Dömitz B191: Straßenbrücke über die Elbe

09. Jan.2009 um 3:33 am | Veröffentlicht in Brücken in Deutschland, Elbbrücken, Ermüdung, EUROPA, Geschichte, Sanierung, Spannbetonbrücke, Stahlbrücke | Hinterlasse einen Kommentar
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Dömitz: Straßenbrücke B191 in der tiefstehenden Wintersonne Quelle: ponton

Der Bogen, gesehen von der Fahrbahn aus

Dömitz B 191: Der Bogen, gesehen von der Fahrbahn aus Quelle: ponton

(u.a. aus: Wikipedia: Straßenbrücke Dömitz) Auch die Strombrücke der nur neun Jahre alten stählernen Straßenbrücke von 1936-38 über die Elbe bei Dömitz wurde in den letzten Kriegstagen des zweiten Weltkrieges, ebenso wie die benachbarte Schwedlerbrücke der Eisenbahn, bombardiert und zerstört. An ihrer Stelle steht heute eine neue Stahlbogenbrücke mit einer Spannweite von 178 m und mit 16 Vorlandbrücken. Die neue Straßenbrücke wurde 1992, also kurzfristig nach der politischen Wende, erbaut. Die Brücke ist von Wittenberge bis Lauenburg auf einem Elbabschnitt von 115 km die einzige Straßenbrücke über die Elbe. Die nächstgelegenen Elbfähren liegen Elbaufwärts: Die Fähre Westprignitz verbindet die beiden Elbufer zwischen Pevestorf und Lenzen, eine weitere Verbindung gibt es bei Schnakenburg.

Nach 1990 wurden die noch vorhandenen Vorlandbrücken auf südlicher (Niedersächsischer) Seite auf ihre weitere Nutzung untersucht und beschlossen, dass ein kompletter Neubau errichtet werden soll. Die neue Brücke ist insgesamt 970 m lang. Die 16 Vorlandbrücken (davon 2 auf Dömitzer Seite) sind als durchlaufende Stahlbetonhohlkästen mit Spannweiten zwischen 33 und 58,4 m ausgeführt. Zwei massive Pfeiler trennen die Stabbogenbrücke von den Spannbetonvorlandbrücken.

Vorlandbrücken auf Dömitzer Seite

Vorlandbrücken auf Dömitzer Seite, Quelle: ponton

Die Hänger aus Rundstahlprofilen wiesen nach relativ kurzer Betriebszeit Ermüdungsrisse auf, die auf Regen- Wind-induzierte Schwingungen (Galloping) zurück geführt wurden. Zum Reduzieren der Schwingungsanfälligkeit wurden als Sanierungslösung je Hänger drei dynamische Schwingungsdämfer angebracht, s. Bild 2.

Über das Phänomen der Ermüdungsanfälligkeit von Hängeranschlüssen an Stabbogenbrücken (hier in der Wärmeeinflusszone des geschweißten Anschlusses von rechteckigen Hängern) berichtet der Stahlbau 77 (2008), Heft 12 an einem weiteren Beispiel, einer Eisenbahnbrücke.

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