Paris: Passerelle Léopold-Sédar-Senghor (1999)

14. Mrz.2010 um 5:28 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Frankreich, Brückenneubau, Ersatzneubau, EUROPA, Seinebrücken, Stahlbrücke | 1 Kommentar
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Ponton-Passerelle Léopold-Sédar-Senghor

Passerelle Léopold-Sédar-Senghor

Abgang zum Port de Tuileries entlang der Bogenebene

Abgang zum Port de Tuileries entlang der Bogenebene

Der Brückenname Passarelle Léopold-Sédar-Senghor ist neu, bis 2006 hieß die Brücke neben dem Pont Royal noch Pont Solférino.

Die Brücke wurde erst 1999 von Marc Mimram errichtet. Strompfeilerlos überbrückt das 106 m lange filigrane Stahlbogentragwerk die Seine.  Sie verbindet das Museé d´Orsay mit den Gärten der Tuilerien. Die Gesamtlänge beträgt 140 m. Die Breite des mit (Brasilianischem [3]) Holz  beplankten Fußweges variiert zwischen 11 und 15 m. 900 t Stahl wurden verbaut . [1]

Die Bogenbrücke ersetzt Vorgängerbrücken von 1961. Diese hatte zuvor eine dreifeldrige Brücke von 1861. ersetzt. Im Jahr 1861 erinnerte die erste Brücke an den Sieg bei der Schlacht von Solférino (Lombardei)  am 24. Juni 1859 des Königreichs Sardinien unter Victor Emmanuell II mit Unterstützung Napoleon III. gegen die Österreicher unter Kaiser Franz Joseph.[2] Die ursprüngliche Brücke von 1861 wurde vorwiegen durch Schiffsanprall demoliert.

Raffiniert, ja einmalig gestaltet wurde der Zugang von der Ebene des Uferweges an der Anlegestelle Port de Solférino auf die aufgeständerte Fußwegebene zwischen dem links der Seine liegenden Quai Anatole France und dem Quai des Tuileries mit dem Port de Tuileries am anderen Ufer. In der Brückenebene kann man von den Uferwegen über Treppen im Verlauf des Bogens im Scheitel des Bogens auf die obere Ebene gelangen.

Auf der einen Seite der Brücke kann man zum Pont Royal, zur ältesten erhaltenen Seinebridge, schauen. Von der anderen Seite der Fußgängerbrücke blickt man auf den Pont de la Concorde.

Ergänzung vom 18.03.2010:

Hier [4] könnt Ihr die Fotos von den beiden Vorgängerbrücken von 1861 und 1961 finden. Die Passerelle von 1961 ist schon 1992 zerstört worden. Sie hatte zwei Strompfeiler. Die sind empfindlich gegen Anprallschäden. Die heutige Passerelle überbrückt die Seine mit nur einem durchgehenden Bogen.

Eine weitere historische Website (lefildutemps, [5]) zeigt u.a. die erste Passerelle im Januar 1910 bei Flut. Dem hat die alte Brücke mit drei Bögen standgehalten.

Außerdem musste die heutige Passerelle kurz nach der Eröffnung wegen heftiger (Quer-) Vibrationen unter Anregung durch Fußgänger (fußgängerinduzierte Brückenschwingungen) gleich noch einmal geschlossen werden, um durch entsprechende Maßnahmen, z.B. durch anregungsdämpfende Schwingungstilger, eine Reduzierung der Vibration zu erreichen (s. auch Stahlbau 6/2007 oder Bautechnik 4/2004)

Quellen:

[1] Website des Architekten Marc Mimram, zitiert am 13.03.10.

[2] Encyclopedia Britannica, zitiert am 13.03.10.

[3] en.Wikipedia/Passerelle Léopold-Sédar-Senghor, zitiert am 13.03.10.

[4] planète-tp, zitiert am 18.03.10.

[5] lefildutemps, zitiert am 18.03.10.

