Japan: Seto-Ōhashi-Brücke

29. Jan.2009 um 3:43 am | Veröffentlicht in 1, ASIEN, Geschichte, Japanese bridges, Stahlbrücke, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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Seto-Ohashi-Brücke

Japan: Seto-Ōhashi-Brücke, vorn Hängebücke, im Hintergrund: zwei Schrägseilbrücken.

Die zweistöckige Große Seto Brücke verbindet die japanischen Inseln Shikoku und Honshu miteinander. Bereits seit Hundert Jahren gab es diese Vision, aber erst nach einem schweren Fährunglück wurde die Realisierung konkret geplant. Sie war die erste Brückekette von inzwischen drei Verbindungen zwischen zwei der beiden Hauptinseln Japans. Die Brückenverbindung bei Okayama besteht aus mehreren Einzelbauwerken: drei Hängebrücken an den Ufern von Shikoku und Honshu und in der Mitte zwei, auf einer der vielen kleinen Inseln aneinander anschließenden, Schrägseilbrücken (die Hitsuishijima and Iwakurojima Brücken). Dazwischen sind weiter Viadukte bzw. Hochstraßenabschnitte. Die Hängekabel der Hängebrücken sind bis auf eine Ausnahme in massiven Ankerblöcken am Ufer bzw. auf den Inseln verankert. Die beiden nördlichen,  im Meer aneinander anbindenden Hängebrücken (Kita Bisan Seto Ō-hashi) verankern ihre Tragkabel in einem massiven Betonpfeiler im Meer. Massive Betonpylone tragen die über einen Meter dicken  Hängekabel der Hängebrücken.

Fährt man im Untergeschoss mit der Bahn, so rauschen die Stahlfachwerkträger der Stahlbrücken an den Fenstern vorbei. Die südlichste der Brücken, die Minami Bisan Seto Ohashi Brücke, hat bei 1,723 km Länge  eine Mittenspannweite zwischen den Pylonen von 1100 m. Sie ist damit die längste kombinierte Straßen- und Bahnbrücke der Welt und zur 11tlängsten Hängebrücke in der sich ständig verändernden Brückenliste der längsten Brücken der Welt. Sie wurde von 1978 bis 1988 gebaut. Obwohl nach der Eröffnung nur normale Züge fuhren, ist die Brücke bereits für den Verkehr der superschnellen Shinkansen Züge bemessen, der dann neben den schon vorhandenen Gleisen fahren wird.  Da Japan erdbebengefährdet ist, musste die Brücke auch so bemessen werden, dass sie Erdbeben bis zu 8,5 auf der Richterscala und Winden bis zu 65 m/s widerstehen kann.

Quellen:

[1] Lionel Browne: Brücken, Meisterwerke der Architektur

[2] Brückennamen aus  Japan-Atlas: Seto Ōhashi

[3] Wikipedia/ Seto-Ohashi 29.01.09

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