisburg: Living Bridge

03. Apr.2009 um 2:59 am | Veröffentlicht in Brücken in Deutschland, Brückenneubau, EUROPA, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Der Hamburger Architekt Hadi Teherani präsentierte bereits 2007 auf der EXPO in München sein Projekt für die Belebung des Geschäftslebens in Duisburg: eine Living Bridge über die Ruhr. Eine bewohn- und erlebbare Brücke, 230 Meter lang, 20 Meter breit und bis 43 Meter hoch, die einen riesigen halb kreisförmigen Bogen über die Ruhr spannen soll.

Geschäfte, doch auch Wohnungen und vielleicht sogar ein Hotel sollen in dem exklusiven 12 stöckigen Brückenbogen entstehen. Der Quadratmeter Wohnfläche sollte etwa 5000 € kosten. Sogar Tiefgaragen sollen mit geplant werden.

Architekt Hadi Teherani sagte 2007: Eine dynamische und spontane Stadt wie Duisburg sollte ihr spannungsvolles Verdichtungspotential nutzen, um mit innovativen Wohnmodellen ein anspruchsvolles Publikum zu gewinnen. Das zeitraubende Einfamilienhaus weit draußen ist längst nicht mehr das Ziel aller Träume. Die Living Bridge ist eine Synthese aus höchster Standortqualität am Wasser, weitem Ausblick, dynamischem Tragwerk, Terrasse als Gartenersatz und Wohnhausqualitäten in reizvoller Verdichtung.[1]

Am 29.03.09 meldete die WAZ Mediengruppe, es wurde jetzt der Masterplan Ruhr 2008 vorgelegt. Zwar gibt es den politischen Willen zum so genannten Leuchtturmprojekt, so Stadtentwicklungsdezernent Jürgen Dressler, doch fehlt in Zeiten der Finanzkrise das Geld….Jürgen Dressler hält an der Vision der „Living Bridge“ fest – aus Überzeugung….aber: Der Blick müsse mehr und mehr auf das Bestehende gelenkt werden.[2]

Quelle:

[1] Stadtentwicklung Duisburg (mit Modell)

[2] WAZ Mediengruppe, 29.03.09

Vietnam: Unesco Kulturerbe in Hội An

25. Mrz.2009 um 3:31 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Vietnam, Geschichte, Kultur, Living Bridges, Mauerwerksbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , ,
Überdachte Brücke in Vietnam

Überdachte Brücke in Vietnam

Überdachte Brücken gibt es nicht nur in Europa. Die heute vorgestellte asiatische Brücke,  steht in Hội An (Ort am Meer), in Vietnam. Der Stil ist beeinflusst von japanischen Einwanderern, die sie einst bauten.

Das kleine Hafenstädtchen liegt 30 km südlich von Danang und liegt an der Mündung des Sông Thu Bồ. Die Stadt gilt als Hafen der Seidenstraße, er war einst der Größte Südostasiens, doch erst 1630 wurde Hội An erstmals auf einer Karte verzeichnet. Die Altstadt von Hội An gehört seit zum UNESCO-Weltkulturerbe Weltkulturerbe.[1]

Geschichte

Schon vor 2000 Jahren wurde Hội An gegründet und entwickelte sich zum wichtigen Hafen. Bereits vom 4.-10. Jahrhundert, unter der Cham-Dynastie legten im Hafen von Hội An Segelschiffe aus Persien, Arabien, Indien und China am Hafen an. Vom 16. – 19. Jhd. erlebte Hội An seine Blütezeit, war ein bedeutender Handelshafen. Chinesen und Japaner wanderten ein, man betrieb Handel mit Europa, dem Vorderen Orient und Asien, insbesondere Handel mit Porzellan, Lacken, chinesischer Medizin, Keramik und Seide. Als der Hafen im 19. Jahrhundert versandete, baute die französischen Kolonialmacht einen Hafen in Da Nang und Hội An geriet in Vergessenheit. So blieb die Altstadt erhalten.[2]

Die Brücke

Die kleine überdachte Brücke in Hội An heißt Chùa Cầu – die Japanische Brücke. Das Baujahr der Brücke ist nicht bekannt, aber das die Brücke soll im 17. Jahrhundert gebaut worden sein. Die japanische Brücke ist das Symbol Hội An´s. [1] Lt. [2] wurde sie vor 400 Jahren gebaut und erfüllt ihre Funktion als Fußgängerbrücke bis zu heutigen Tag. Sie verbindet die Stadtviertel der zugewanderten Han-Chinesen und japanische Seefahrer.

