Görlitz: Der Neißeviadukt

22. Mrz.2009 um 3:00 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Geschichte, Mauerwerksbrücke | 1 Kommentar
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Viadukt über die Lausitzer Neiße Quelle: K.OE

Viadukt über die Lausitzer Neiße Quelle: K.OE

[1, Wikipedia/Neißeviadukt] Der Görlitzer Neißeviadukt ist eine Mauerwerksbogenbrücke. Sie überspannt die Lausitzer Neiße zwischen Görlitz und Zgorzelec in Polen. Sie gehört zu den ältesten Brücken Deutschlands und wurde bereits 1847 beim Bau der durchgehenden Eisenbahnstrecke von Dresden nach Breslau errichtet. Die Brücke ist also älter als die berühmteren Mauerwerksbogenbrücken im Elster- und Göltzschtal im Vogtland.

Außer den hohen Bögen über die Neiße besteht die Brücke aus zahlreichen Vorlandbögen und ist damit 475 m lang. Insgesamt 30 Bögen tragen die zwei Eisenbahngleise in 35 m Höhe.[1]

Eine zweite Quelle nennt den Neißeviadukt Görlitzer Viadukt und gibt eine Anzahl von 32 Bögen mit den Spannweiten an: 6 x 18,6 – 5 x 22,2 – 18 x 9,4 – 12,7 – 7,6 m. [2]

Den Bau plante Gustav Kießler, dem auch die Bauausführung zwischen 1844 und 1847 oblag. Der Granit für die Natursteinmauerwerksbrücke kam aus den nahegelegenen Kirchhainer Bergen und wurde per Pferdewagen an die Baustelle transportiert. Die Niederschlesisch Märkische Eisenbahngesellschaft gab einen Bahnhof in Görlitz, westlich der Neiße,  in Auftrag. Dadurch wurde der Viadukt zur Anbindung der östlichen Gebiete erforderlich.

Bereits 1923 wurde ein Gleis der Strecke, die man auch schlesische Gebirgsbahn nannte, elektrifiziert. Am letzten Tag des zweiten Weltkrieges, am 8. Mai 1945 (!) sprengte die Waffen-SS die Brücke. Die Fahrleitung wurde 1945 demontiert und als Reparationszahlung in die UdSSR transportiert. Die Reste der Sprengung wurden 1950 von polnischen Arbeitern beseitigt. Die Brücke wurde zwischen 1954 und 1957 wieder aufgebaut und ermöglicht seitdem den grenzüberschreitenden Bahnverkehr zwischen Deutschland und Polen [1].

Quellen:

[1] Wikipedia (21.03.09)

[2] Karl Gotsch (21.03.09)

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  1. Das Baumaterial stammt aus den ,, Königshainerbergen“ !


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