Vision: Fehmarnbeltbridge

10. Mrz.2009 um 3:42 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Dänemark, Brücken in Deutschland, Brückenneubau, EUROPA, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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Fehmarnlink

Der Fehmarnbeltlink ist beschlossene Sache. Bereits am 3. September 2008 wurde der Staatsvertrag in Kopenhagen unterzeichnet. Der Weg mit dem Auto nach Skandinavien wird damit für alle südlich der Ostsee Wohnenden entscheidend kürzer und ohne Fähre möglich.

Obwohl erste Umweltverträglichkeitsstudien im Rahmen der Machbarkeitsstudien, Ausschreibungsformalitäten und vertragliche Vereinbarungen usw.  bereits geklärt wurden, braucht so eine Projekt seine Zeit. Die Inbetriebnahme der kombinierten zweispurigen elektrifizierten Eisenbahnbrücke (max. 160 km/h, 120 km/h für Personenzüge) und vierspurigen Straßenbrücke, die so genannte 4+2-Lösung, ist für 2018 vorgesehen.

Die neue Website der Femern Bælt A/S, einer Tochtergesellschaft des dänischen Staatsunternehmens Sund & Bælt Holding A/S, verkündet es aktuell: Deutschland und Dänemark sind sich einig, dass die feste Fehmarnbeltquerung aus einer zweigleisigen Bahnverbindung sowie einer vierspurigen Autobahn zwischen Puttgarden und Rødby bestehen soll. Als bevorzugte technische Lösung ist eine (Multi-) Schrägseilbrücke vorgesehen.

Die Bundesrepublik Deutschland und das Königreich Dänemark haben ihre Absicht in einem Vertrag niedergelegt. Das Königreich Dänamark steht für Gewinn und Verlust gerade. Die Realisierung und der Betrieb werden Nutzerfinanziert geplant, d.h. es wird eine Maut für die Nutzung der Schienen- und Straßenwege erhoben werden. Für die jeweilige Vorlandanbindung sind die Anliegerstaaten (DE und DK) selbst verantwortlich.[2]

Die Strecke zwischen Puttgarden und Rødbyhavn ist 19 km lang. Die Hinterlandanbindung auf deutscher Seite  wird nach den Gesetzen des Bundesfernstraßenrechts geplant und gebaut, d.h. die Bundesrepublik Deutschland nach deutschem Recht Träger der Straßenbaulast. Die Schienenanbindung ist ebenso zu auszubauen.[2]

Die Bauphase soll 2012 beginnen, und die Fertigstellung der festen Fehmarnbelt-Querung ist für 2018 geplant. Die für das Brückenprojekt präqualifizierten Beratergruppen sind nach [1]:

Joint Venture aus
– Cowi A/S (DK)
– Obermeyer Planen + Beraten GmbH (DE)
mit folgenden Zulieferern/Unterberatern:
– Leonhardt, Andrä und Partner, Beratende Ingenieure VBI, GmbH (DE)
– Flint & Neill Partnership (UK)
– Dissing + Weitling A/S (DK)

Zur Zeit werden nach den aktuellen Pressemitteilungen unter [1] gerade detailierte und bis ins Hinterland reichende Umweltverträglichkeitsuntersuchungen (UVU) eingeleitet.

Quellen:

[1] Femern Bælt A/S (10.03.09)

[2] Vertrag auf [1], (10.03.09)

Weitere Informationen:

Information der Landesregierung Schleswig-Holstein zur Fehmarnbelt-Querung

Scandinavian Link – Informationsseite zur Fehmarnverbindung

Information des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

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