Berlin: Schwedter Steg (1999)

06. Mrz.2010 um 2:13 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Brückenneubau, Ersatzneubau, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Schwedter Steg: Fußgänger und Radfahrerbrücke von der Behmstrapenbrücke gesehen

Schwedter Steg: Fußgänger und Radfahrerbrücke von der Behmstraßenbrücke gesehen

ponton-Schwedter Steg

Bogenbrücke mit Zugband und geneigten Bögen

Umfangreiche Umgestaltungen fanden in den letzten beiden Jahrzehnten im Bereich des nördlichen S-Bahnringes statt. Seit 1999 ersetzt eine moderne leichte Stahlkonstruktion eine alte Verbindung zwischen der Schwedter Straße und der Behmstraßenbrücke.

1999 konnte der aus elf Brückenfeldern bestehende Schwedter Steg der Nutzung übergeben werden und verkürzt den Weg für die Fußgänger und Radfahrer wieder erheblich. Im wesentlichen tragen zwei Stahlbögen den Fußgänger- und Radfahrerweg im Zuge der Schwedter Straße zur Behmstraßenbrücke.

Blick unter dem Schwedter Steg hindurch zur Swinemünder Brücke

Blick unter dem Schwedter Steg hindurch zur Swinemünder Brücke (S-Bf. Gesundbrunnen)

Ein filigraner Stahlbogen mit obenliegender, aufgeständerter, Fahrbahn überbrückt ein abbiegendes Gleis von Schönhauser Allee zur Bornholmer Straße nahe der Behmstraße. Die S-Bahngleise vom Gesundbrunnen in Richtung Schönhauser Allee werden von einer Bogenbrücke mit einem Zugband überbrückt, das in der Ebene des Fußgängerweges liegt. Der Bogen wird von massiven verklinkerten Pfeilern getragen. Die Ringbahngleise zwischen dem Bahnhof Gesundbrunnen  (km 4,2) an der Swinemünder Brücke, die im Volksmund auch wegen

Ponton-Gleis-Bornholmer-Schönhauser

In einen Tunnel führendes Gleis: Bornholmer Straße-Schönhauser Allee

der Baukosten im Jahre 1905 auch Millionenbrückebrücke genannt wurde, und dem Bahnhof Schönhauser Allee (km 5,8) auf dem nördlichen Berliner S-Bahnring, waren während der Teilung Berlins stillgelegt und wurden erst nach 1990 wieder aktiviert.

Nach [1] sind die Stützen der übrigen neun Brückenfelder sind als Stahlpendelrahmen mit Elastomerlagern ausgebildet. Das südliche Brückenlager ist auf neun Bohrpfählen gegründet.

Quelle:

[1] Berliner Stadtentwicklung, zitiert am 06.03.2010.

Havelbrücken: Sandauerbrücke (1907, neu 2009)

08. Feb.2010 um 3:00 am | Veröffentlicht in Brücken in Deutschland, Ersatzneubau, Havelbrücke, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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ponton-neue Sandauer Brücke

Neue Sandauer Brücke in Havelberg (2009)

ponton-Alte Reste der Brücke

Parallel zum Neubau sieht man die alten Strompfeiler

Havelberg liegt westlich von Berlin im Landkreis Stendal an der Havel. Erst im März 2009 wurde im Zuge der Bundesstraße 107 auf Pontons am km 145,46 [1] auf der Havel eine Stahlbogenbrücke von ihrem Montageplatz zum Bestimmungsort an der B107 eingeschwommen, meldete [3]. Wegen des zu erwartenden Hochwassers wurde das Einschieben des Doppelbogenüberbaus in der Havelstadt bei bereits relativ hohem Wasserstand (2,65 m) ein paar Tage vorgezogen.[nach 3]

Linkes Ufer der Havel

Zweites kleineres Brückenfeld am linken Ufer der Havel

Die Stabbogenbrücke ist ein Ersatzneubau. Das zweifeldrige Gesamtbauwerk besteht aus einem 88,50 m langen einhüftigen Stabbogen über der Stromöffnung und einem Stahlverbund-Plattenbalkentragwerk mit einer Länge von 36,80 m über der Nebenöffnung.[2]

Die alte Brücke steht noch neben dem Bauplatz . Sie ist schon über 100 Jahre alt  (Foto beim WSA, 1] und dem gewachsenen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen. Die alte Brücke wurde 1907 gebaut und 1951 sowie 1991 saniert. Sie war eine Kombination aus einem Bogen, zwei Fachwerkbrücken mit parallelen Gurten und an den Ufern zwei Vollwandträgern. Die Fußgängerstege liegen außerhalb der Hauptträger.[1]

Gerade Hänger verbinden Bogen und Fahrbahnkonstruktion.

