Klappbrücke an der Woltersdorfer Schleuse (1998)

04. Aug.2009 um 8:21 pm | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, Brückenneubau, Geschichte, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Woltersdorfer Schleuse von der Fußgängerbrücke aus gesehen

Woltersdorfer Schleuse von der Fußgängerbrücke aus gesehen (Richtung Flakensee)

Klappmechanismus bei geöffneter Schleusenbrücke

Klappmechanismus bei geöffneter Schleusenbrücke

In Woltersdorf östlich von Berlin wird seit Jahrhunderten das Wasser zwischen Kalksee und Flakensee aufgestaut. Als 1550 die erste  Schleuse als Stauschleuse zwischen Kalksee und Flakensee entstand, war die Region schon mindestens 310 Jahre besiedelt. Weitere zweiflügelige Klappbrücken entstanden im Laufe der Jahrhunderte. Eine zweiflügelige Holzbrücke entstand 1882. 1963 wurde anstelle der zweiflügeligen Klappbrücke eine einflügelige Brücke gebaut.[2]

Die Woltersdorfer Schleuse befindet sich am km 3,78 der Rüdersdorfer Gewässer aus denen man durch die Schleuse zur Spree gelangt. Die Fallhöhe des Wassers ist 2,10 m, die Schleusenkammer ist 65,36 m lang und 8,60 m breit.[1]

Konstruktion der aufgeklappten Klappbrücke

Konstruktion der aufgeklappten Klappbrücke

Die heutige Schleuse wurde 1996-1998 errichtet. Die alte Schleusenbrücke wurde zu einer Klappbrücke ausgebaut. Weitere Bilder der Klappbrücke findet man bei dem Ingenieurbüro, das für Vorplanung, Entwurf und Ausführungsplanung verantwortlich war.

Neben der Klappbrücke gibt es nach wie vor eine Fußgängerbrücke (seit 1929), die den Schleusenausgang hoch überbrückt. Auch sie wurde im Rahmen der Modernisierungsmaßnahme nach altem Vorbild erneuert. Von dort überblicken die Ausflügler gern den Schleusenvorgang. Woltersdorf ist seit langem begehrtes Ziel der Berliner am Wochenende, die traditionell mit der Straßenbahn anreisen können. Sie beobachten von der Fußgängerbrücke Lastkähne, die den Zement und Kalk vom Rüdersdorfer Zementwerk transportieren, in die Hauptstadt bringen und viele private Kleinboote, die von Berlin aus bis nach Woltersdorf schippern können.

Über gestalterische Aspekte des Gesamtprojektes in den 1990ziger Jahren berichtet ein ausführlicher Artikel des BAW.

Quellen:

[1] Wasserschiffahrtsamt Berlin, zitiert am 04.08.09

[2] Artikel des BAW von U.Beucke, zitiert am 04.08.09

Fotos: Cori, vielen Dank!

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