In der Mitte der Brücke steht ein kleiner Schrein, die typischen asiatischen Ballonlampen beleuchten die Brücke. Der Tourismus hat die Chùa Cầu-Brücke bereits entdeckt.

Legende

Der lokalen Legende zufolge wurde die Bruecke gebaut, nachdem Japan mehrfach von verheerenden Erdebeben heimgesucht worden war, fuer das ein Ungeheuer verantwortlich gemacht wurde, dessen Kopf in Indien, dessen Schwanz in Japan und dessen Herz in Hoi An liegen sollte. Die einzige Loesung des Problems sah man im Bau einer Brücke, die mit ihren Steinpfeilern ein „Schwert“ in das Herz des Ungeheuers rammen sollte.[3]

Quellen:

[1] Wikipedia/Hội An

[2] Schätze der Welt/Hội An mit Film (23.03.09)

[3] Reisebericht/Vietnam (23.03.09)

UNESCO-Cultural Heritage

Foto:  Irma (Thank you!)

Berlin: Schleusenbrücke

02. Mrz.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Geschichte, Spreebrücke, Stahlbrücke | 1 Kommentar
Schlagwörter: , , , , ,
Aufschrift am Geländer der Schleusenbrücke

Aufschrift am Geländer der Schleusenbrücke

Schleusenbrücke 2008

Schleusenbrücke 2008, , im Hintergrund das ehemalige Staatsratsgebäude mit dem historischen Fassadenabschnitt des Berliner Schlosses

Im Jahr 1937 musste die alte Schleusenbrücke in der Mitte Berlins einem Neubau weichen, als der Spreekanal nach dem Umbau der Mühlendamm-staustufe verbreitert wurde. Die Gesamtlänge der neuen  heute noch vorhandenen Stahlbrücke beträgt 23,9 m,  also weniger als die Breite (24,4 m). Die Stützweite des einfachen Überbaus übeträgt 19,7 m.

Berliner Spreeinseln 1650

Berliner Spreeinseln 1650

Stadtansicht 1688

Stadtansicht 1688

Die je vier Medaillons in den beiden Geländern stammen u.a. von den Bildhauern Robert Schirmer und Otto Markert(je zwei), die  aus den Geländern  der   zu kurz gewordenen Vorgängerbrücke übernommen wurden. Das Geländer der Vorgängerbrücke war beim Neubau verlängert und konnte (1939 eingesetzt) weitgehend wieder verwendet werden.

Dargestellt werden historische Motive aus der Geschichte Berlins: Die heutige Mueumsinsel vor 350 Jahren, Handelsszenen an der Schleuse und Stadtansichten.

Brüstungspfeiler und Widerlager sind mit Granit verkleidet.  Die Stahlkonstruktion besteht aus Walz-(St52) und Blechträgern (St 37) .

Überqueren muss man die Schleusenbrücke, wenn man vom Gendarmenmarkt auf kürzestem Weg zum Alexanderplatz möchte, vorbei an der Friedrichwerderschen Kirche, gleich hinter dem symbolischen Modell der historischen Schinkelschen Bauakademie, schon ist man an der Schleusenbrücke.

Berlin 1657

Berlin 1657

1774 Handel an der Spree

1774 Handel an der Spree

Quelle:
Katalog zur Ausstellung Berliner Brücken, SenBauWo 1991
Fotos: ponton

Toledo: Puente de San Martin

01. Feb.2009 um 3:13 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Spanien, EUROPA, Geschichte, Mauerwerksbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , ,
KOE

Puente San Martin Quelle: K.OE

Eine Bogenbrücke  aus Natursteinmauerwerk liegt östlich des historischen Stadtkerns von Toledo in Spanien unterhalb des Klosters San Juan de los Reyes. Die Puente de San Martin überquert den Tajo (Tagus) in Toledo.