Dem Ingenieurbüro Klähne oblag die Prüfung der neuen Brücke einschließlich der Montagezustände, Bilfinger & Berger die Ausführung. Das Baugrundgutachten führte IBH – Herold & Partner Ingenieure durch.

Die Brücke soll noch 2009 komplettiert und dem Verkehr übergeben werden.

Quellen:
[1] Wasserschifffahrtsamt Brandenburg: Sandauer Brücke, zitiert am 13.08.09
[2] Klähne Ing, zitiert am 13.08.09
[3]  Mitteldeutsche Zeitung am 10.03.09 , zitiert am 13.08.09

Havelbrücken: Plaue (1904, 2002)

07. Feb.2010 um 10:11 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Geschichte, Havelbrücke, Stahlbrücke, Wartung | Hinterlasse einen Kommentar
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Havelbruecke_Plaue

Havelbrücke Plaue- hier 2004 noch in Betrieb (Foto: KOE)

ponton-Plaue alte Brücke 2010

alte Brücke 2010 nur noch eine (gut vom Schnee bereinigte) Fußgängerbrücke

In Plaue überbrücken zwei Brücken die Havel. Die alte Havelbrücke in Plaue ist nicht mehr in Betrieb. Sie dient heute nur noch als Fußgängerbrücke. Im Zuge der Bundesstraße B1 wurde inzwischen eine moderne, 240 m lange Verbundbrücke gebaut, die den Autoverkehr trägt.

Die neue Brücke wurde im Pilgerschrittverfahren errichtet. Die Stahlbrücke mit Betonfahrbahn ist 13,0 m breit. [1]

Die alte Brücke ist stark korrodiert. Über 100 Jahre ohne kontinuierliche neue Korrosionsschutzanstriche haben ihre Spuren hinterlassen.

Geschichte:

Blick von der alten Brücke Plaue zur B1-Brücke

Blick von der alten Brücke Plaue zur B1-Brücke von 2002

Im Oktober 1904 wurde die alte Fachwerkbrücke eröffnet. Drei Felder überbrücken die Havel an einer ihrer schmalsten Stellen in Plaue. Die drei Fachwerkträger mit an den Knotenblechen abknickendem Obergurt und horizontalem geraden Untergurt (Halbparabelträger) sind ins gesamt 130 Meter lang und 10,70 Meter breit.

Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Brücke gesprengt und wieder gehoben. So wieder hergestellt, diente sie noch über 50 Jahre dem Fahrzeugverkehr.

ehemaliger Fußgängerweg der alten Fachwerkbrücke

ehemaliger Fußgängerweg der alten Fachwerkbrücke

Heute dient sie Wanderern und Radfahrern. Sie steht unter denkmalsschutz. Der Belag auf den ehemaligen außerhalb der Fachwerkträger liegenden Fußgängerwege sind schon abmontiert. Die attraktiven Geländer im Jugendstil [2] dienen nur noch zur Ansicht oder als Fotokulisse beim Blick in Richtung neue Brücke.

Schon Fontane wusste die landschaftliche Schönheit der Gegend zwischen Plauer See und dem Wendsee zu schätzen. In seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg hat er seine Eindrücke verewigt. Auch Friedrich und Zar Peter I. waren in der Vergangenheit hier. Vielleicht liegt es an der Freundlichkeit der Menschen, die bis heute bewahrt wurde. Auch als Fremder wird man hier immer wieder im Vorbeigehen begrüßt.

Quellen:

[1] Doka Schalungen, zitiert am 07.02.09

[²] Plaue in Brandenburg, zitiert am 07.02.09

Plaue Blick auf die alte Fachwerkbrücke

Plaue Blick auf die alte Fachwerkbrücke

Alsenbrücke zwischen Stölpchensee und Pohlesee (1906/1996)

14. Jan.2010 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Ersatzneubau, Geschichte, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Alsenbrücke

Alsenbrücke-schmiedeeisernes Geländer

Ansicht Alsenbrücke

Alsenbrücke in Berlin-Wannsee

Unter dem Namen Alsenbrücke in Berlin (Mitte/ Tiergarten) kannte man nach 1858 vor allem die Zugangsbrücke zum Humboldthafen, so etwa in dem Bereich, wo heute die Gustav Heinemann- Brücke liegt.

