Innsbruck (At): Hungerburgbahnbrücke (PPP)

10. Apr.2009 um 3:41 am | Veröffentlicht in 1, Brückenin Österreich, Brückenneubau, EUROPA, Stahlbetonbrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Hungerburgbahnbrücke vor idyllischer Bergkulisse

Hungerburgbahnbrücke vor idyllischer Bergkulisse

Pfeiler der Hungerburgbahn auf der Bergseite

Pfeiler der Hungerburgbahn auf der Bergseite

Eine asymmetrische Schrägkabelbrücke überspannt den Inn für die neue Hungerburgbahn, einer neuen Standseilbahn, die seit 2006 das Congresszentrum in Innsbruck mit der Hungerburg und der dort beginnenden Seilbahn auf die Nordkette verbindet. Die Pylone sind ungleich hoch, sie stehen tragen die Brücke über Kabel. Die leicht nach außen geneigten Pylone stehen beim Überqueren der Brücke jeweils am rechten Ufer im/am Wasser. Es gibt also je einen Pylon flussaufwärts und flussabwärts der Brücke.

Das Projekt der gesamten Bahn einschließlich der Brücke gewann der Stararchitekt Zaha Hadid. Das Projekt wurde als Public Private Partnership (PPP) zwischen der Stadt Innsbruck und der STRABAG umgesetzt. Bei einer PPP betreibt die realisierende Firma das Objekt, also eine Brücke oder wie imvorliegenden Fall eine Standseilbahn über einen vertraglich vereinbarten Zeitraum. Dafür kann er Mautgebühren oder andere Einnahmen erhalten.

Hungerburgbahnbrücke aus der hinteren Kabine gesehen

Hungerburgbahnbrücke aus der hinteren Kabine gesehen

Da die ausführende Firma auch die Wartung über den Vertragszeitraum, z.B. 30 Jahre, zu verantworten hat, wird er bemüht sein, ein möglichst pflegeleichtes, d.h. qualitativ hochwertiges Produkt zu erstellen, um die Wartungskosten zumindest über die 30 Jahre minimal zu halten. Danach fällt das Projekt an den öffentlichen Träger zurück und wird dann hoffentlich weiterhin auch der Stadt Gewinne und nicht Erhaltungsaufwand bescheren.

Der Bau der neuen Hungerburgbahn wurde von Bürgerprotesten begleitet, der erste Spatenstich fand unter Polizeischutz statt. Dem heutigen Touristen bietet sich ein moderner Anblick einer Glas- und Betonkombination, die etwas kühl aber attraktiv wirkt. Die Bahn selbst ist eine raffinierte Konstruktion aus einzeln an einem Rahmen aufgehängten Kabinen, die durch ihre vertikale Verschieblichkeit und die hydraulische Neigung jeder Steigung und Kurve angepasst werden können und so auch quasi waagerecht in einer leichten Kurve den Inn auf seiner neuen Stahlbetonbrücke überqueren können. Wie bei allen Standseilbahnen gibt es zwei aus je fünf Kabinen bestehende Fahrzeuge (gelb und blau) mit einer Kapazität von je 130 Personen, die z.Zt. im 15 Minuten-Abstand verkehren.

An der Trasse der vor über 100 Jahren errichteten alten ehemals denkmalgeschützten Hungerburgbahn (1906-2005) fährt man vorbei. Die alten aus Stampfbeton gebauten Viadukte geraten wohl in Vergessenheit.

Hungerburgbahn am oberen Bahnsteig: Rahmen in grau, daran aufgehängte Einzelkabinen in gelb

Hungerburgbahn am oberen Bahnsteig: Rahmen in grau, daran aufgehängte Einzelkabinen in gelb

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