Montage eiserner Überbauten: Hochbrücke Hochdonn

07. Feb.2009 um 3:04 am | Veröffentlicht in 1, Brücken in Deutschland, EUROPA, Geschichte, Kultur, Sanierung, Stahlbrücke | 1 Kommentar
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Bautechnik H.52, 1924

Hochbrücke Hochdonn während der Montage, Quelle: Bautechnik H.52, 1924

Einbau eiserner Überbauten durch Verschieben in der Brückenlängsachse [1]

„In allen Fällen, in denen die durch den eisernen Überbau zu überbrückende Öffnung wegen des durch sie gehenden Verkehres oder wegen anderer örtlicher Verhältnisse nicht durch Gerüste erheblich beengt werden kann, wird der eiserne Überbau mit Vorteil seitlich der zu überbrückenden Öffnung in der Längsachse der Brücke je nach den besonderen Verhältnissen auf dem Lande, auf den fertigen seitlichen Überbauten oder auf besonderenGerüsten zusammengebaut und dann durch Längsverschiebung an seine entgültige Stelle gebracht. „…

Wegen des regen Verkehrs auf dem Nord-Ostsee-Kanal musste beim Bau der Hochbrücke Hochdonn eine Kanalseite von Gerüsten freigehalten werden. Auf den nördlichen Rampenbrücken wurde der Überbau zusammengebaut und mit Hilfe eines Gerüstes auf einem Ponton, geführt durch eine Seilvorspannung des Pontons und durch einen sich auf den südlichen Rampebrücken abstützenden Führungsträger unterstützt, in die endgültige Lage geschoben…Zum Einschieben des Überbaus dienten vier 5t Winden, aufgestellt auf dem südlich anschließenden Bockträger, deren Seile griffen am Führungsträger an. Auf dem nördlichen (auf dem Foto linken) Bockträger unterstützte am hinteren Ende des Überbaus zur Sicherheit eine 12 t Winde das genaue Einstellen.[nach 1]

Nach 85 jähriger Nutzung musste der 122 m lange  mittlere Überbau, ein Schwebeträger, als durchdachtes Kunststück  lt. [2] ausgetauscht werden. Die Rampenbrücken mit ihren Auflagerpunkten für den mittleren Überbau konnten saniert und erhalten werden. Unter [2, 2007] ist die Demontage des mittleren Überbaus ( Krupp Stahlbau Hannover GmbH) durch Herablassen in den Nord-Ostsee-Kanal dokumentiert.  Auf gleichem Weg gelangte 2006 der Neubauschwebeträger mit weitgehend gleicher Geometrie in seine Position.

1913 bis 1919 wurde die insgesamt ca. 2,2 km lange Brücke gebaut. Seit 2002  war GMG-Dresden mit der Statischen Nachrechnung, der Restnutzungsdauerberechnung und Erarbeitung von Ertüchtigungsvorschlägen beauftragt. [3]

Quellen:

[1] Die Bautechnik, Heft 52, 1924, S. 592, Dr.-Ing. ehr. Schaper

[2] VSL-Litzenhubtechnik: Austausch des Schwebeträgers Hochdonn

[3] GMG-Dresden (Das erfolgreiche Team von  ist übrigens  z.Zt. auf der Suche nach Verstärkung.)

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  1. Danke für diesen Artikel!


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