Es gibt jedoch eine noch existierende genietete alte Stahlbrücke, die im Zuge der Kohlhasenbrücker Straße den Verbindungskanal zwischen dem Stölpchensee (es gibt auch zwei Stölpchenseen in Berlin…) und dem Pohlesee überbrückt. Dieser Verbindungskanal ist ein Teil des Prinz-Friedrich -Leopold-Kanals. Die ursprüngliche Brücke, nach [3] erbaut im Jahr 1906, ebenso wie der Kanal den sie überbrückt, besticht durch Ihr im Jugendstil gestaltetes Geländer.

Fahrbahn der neuen Alsenbrücke

Fahrbahn der neuen Alsenbrücke

Die 1906 erbaute Brücke war jedoch viel schmaler. Nach 1990 wurde der Oberbau der Brücke erneuert. Die ursprünglichen Pfeiler, Geländer und Gesimse konnten nach [3] weitgehend beibehalten werden. Heute bilden zwei Fahrspuren und ein großzügiger Fahrradweg sowie zwei Fußgängerwege die neue breite Fahrbahn. Auch die Brückenlaterne in Brückenmitte vermittelt noch etwas Ursprüngliches. In [3] ist der Schnitt durch die orthotrope Stahlfahrbahnplatte dargestellt.

Geschichte des Stadtteils Wannsee:

Neue Stahlkonstruktion auf altem Pfeiler

Neue Stahlkonstruktion auf altem Pfeiler

Um 1870, als in Berlin die Industrialisierung begann, zogen vermögendere Berliner an den Stadtrand und gründeten dort eine vornehme Villengegend, u.a. die Alsen-Villa., errichtet von Wilhelm Conrad. Wilhelm Conrad setzte damit den Startschuss für die Colonie Alsen am Wannsee. Die Gemeinde Wannsee entstand 1898 aus 1898 entstand die Gemeinde Wannsee aus dem Dorf Stolpe, der Colonie Alsen und der aufstrebenden Kolonie Wannsee. Seit 1920 ist Wannsee in den Groß-Berliner Stadtbezirk Zehlendorf eingemeindet worden. [nach 1]

Blick von der Alsenbrücke

Blick von der Alsenbrücke

Den Schwager des Begründers der Colonie Alsen erinnerte die Gegend an die Ostseeinsel Alsen und regte die Benennung der Colonie Alsen nach der Ostseeinsel an, auf der 1864 der preußische Sieg im däischen Krieg geschlossen wurde [nach 2] Die Alsenbrücke verbindet als Straßenbrücke quasi die Colonie Alsen mit der im Anschluss entstehenden Kolonie Neubabelsberg entlang des Griebnitzsees. So könnte der Name Alsebrücke einen Bezug zur ursprünglichen Colonie  Alsen. Nachdem bis 1906 die Bäke zum Teltowkanal ausgebaut wurde, entstand auch die Böckmannbrücke im Zuge der Kohlhasenbrücker Straße stadtauswärts.

Quellen mit weiteren Informationen über die Region:

[1] de.Wikipedia/ Berlin-Wannsee, zitiert am 13.01.10.

[2] de.Wikipedia/ Colonie Alsen, zitiert am 13.01.10.

[3] Stadtentwicklung Berlin, zitiert am 13.01.10.

Fertigstellung der alten und der neuen Alsenbrücke

Pontonbrücke neben der Meiningenbrücke (1980) und Ersatzneubau (geplant)

11. Jan.2010 um 3:33 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Ersatzneubau | Hinterlasse einen Kommentar
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ponton-Meiningenbrücke-sued
Ponton neben der Meiningenbrücke Südende

ponton-meiningenbrucke
ponton neben der Meiningenbrucke-Nordende

Im Sommer wird der derzeit nicht aktive Ponton neben der alten Meiningenbrücke parallel zur alten Brücke eingeschwommen und dient als Fahrspur von Zingst auf das Festland. Die Hydraulik senkt sich auf die Zufahrtsspuren ab.

