Gerswalde: Wasserburg, Mühlenbrücke und Mühlengraben

13. Aug.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Geschichte | Hinterlasse einen Kommentar
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Mühlenbrücke an der Wasserburg in Gerswalde

Mühlenbrücke an der Wasserburg in Gerswalde

Mauerwerksruinen der Mühle am Mühlgraben

Widerlagerreste der Mühle am Mühlgraben

Umweltschutz hatte früher Tradition, Wasserkraft war innovativ und natürlich nannte man das nicht Umweltschutz. Wie in vielen anderen Regionen des heutigen Deutschlands wurde auch in Gerswalde in der Uckermark schon seit vielen Jahrhunderten der Wasserantrieb für die Wassermühlen genutzt.

Die Familie von Arnim residierte von 1463 bis 1929 auf der Wasserburg in Gerswalde. Die von Arnims waren es auch, die den Mühlgraben zur Entwässerung des Hausssees ausgraben ließen. Der Haussee reichte einst bis an die Burganlagen heran. Man gewann durch die Entwässerung wertvolle Seewiesen. Die Mühlen kosteten 12 000 Taler. Carl von Arnim attestierte deshalb sogar testamentarisch, dass die Mühlen nicht von dem Gute zu trennen seien, obwohl die Mühlen nach einem Umbau nur noch wenig Gewinn einfuhren.

Mühlstein an der Wasserburg

Mühlstein an der Wasserburg

Auf einer Tafel wird berichtet, dass auch die Brücke an der Mühle immer instandgehalten werden solle und der Graben immer auf sechs Fuß breit ausgehoben sein soll. Den Mühlstein sowie ein Gusseisernes Rad hat man aufbewahrt bis heute. Sie lehnen an der Außenmauer der Kemenate.

Ruinen der mehrschaligen Ringmauer um die Wasserburg

Ruinen der mehrschaligen Ringmauer um die Wasserburg

Außer der Kemenate stehen nur noch Ruinen der ursprünglichen Burg. Man sieht noch bis 8 m hohe Reste des alten Bergfriedes mit einem Durchmesser von 9,5 m, sowie der mehgrschaligen Außenmauern. Die Schalen wurden aus Ziegeln gebaut, dazwischen kamen dann allerlei Natursteine, die es hier in der Gegend zu Hunderten und Tausenden gibt. (Das ist auch mal ein Gruß an den Burgerbeblog.)

Das zugehörige Schloss (1724 errichtet) ist jetzt wie auch schon zu DDR-Zeiten den besonderen Kindern und Jugendlichen vorbehalten. 1929 ging das Schloss von den Arnims auf die Antroposophische Gesellschaft über, die hier ein Institut für seelenpflegebedürftige Kinder gründete.

In der DDR-Zeit war das Schloss ein Jugendwerkhof und seit 1994 betreibt das Die gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher hier ein ein Jugendheim mit handwerklichen Ausbildungsstätten.

Die wunderschöne Natur nördlich der Schorfheide ist jedenfalls einen Auflug wert, mit und ohne Mühlengrabenbrücke.

Ansicht Mühlengrabenbrücke

Ansicht Mühlengrabenbrücke

Quellen: Tafeln vor Ort

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