Gemauerte Verteidigungstürme begrenzen die Brücke auf beiden Uferseiten. Während der erste der beiden Türme bereits im 13. Jahrhundert errichtet wurde, entstand der neuere Verteidigungsturm erst im 16. Jahrhundert . Der innere Turm ist durch An- und Umbauten während der Herrschaft Karls II. stark verändert worden, während die Außenseite immer noch die gerippten Dachgewölbe, Spitzbögen und Hufeisenbögen aufweist. [1]

Der mittlere der fünf Natursteinmauerwerksbögen überspannt 40 m, eine für die damalige Zeit außergewöhnliche Spannweite. [2] Die Brücke dient heute dem Fußgängerverkehr.

Die Puente de San Martin ersetzt eine Vorgängerbrücke in der Nähe aus dem 11. Jahrhundert. Sie wurde nach [1] im Bruderkrieg zwischen Peter I. und Heinrich II. zerstört und schließlich auf Befehl von Bischof Pedro Tenorio wieder aufgebaut. Der Erzbischof Pedro Tenorio ließ die Brücke über die Tajoschlucht als westlichen Zugang zur Altstadt von Toledo bauen. Die jetzige Brücke, im gothischen Stil erbaut, stammt aus dem 14. Jahrhundert. 1921 wurde die Brücke zum nationalen Monument erklärt.[3]

Quellen:

[1] toledo-turismo

[2] Wikipedia, Puente San Martin, (01.02.09)

[3] spain-info

Berlin: Abriss beschlossene Sache – Ist die Allendebrücke nicht zu retten?

19. Jan.2009 um 3:57 am | Veröffentlicht in 1, 1 Brücken: Geografisch, Brücken in Deutschland, Brückenschäden, EUROPA, Stahlbetonbrücken | 1 Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , ,

Allendebrücke Ansicht von SO

Salvator-Allende-Brücke von Süd-Osten aus

1 Salvator-Allende-Brücke von Süd-Osten aus

Der Abriss und Neubau der Berliner Salvador- Allendebrücke ab 2013 sind beschlossene Sache, berichten in der letzten Woche viele Zeitungen, z.B. berlinonline.de[1], welt-online[2] unter Bezugnahme auf Mitteilungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Seit 2004 sind Risse im Bauwerk zu finden und werden seitdem beobachtet. Akute Gefahr besteht nicht. Langfristig soll jedoch eine sichere Verbindung zwischen Köpenick und den nördlich von Müggelsee und Spree gelegenen Ortsteilen, z.B. Friedrichshagen und Rahnsdorf geschaffen werden. Vor 1981 gab es keine Brücke an dieser Stelle, inzwischen ist es eine der meistbefahrensten und wichtigsten Brücken im Stadtbezirk Köpenick.

Der östliche Überbau vom nördliche Widerlager aus gesehen

2 Der östliche Überbau vom nördliche Widerlager aus gesehen

Die Kosten für eine Instandsetzung seien nicht abschätzbar, sagt Eva-Maria Foth von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung [1].

Als Ursache für die in den Veröffentlichungen zitierte Strukturzerstörung des Betons vermutet man Alkalikieselsäurereaktionen, die bei zu hohen Gesamtalkalianteil im Beton aus dem Zement und den Gesteinskörnungen und extrem ungünstigen Bedingungen wie Feuchtebeanspruchung.

Fahrbahnübergang Nord-Ost (Richtung Friedrichshagen)

3 Fahrbahnübergang Nord-Ost (Richtung Friedrichshagen)

Die Verbindung ist die einzige Brücke über die Spree zwischen der Köpenicker Damm-Brücke und der Triglawbrücke östlich des Müggelsees in Hessenwinkel. Die Salvador-Allende-Brücke ist eine über fünf Felder durchlaufende Stahlbetonkonstruktion. Jede der beiden zweispurigen Richtungsfahrbahnen wird von einem Hohlkastenträger getragen. Die Durchlaufkonstruktionen stützen sich auf je drei Strompfeiler und die Widerlager. Die beiden jeweils nebeneinander angeordneten Strompfeiler der beiden Überbauten haben ein gemeinsames Fundament.

Ist die Allendebrücke nicht zu retten?