Neben PKW´s dürfen auch LKW´s die Ponton-Brücke benutzen, sie müssen sich jedoch gemäß Verkehrsschild genau nach den Vorschriften für den Abstand untereinander richten. Maximal 20 t dürfen die LKW´s wiegen und der Mindestabstand zwischen den LKW´s muss 30 m betragen.

Um die Zufahrt auf die Brücken zu regeln, gibt es zwei Ampeln auf der Zingster Zufahrt.

zufahrt-auf-die-pontonbrucke neben der Meiningenbrücke
Zufahrt auf die Pontonbrucke neben der Meiningenbrücke

Die Pontonbrücke (135 m) bildet zusammen mit einer Behelfsbrücke  (100m) seit 1980 die Fahrspur Richtung Barth. Auf der Nordseite ist der Ponton mit  einer Hubklappe für den Schiffsverkehr in den Bodden versehen. [3]

Der Ersatzneubau für die Meiningenbrücke und ihren parallel verlaufenden Ponton wird schon seit Jahren geplant. Es wird wieder eine relativ flach über dem Wasserspigel verlaufende Brücke mit Huböffnung geben [s. Entwurf in 2].

Bereits 08/2005 meldete der Zingster Strandbote die Planung  von Voruntersuchungen in Form von Baugrunduntersuchungen, wie Bohrungen für den Ersatzneubau der Meiningenbrücke + im Intersesse der Allgemeinheit [1].

Pontonbrücke neben der Meiningenbrücke

Unterauftragnehmer für die Hydraulik der Hubbrücke für die Zufahrt in den Bodden wird die Roggentiner Dr. Roschig-GmbH sein. Sie ist verantwortlich für die Hydraulikaggregate mit 4 x 22 kW, 2 Hubzylinder 380/280×4000 sowie die zugehörigen diversen Nebenfunktionen. Als Auftraggeber wird neben den lokalen Verwaltungen das Ingenieurbüro IB Grassl Greifswald genennt [2].

Ein Zeitplan ist nicht bekannt, wer es weiß, kann es gern ergänzen. Derzeit ist noch nichts zu sehen von Bautätigkeiten.

Quellen:

[1] Zingster Strandbote, zitiert am 10.01.09

[2] Dr. Roschig-GmbH, zitiert am 10.01.09

[3] de. Wikipedia/ Meiningenbrücke,, zitiert am 10.01.09

Meiningenbrücke (1912)

08. Jan.2010 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Ersatzneubau, Geschichte | 11 Kommentare
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ponton-Meiningenbrücke

Meiningenbrücke von der östlichen Zingster Boddenseite gesehen

Meiningenbrücke über den Meiningenstrom

Meiningenbrücke über den Meiningenstrom: längster Überbau

Die Meiningenbrücke überbrückt den Meiningenstrom zwischen dem Zingster Strom und dem Bodstedter Bodden, die engste Stelle des Boddens zwischen dem Darss und der Barther Boddenseite, sie verbindet somit verbindet Zingst und Barth. Die Brücke besteht aus 14 rund 24,50 m langen parallelgurtigen Fachwerkträgern, einer 43,70 m langen Drehbrücke und einer weiter gespannten Fachwerkbrücke mit bogenförmigem Obergurt und einer Spannweite von 61,60 m [1]. Die Gesamtlänge beträgt 470 m [2].

Die Einwohner auf dem Darss verkünden es:  die Tage der alten genieteten Fachwerkbrücke sind gezählt, eine neue Brücke ist in Planung. Die Einheimischen sind am meisten betroffen, denn für die Fahrt über die Brücke muss man u.U. etwas mehr Zeit einplanen, vor allem an Hauptab- und -anreisetagen der Ostseetouristen.

Neben der Zufahrt über das Fischland ist diese einspurige Straßenbrücke im Winter wechselseitig mit Ampeln für den Verkehr freigegeben, der einzige weitere Zufahrtsweg auf die Halbinsel Fischland-Darss-Zingst. Im Sommer entlastet eine parallele Pontonbrücke (1980) den Verkehr. Die Pontonbrücke dient dann als Fahrspur in Richtung Bresewitz/ Barth, die alte Meiningenbrücke wird als Fahrspur in Richtung Prerow/Zingst freigeschaltet.

