Die 3 schönsten (Brücken-) Fotos 2012

30. Dez.2012 um 12:45 am | Veröffentlicht in Brücken in den USA, Brücken in Deutschland, Brücken in Portugal, EUROPA, Stahlbrücke | 3 Kommentare
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Bei Tonari habe ich die Idee gesehen, zum Jahresende aus den Fotos des Jahres 2012 die für mich beeindruckendsten auszuwählen. Auf meinem Blog sind das natürlich Brückenfotos: Die Auswahl ist ziemlich schwer. Nur der Favorit ist für mich eindeutig:

Die Geburtstagsbrücke: Die Golden Gate feierte in diesem Jahr den 75. Geburtstag und es war ein Traumwetter vor Ort.

Die Golden Gate Bridge im hereiziehenden Küstennebel

Die Golden Gate Bridge im hereiziehenden Küstennebel

Das zweite Bild ist aus dem Pegnitztal, eine von vielen alten genieteten Stahlbrücken aus zwei Bauphasen:

Untersicht einer Pegnitztalbrücke, stellvertretend für alle alten Stahlbrücken der Deutschen Bahn im Pegnitztal

Untersicht einer Pegnitztalbrücke, stellvertretend für alle alten Stahlbrücken der Deutschen Bahn im Pegnitztal

Bein dritten Bild musste ich mich entscheiden: zwischen den Betonbrücken von Calatrava, die sich teilweise unter der Bahnhofskonstruktion befinden und dem Bahnhofsdach, ebenso von Calatrava, das letztendlich den Sieg in der internen Auswahl davon getragen hat: Der Bahnhof Oriente in Lissabon. Ein Artikel dazu wird 2013 folgen.

Der Bahnhof Oriente von Calatrava steht teilweise auf einer Betonbrücke von Calatrava.

Der Bahnhof Oriente von Calatrava steht teilweise auf einer Betonbrücke von Calatrava.

Calatrava in Berlin: Kronprinzenbrücke (1996)

06. Mai.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in Brücken in Deutschland, Spreebrücke, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Kronprinzenbrücke vom südöstlichen Spreeufer aus

Kronprinzenbrücke vom südöstlichen Spreeufer aus

Südlicher Uferweg

Südlicher Uferweg

Seit 1996 verbindet  die neue Kronprinzenbrücke die Berliner Stadtteile Mitte (Ost) mit Tiergarten (West). Sie wurde als erste neue Verbindung über die Spree zwischen den geteilten Stadthälften Berlins an der Stelle errichtet, an der die im zweiten Weltkrieg  stark beschädigte alte Kronprinzenbrücke von 1879 stand. Sie erhielt ihren Namen vom damaligen Kronprinzen Friedrich III. Wie es für die Spree typisch war, spannte die schmiedeeiserne Brücke über drei Felder (wie die Marschallbrücke) mit großer Mittelöffnung zwischen zwei Granit verkleideten Strompfeilern. [nach 2]

Die Brücke wurde zunächst repariert, wurde aber nach dem Bau der Mauer 1961 gesperrt und 1972 entfernte man den Überbau.

Den Neubau entwarf der spanische Architekt Santiago Calatrava mit dem Ingenieurbüro PSP.

schräge Abstützung der orthotropen Fahrbahnplatte auf der Rohrkonstruktion

schräge Abstützung der orthotropen Fahrbahnplatte auf der Rohrkonstruktion

Um die Bedeutung dieses verbindenden Elementes zwischen den ehemals getrennten Stadthälften zu würdigen, wurde der Wiederaufbau der Kronprinzenbrücke über die Spree (1992-96) mit einer Kostenbeteiligung von 11,0 Mio. DM aus dem Entwicklungsfonds der Europäischen Gemeinschaft unterstützt [1].

Zwei über drei Felder spannende Rohrkonstruktionen tragen eine durchlaufende orthotrope Fahrbahnplatte. Zuganker in den Widerlagern nehmen die aus den Verkehrslasten der großen Mittelöffnung resultierenden abhebenden Kräfte auf.  Durch die Anordnung von in Brückenlängsrichtung verschieblichen Lagern gehen nur vertikale Lasten und Horizontallasten quer zur Brückenachse auf die flussseitigen Stahlpyramiden des Unterbaus [1]. Halogenscheinwerfer strahlen nachts die Brücke an.

Aus Sicherheitsgründen mussten die tragenden Teile durch eine massive Konstruktion gegen Schiffsanprall (Schifffahrtsleiteinrichtung) geschützt werden.

Historische Kronprinzenbrücke (Ausstellungskatalog Berliner Brücken 1991, SenBauWo)

Historische Kronprinzenbrücke (Ausstellungskatalog Berliner Brücken 1991, SenBauWo)

Quellen:

[1] Stadtentwicklung Berlin/Kronprinzenbrücke

[2] Wikipedia/ Kronprinzenbrücke

[3]Ausstellungskatalog Berliner Brücken 1991, SenBauWo

Spreebrücken: Calatrava in Berlin

12. Dez.2008 um 3:42 am | Veröffentlicht in 4 Brücken, Brücken in Deutschland, Brückenneubau, Calatrava, EUROPA, Geschichte, Kultur, Spreebrücke, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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ponton

Oberbaumbrücke, Ansicht in Richtung Westen, Quelle: ponton

Lange war sie kaum benutzt, beschädigt vom Krieg und Grenze zwischen zwei Stadtteilen: Die Oberbaumbrücke. Santiago Calatrava hat die beiden Hälften auf bewundernswerte Weise wieder zusammengefügt: die der Spreerücke und die der Stadt. Er hat Friedrichshain wieder für jedermann mit Kreuzberg verbunden.

Die Leichte Stahbrücke von Calatrava

Ausschnitt: Der elegante Stahlbogen von Calatrava

Von 1994 bis 1995 wurde die Brücke umgebaut und erstrahlt seither im neuen Design, pünktlich zu ihrem 100sten Geburtstag 1996. Seit der Sanierung der im 2.Weltkrieg stark beschädigten ursprünglichen, von Otto Stahn (1859-1930) im neogotischen Stil erbauten Mauerwerksbrücke von 1896 und dem Neubau des Mittelbereiches über den Arkaden kann die U-Bahn-Linie 1 wieder bis zur Warschauer Straße fahren. Selten fügt sich ein Neubauabschnitt so harmonisch in ein bestehendes historisches Bauwerk ein.

Mit der Leichtigkeit der Stahlbogens, der sich am Auflager auf der massiven Mauerwerksbrücke optisch verjüngt aufstützt, treffen zwei gegensätzliche Materialien aufeinander und bilden ein Spannungsfeld, symbolisch für diese Stadt. Ihre zwei Hälften, ganz besonders sichtbar in Friedrichshain und Kreuzberg, haben sich 40 Jahre auseinander gelebt und finden nun mit neuem Schwung wieder zusammen, der alljährlich in einer Gemüseschlacht gipfelt (leider, schade drum).

Auf der oberen Ebene verkehrt die U-Bahn. Die in Richtung Schlesisches Tor anschließende Fachwerkkonstruktion der U1 gehört zu den wenigen von 1902 noch original erhaltenen Abschnitten (mit 40 Jahren weniger Verkehrsbeanspruchung…). Auf der unteren Ebene fahren in dichter Folge auf je zwei Spuren je Fahrtrichtung die Autos, früher fuhr hier auch noch eine Straßenbahn.

Die Brücke ist 27,9 m breit und 150 m lang. Die lichte Weite der sieben Öffnungen beträgt 7,50 m; 16,00 m; 19,00 m; 22,00 m; 19,00 m; 16,00 m und 7,50 m.

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