Betonwand Rampe Nord-Ost mit einem langen Riss

4 Betonwand Rampe Nord-Ost mit einem langen Riss

Vor Ort sieht man keine offensichtliche großflächige Materialzerbröckelung, keine großflächigen Netzrisse typisch für AKR-Treiben. Hier und da eine Arbeitsfuge, aber die ist sicher schon seit Anbeginn dort und ohne massive visuell erkennbare zerbröckelnde Schädigung. Die Betonwände der Rampen sowie das Geländer aus Beton erscheinen weitgehend OK, visuell im Spritzwasserbereich offensichtlich kaum geschädigt. Im Rampenbauwerke Nord-Ost ist ein Riss (Bild 4) zu sehen, der ggfs. auch eine Arbeitsfuge vom Bau sein kann (?).

Westlicher Überbau von Nord-West

Westlicher Überbau von Nord-West

Da kann man zumindest nachvollziehen, dass sich die Verantwortlichen des Stadtbezirkes wundern. Der Köpenicker Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) wußte nach [1] nichts von der Abrissentscheidung und hat zunächst wichtigere Projekte im näheren Umfeld abzuschließen.

Sicher, das nordöstliche Widerlager und der Fahrbahnübergang des östlichen Überbaus in Richtung Friedrichshagen ist sanierungsbedürftig. Aber deswegen die ganze Brücke abreißen?

Vermutlich hat der Senat Gründe für den Abrissbeschluss, wie z.B. schlechte Bewertung nach DIN 1076/ Ri EBW Prüf, Gutachten, Dauerüberwachung oder eine AKR-Analyse an Bohrkernen.

Fahrbahn mit FahrspurrillenMitte zwischen den ÜB von NBetonwand Rampe NOAnsicht von Hirschgarten (NO)Quellen:

[1] berolina-online, Textachiv 15.01.09

[2] Welt-online. 15.01

Weitere Informationen (gefunden am 30.05.09 bei de.wikipedia)

Kleine Anfrage der SPD-Fraktion in der BVV Treptow-Köpenick vom Januar 2008 bezüglich notwendiger Brückenarbeiten im Bezirk, mit Antwort

Berlin: Friedrichsbrücke

11. Jan.2009 um 3:39 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Geschichte, Kultur, Sanierung, Spreebrücke, Stahlbetonbrücken | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,
Friedrichsbrücke am Berliner Dom

1 Friedrichsbrücke am Berliner Dom (Nord--> Süd) Quelle: ponton

(nach: Katalog der Ausstellung Berliner Brücken, 1991) Die 69,3 m lange Friedrichsbrücke wurde in der DDR als Spannbetonbrücke im Freivorbau (Entwurf und Bau: Autobahnbaukombinat) errichtet. Sie überbrückt die Spree, die hier Ende des 19. Jahrhunderts zum Spreekanal ausgebaut wurde. Im Gegensatz zur Vorgängerbrücke gibt es keine Strompfeiler und die größere Durchfahrtsbreite ist für den inzwischen stark befahrenen Spreekanal auch erforderlich. Die vier Obelisken der alten Vorkriegsbrücke zierten über Jahre hinweg ein hölzernes Provisorium, bis im Jahr 1982 dieser Spannbeton- Zweigelenkrahmen die Übergangslösung ersetzte. Die vorhandene Gründung der Vorgängerbrücke von 1892/93 wurde wiederverwendet. So wie die Behelfsbrücke ist auch die jetzige Brücke als 12,5 m breite Fußgängerbrücke genutzt. Die Obelisken tragen jedoch im Unterschied zur Vorkriegszeit keinen preußischen Adler mehr.

Friedrichsbrücke vor 1945

2 Berlin: Friedrichsbrücke vor 1945, Blick in Richtung Alte Nationalgalerie (Süd--> Nord) Quelle: Katalog Berliner Brücken, k.A. zum Fotografen

Der Spannbetonüberbau wird aus einem zweizelligen gevouteten Hohlkasten gebildet. Das Sandsteingeländer hat balustradenartige Durchbrechungen und lehnt sich damit an die historische Vorgängerbrücke an. Die zweiarmigen Leuchter sind in Anlehnung an zeitgenössische historische Vorbilder nachgestaltet, jedoch völlig anders als die Leuchter auf der Vorgängerbrücke (s. Bild 2).

Für den Fußgänger auf der Brücke wird der Blick auf die Berliner Museumsinsel mit seinen einmaligen Museen und dem Berliner Dom unvergesslich bleiben.

Nächste Seite »

Bloggen auf WordPress.com.
Entries und Kommentare feeds.