Meiningenbrücke-Drehbrücke

Meiningenbrücke-Drehbrücke

Geschichte

Die Brücke hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie wurde von 1908 bis 1912 im Zuge der Darssbahn als Eisenbahnbrücke gebaut. Dem Verkehr wurde sie bereits am 1.Dezember 1910 übergeben, obwohl die Bauarbeiten noch nicht vollendet waren. Eine weitere Brücke überbrückt das Vorland des Boddens zwischen Bresewitz und Pruchten, die Kloerbrücke (723 Meter). Die Betonpfeiler ruhen auf unzähligen Holzpfählen. Die Darssbahn fuhr bist 1947 nach Prerow. Dort steht heute eine alte Lokomotive vor dem zum Hotel umgebauten alten Bahnhof.

Durch den Mut der Zingster konnte eine Sprengung der Brücke am Ende des zweiten Weltkriegs verhindert werden, doch dann wurden die Gleise der Darssbahn wie so vieler Orts als Reparationsleistungen an die damalige Sowjetunion demontiert und abtransportiert.

ponton-Bf. Bresewitz

Bahnhof Bresewitz mit kleinem Museum der Darssbahn

Seitdem dient die  Meiningenbrücke nur noch als einspurige , rund 3,70 m breite Straßenbrücke. Der Bresewitzer Bahnhof wurde dann ab 1970 wieder aktiviert und diente dem Antransport von militärischem Bedarf für den NVA Standort Zingst [1]. Heute befindet sich am Bf. Bresewitz ein Minimuseum der Darssbahn.

Die Drehbrücke auf der Darsser Seite des Meiningenstroms wird zur Zeit im Winter nach [2] einmal in der Woche, doch nur bei Bedarf für die Schiffahrt 45 min lang geöffnet. Nur so gelangen Boote in den westlichen Bodden. Für kleine Ruderboote wird die Durchfahrtshöhe wohl auch so ausreichen.

Im Winter ist die Pontonbrücke nicht in Betrieb.

ponton-Meiningenbrücke mit Wildgänsen

Meiningenbrücke mit Wildgänsen

Quellen:

[1] de.wikipedia/Meiningenbrücke, zitiert am 07.01.10.

[2] Ostseeferieninfo, zitiert am 07.01.10.

UK: Ravenglass Viadukt (1875)

13. Dez.2009 um 8:32 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in UK, Eisenbrücken, Geschichte, Sanierung | Hinterlasse einen Kommentar
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ponton-NR-Ravenglass1

Großbritannien: Ravenglass viaduct- Sanierung der Eisenbahnbrücke i.A. von Network Rail

Ravenglassviadukt: Klemmverbindung

Ravenglassviadukt: Klemmverbindung

2007 ließ die britische Bahn  den Ravenglass Viadukt sanieren. Der Ravenglass Viadukt befindet sich im Mündungsgebiet mehrerer kleiner Flüsschen, überbrückt den Mite Fluss im South-West Lakeland. Außerdem gibt es den Esk River, den ebenfalls ein alter Viadukt überbrückt. Neben der Grundsanierung der alten Stahlkonstruktion wurde der Belag des Fußweges erneuert und mit Klemmverbindung an der Unterkonstruktion angebunden.[1]

Der Ravenglassviadukt befindet sich in der touristisch interessanten Gegend an der Cumbrischen Küste im Nordwesten Englands. Die aggressiven salzigen Nebel von der vorgelagerten Meeresküste und die Gezeiten ziehen bis an den Viadukt und greifen das Material an. Trotzdem hat das alte Eisen der Hauptträger die Umwelteinflüsse so gut überstanden, dass für den Bahnnetzbetreiber Network Rail eine Sanierung lohnenswert war. Sie konnten erhalten werden. Epoxidharzgebundene Glassfasergitter bilden nun den Fussweg parallel zur Bahnbrücke.[1]

Neue Fusswegbeplankung

Ravenglass-Viadukt: Neue Fusswegbeplankung

Der King John gab Ravenglass bereits im Jahr 1208 das Marktrecht. Davor waren bereits die Römer in dieser Gegend. In der Nähe von Ravenglass gibt es viele Sehenswürdigkeiten von der Nordgrenze des Römischen Reiches, z.B. die höchsten römischen Mauern in England. Außerdem ist die Küste von Burgh-by-Sands bis Ravenglass  Teil der Hadrian’s Wall Welterbelandschaft der UNESCO seit 1987 [2]. Der Hadrians Wall wurde von 122 – 128 vom römischen Kaiser Hadrian in Auftrag gegeben. Der Hadrianswall ist 73 Meilen (117km) lang und 15ft (5m) hoch. Die römische Herrschaft endete im Jahr 410.[1]

