Berlin: Millionenbrücke (1905)

29. Apr.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Geschichte | 4 Kommentare
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Swinemünder Brücke Ansicht vom Gesundbrunnencenter

Swinemünder Brücke Ansicht vom Gesundbrunnencenter

Swinemünder Brücke: Fahrbahnebene

Swinemünder Brücke: Fahrbahnebene

Als ich eine echte Berlinerin einmal fragte, welche Berliner Brücke sie denn gern einmal auf dieser Seite näher kennenlernen möchte, entgegenete sie prompt:

Ich erinnere mich an meine Kindheit. Damals saß ich beinebaumelnd auf der Milljohnenbrücke und habe Fussballern beim Training zugesehen. Das war zunächst verwunderlich, denn Fussballfelder sieht man von der Brücke aus nicht. Jedoch ist es recht offensichtlich, dass die Häuser gegenüber des Gesundbrunnencenters relativ neue Bauten sind, Ja, vielleicht war es früher genau dort ein Fussballplatz. Jetzt spielen sie eine Straße weiter…

Hängebrücke

Genietete Hängebrücke und Portale

Die Swinemünder Brücke in Berlin-Gesundbrunnen liegt abseits der üblichen Touristenpfade und ist im Berliner Jargon als  „Milljohnen“brücke bekannt. Millionenbrücke nannte man die von 1903 bis 1905 nach Plänen des Berliner Stadtbaurats für Tiefbau, Friedrich Krause und von Bruno Möhring gebaute Brücke, weil sie 1 Million Goldmark gekostet hat. Andere sagen, die Bezeichnung Millionenbrücke käme von der Anzahl der verwendeten Nieten.

Swinemünder Brücke Ansicht von Westen aus

Swinemünder Brücke Ansicht von Westen aus

Die Brücke ist eine Fachwerkbrücke mit einer als Tragwerk integrierten dreijochigen Hängebrücke. Die Portale sind 17 m hoch. Ihre Länge beträgt 228 m. Die Swinemünder Brücke überbrückt den Bahnhof Gesundbrunnen, der inzwischen zum Fernbahnhof avanciert ist, die S-, U-Bahn und Fernbahngleise. 1954 wurde sie erneuert und 2005 wurde sie wieder saniert.

Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde der Mittelteil der Swinemünder Brücke gesprengt und erst 1954 wieder aufgebaut. Die Swinemünder Brücke steht unter Denkmalschutz. (Update 02.06.09)

Swinemünder Brücke von der Behmbrücke aus

Swinemünder Brücke von der Behmbrücke aus

Quellen:

[1] Berliner Denkmalsliste (04.04.09)

[2] Senat/Stadtentwicklung (23.03.09)

4 Kommentare »

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  1. Dasz die Dame in jungem Alter gerne Fuszballern beim Training zugeschaut hat, ist verständlich – in vielerlei Hinsicht.
    Ein Grund liegt natürlich in der Tatsache, dasz man von dort bis in die 60er-Jahre in das Stadion des Hertha BSC Berlin schauen konnte.
    Erst nach dem Mauerbau entschied sich der Verein, fortan das Olympiastadion für die Heimspiele zu nutzen.

  2. Das untere Foto zeigt nicht die Swinemünder sondern die Boesebrücke an der Bornholmer Straße. Bitte bei Gelegenheit korrigieren.

  3. Gemeint ist natürlich das vorletzte Foto gemeint.

  4. Vielen Dank für den Tipp, wird korrigiert!


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