Spreebrücken: Kaisersteg (1898, neu 2007)

21. Sep.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Brückenneubau, Geschichte, Kultur, Müller-Breslau, Spreebrücke, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Kaisersteg, Ansicht vom südöstlichen Ufer

Kaisersteg, Ansicht vom südöstlichen Ufer

Kaisersteg, Untersicht vom Südufer der Spree

Kaisersteg, Untersicht vom Südufer der Spree

Zwischen Oberschöneweide und Niederschöneweide im Berliner Stadtbezirk Treptow-Köpenick überspannt der Kaisersteg als Fußgänger- und Fahrradbrücke die Spree.  Wie der Name schon besagt, stand hier schon zu Kaisers Zeiten eine Fußgängerbrücke, um die Arbeiter in die neuentstandenen Industriegebieten in Oberschöneweide in das Kabelwerk (KWO) und das Transformatorenwerk Oberspree  (TRO, vorher AEG) zu bringen. Heute sind es die Studenten der FHTW, die sich so den Weg von der S-Bahn abkürzen können.

Südliches Auflager des Kaiserstegs

Südliches Auflager des Kaiserstegs

Ein einzelner A-Pylon aus Stahl steht auf dem einzigen Strompfeiler nahe der Oberschöneweider Seite. Je vier Schrägkabel tragen den stählernen Überbau. Die Hauptträger dienen gleichzeizig als vollwandiges Geländer. Der schlanke 32 m hohe A-Pylon ist die attraktiver Variante als der noch bei Stadtentwicklung anvisierte erste Entwurf. Die maximale Gesamtlänge der Brücke zwischen den Widerlagern betrug nach den ursprünglichen Planungen der Berliner  Stadtentwicklung 140,3 m. Die nutzbare Breite beträgt 5 m.  [1]

Innschrift am Geländer des Kaiserstegs

Innschrift am Geländer des Kaiserstegs

Ursprünglich sollten die Kosten für den Kaisersteg ca. 3,3 Mio. €. betragen  [1], die Änderung der Pylonform aus statischen Gründen  verursachte rd. 77o T€ [2]. Hiervon werden 75% durch die Europäische Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), 8,33% durch die Bundesrepublik Deutschland und 16,67% durch das Land Berlin getragen.

Um die Längsausdehnungen der stählernen Brücke zu gewährleisten, sind die Auflager entsprechend längsverschieblich ausgebildet. Im Bereich des Hauptträgers ergänzt ein am Beton des Widerlagers befestigtes Blech, dass bei großer Kälte und minimalewr Dehnung keine zu große Öfnnung entsteht.

Historischer Kaiersteg (Zeitschrift für das Bauwesen 1900)

Historischer Kaiersteg (Zeitschrift für das Bauwesen 1900)

Geschichte

1898 entwarf Heinrich Müller-Breslau den Kaisersteg über die Spree bei Oberschöneweide. AEG ließ 1897/98 den ursprünglichen Kaisersteg bauen. Am 22. April 1945, kurz vor dem Einzug der russischen Truppen nach Köpenick, sprengten die Nazis den historischen Kaisersteg. [2]

Quellen:

[1] Stadtentwicklung, zitiert am 20.09.09.

[2] de.Wikipedia/Kaisersteg, zitiert am 20.09.09.

Fotos: ponton´s Brücken

Historisches Foto: Zeitschrift für das Bauwesen 1900, gemeinfrei weil über 100 Jahre alt, gefunden bei  [2].

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