Heute ist der Ort Heimstatt der Eisenbahnen von Ravenglass und Eskdale, ‚La’al Ratty‘, mit dem Bahnhof, Werkstätten, dem Pub und Museum. Im Museum lernt der Besucher die Geschichte und die Bedeutung der Eisenbahn für die Region kennen. Zahlreiche historische Loks sind sicher sehenwert, besonders für den Eisenbahnliebhaber.

Ravenglas-Viadukt

Die Eisenbahngleise mit einer Spurweite von drei Fuß wurden 1875 von der Whitehavener Eisenerzminen gebaut, um das Erz von Nab Gill, sieben Meilen entfernt zur Dampfeisenbahn von Ravenglass zu bringen. Die Tickets für Personenbeförderung trug en dazu bei, die Eisenbahn auch weiterzubetreiben, als die Minen 1882 geschlossen werden mussten. Bedauerlicher Weise, wurde der Eisenbahnbetrieb 1913 zunächst eingestellt, jedoch schnell wieder eröffnet als Gleis mit 15 -Zoll Spurweite (nach [3] die älteste 15″ Spur der Welt), um beide Aufgaben zu übernehmen: Passagierverkehr und Granittransport von Beckfoot quarry. 1960 übernahm der Denkmalsschutz den Betrieb der Eisenbahn und führt jetzt  Fahrten durch die sehenswerte Landschaft für Besucher und Einheimische durch, sogar noch mit Dampfeisenbahnen oder auch Dieselloks.

Quellen:

[1] Die Cumbrische Küste, Website, 09.12.09

[2] UNESCO Welterbe, zitiert am 12.012.09

[3] Eliot Andersen zur Geschichte der North-Western Railways,

Fotos: Brian, thank you!!

Teltowkanal km 23,96: Colditzbrücke (1958)

21. Nov.2009 um 8:26 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Geschichte, Sanierung, Teltowkanalbrücken, Wartung | Hinterlasse einen Kommentar
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Colditzbrücke über den Teltowkanal

Sanierungsarbeiten an den Fahrbahnübergangsfugen 2009

1958 wurde auch hier eine Brücke an der Stelle der am Kriegsende 1945 zerstörten Vorgängerbrücke erbaut. Der Name wurde gändert und bezieht sich seit dem Neubau 1958 auf das sächsische Colditz. Ausführende Firma ist die Wayss und Freytag AG gewesen Die Bogenbrücke mit aufgeständerter Fahrbahn verbindet Ordensmeisterstraße und Volkmarstraße bzw. Ullsteinstraße in Tempelhof.

2009 wurde die Fahrbahnfuge erneuert.  Jetzt fließt der Verkehr wieder reibungslos. Die Arbeiten waren jedoch nur ein Teil des Gesamtvorhabens. Die Bundesanstalt für Wasserbau, berichtet über komplexe Sanierungsaktivitäten. Die aktuelle Ausbaustrecke zwischen Tek (Teltowkanal) km 21,4 und 28,5 umfasst 17 Brücken 50 Hochbauten und 4 Häfen (Lankwitz, Mariendorf, Tempelhof, Britz).[1]

Teltowkanalsanierung, Blick von der Colditzbrücke nach Westen

An der Colditzbrücke wurden  nach [1] Sicherungsmaßnahmen durch ins Erdreich unterhalb der Fundamente rückverankerte Spundwände im Kanal und Unterfangungsmaßnahmen der Fundamente vorgesehen. Die Spundwände haben einen Abstand von 44 m voneinander und sind bis 10 m unter der Wasserstand-Höchstmarke in den Kanalgrund eingebracht worden.

Uferbereich zwischen Komtur- und Colditzbrücke

Die Colditzbrücke besteht aus vier parallelen Bögen und verfügt über je eine Richtungsfahrbahn sowie breite Fußgängerwege auf beiden Straßenseiten. Die Brücke befindet sich zwischen der Komturbrücke im Osten und einer Fabrikbrücke im Westen, deren Stahlrahmen sich unterhalb der Colditzbrücke auf den Fotos im Wasser des Teltowkanals spiegelt.

Eine überraschende Tatsache berichtet die Märkische Allgemeine 2005, dass sich am nördlichen Ufer zwischen der Colditzbrücke und der Fabrikbrücke ein kleiner Weinberg, der Antennenberg (Tek km 23,80), mit 400 Pflanzen befindet. Wenn sich das Klima weiter so entwickelt findet Berlin erstaunliche neue Perspektiven.[2]

Obwohl die Colditzbrücke gerade mal 50 Jahre alt ist, wurde sie schon in die Landesdenkmalliste von Berlin aufgenommen.

Colditzbrücke von der Komturbrücke gesehen mit Ullsteinhaus im Hintergrund

Quellen:

[1] BAW(Bundesanstalt für Wasserbau)-Vortrag zum Ausbau des Teltowkanals, zitiert am 18.11.09

[2] Märkische Allgemeine 2005, zitiert am 21.11.09

BRIMOS®: Ein vielversprechender Weg zur Zustandsbewertung durch Monitoring

21. Nov.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Monitoring | Hinterlasse einen Kommentar
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Heute erreichte unser Blog seine 60 000 Leser Marke. Wir danken allen Lesern des Blogs für ihr Interesse und hoffen durch zukünftige Beiträge und ggfs. auch Diskussionen die Methoden zur Bewertung von vorhandenen Brücken voranzubringen.

Ein Beitrag zur Zustandsermittlung von Brückenkonstruktionen wurde im Rahmen einer Europäischen Zusammenarbeit erzielt.

Mit BRIMOS® kann man durch eine Antwort auf ambiente Schwingungen, also durch eine dynamische Reaktion infolge einer dynamischen Anregung von Konstruktionen infolge Wind, Verkehr oder mikroseimischer Aktivitäten, als Methode zur Systemidentifikation und Schadenserkennung an Brückenkonstruktionen definieren. [1]

Die Wiener Firma VCE Holding hat BRIMOS® mit ihren Partnern Aplica Mess- und Prueftechnik GmbH, BBV Vorspanntechnik GmbH, Build and Test Instrument Limited, INFRAM a.s. und JHP spol. s.r.o. unter der Losung durch Schwingungen zur Information im Rahmen einer Europäischen Zusammenarbeit ein komplettiertes Messsystem als optimale Metodik entwickelt, präzise Messergebnisse zur Zustandserfassung und -bewertung von Baukonstruktionen zu erzielen. Bedarfsorientierte Sensorauswahl und -positionierung unter Berücksichtigung der Auswahl kritischer Querschnitte führt zur realistischeren Zustandserfassung am Bauwerk. Vielfältige Sensoren mit geeigneten Datenerfassungssystemen und die Überlagerung der Messergebnisse tragen zur realistischen Erfassung des IST-Zusatndes bei:

  • Extrem empfindliche Beschleunigungsaufnehmer (1 – dimensional genauso wie 3 – dimensional)
  • Datenerfassungssysteme (µMusycs by IMC) & PC
  • Verstärker und Filter
  • Externe Stromversorgung vebunden mit nicht unterbrechender Stromversorgung
  • Temperaturfühler
  • GPS (Geo Positioning System)
  • Videokamera (Infrarot, Bewegungsmeldung)
  • Anzeige von Strahlungssensoren
  • Optional: Laser -Verformungssensoren[1]

Von Bedeutung für den Erfolg der Schadensidentifikation am Bauwerk ist die Vergleichsmöglichkeit zwischen Basisdaten für das intakte System mit den im Laufe der Alterung aufgetretenen Schädigungen, die die Systemantwort beeinträchtigen bzw. der Vergleich mit dem Modell des Soll-Zustandes des Entwurfs mit den ausgewerteten Messwerten.

Es gibt mehr als 400 zufriedene Kunden weltweit. Zahlreiche internationale Projekte,  nationale Aufträge und Networking zielen auf eine Vervollkommnung des Systems.[1]

Weitere Informationen und Quelle:

[1] VCE Holding Wien,  zitiert am 20.11.09

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