Prag: Nuselsky most, Nusle-Brücke: ehemalige Gottwaldbrücke

05. Jan.2009 um 3:47 am | Veröffentlicht in 1 Brücken: Geografisch, 4 Brücken, Brücken in Tschechien, Ermüdung, EUROPA, Exp. Tragsicherheit, Geschichte, Sanierung, Stahlbetonbrücken | 2 Kommentare

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Prag: Nusle-Brücke, erbaut 1973, Quelle: Wikipedia: Creative common license by Jklamo

(nach Wikipedia zu Nuselsky most (cz)) Die Brücke über das Nusletal in Prag ist eine zweietagige Autobahnbrücke, mit einer unter der Fahrbahnplatte im Hohlkasten untergebrachten Metro. Es handelt sich um eine weit spannende Stahlbetonbrücke, die die entfernteren südöstlichen Prager Stadtteile und Pankrac mit Karlov und der Stadtmitte verbindet.

Die Brücke wurde als Klement-Gottwald-Brücke im Jahr 1973 in Betrieb genommen. Auf der Pankracer Seite ist eine Metrostation in die Brücke integriert. Überbrückt wird das Nusletal mit dem Folimanku Park, dem Botic-Bach und der Eisenbahnlinie vom Prager Hauptbahnhof in Richtung Smichov.

Schon vor der Eröffnung gab es Probleme. Die erste Belastungsprüfung fand schon im November 1970 mit 66 Panzern statt. Während des Baus wurde dann entschieden, dass nicht die leichten Waggons der tschechischen Serie R1 (10,5 t), sondern eine sowietischer Import (Ecs, 81–71, 16 t) eingesetzt werden sollten. Für 60% höhere Verkehrslasten war die Brücke jedoch nichteine bemessen. Man ergänzte nachträglich ein 822 t schweres Verstärkungsrost zum Umleiten der inneren Beanspruchungen in die Hohlkastenwände. Eine zweite Belastungsprüfung folgte, trotzdem blieben Zweifel im Hinblick auf die Ermüdungssicherheit der Verbindung des nachträglich eingefügten Last verteilenden Rostes mit der ursprünglichen Konstruktion. Berechtigt, wie sich in den 90ziger Jahren zeigte. Wegen ungünstiger Detailausführung entstanden an 50% der Anbindungsdetails Ermüdungsrisse, die 1996-97 durchgeführte Sanierung aller dieser Details erforderlich machte. 1990 wurden auf dieser Strecke (Linie C) als erstes der Name und die schweren Waggons durch die neue leichte Waggonserie M1 ausgetauscht

Die Nusle-Brücke ist 485 m lang und 26,5 m breit. Der Stahlbetonrahmen stützt sich auf 4 Pfeiler. Zwei Brückenfelder überspannen 68,5 m und die übrigen drei haben eine Spannweite von je 115,5 m. Die Brücke hat eine mittlere Höhe von 42,5 m über dem Tal. Der Hohlkasten für die Metro hat eine Trapezform mit einer Höhe von fast 6,5 m. Die Wanddicke liegt zwischen 30 und 110 cm. Die Brücke ist eine der größten in der Tschechischen Republik.

Die Beleuchtung der Brücke ist in der Mitte der Brücke, entlang der Brückenachse, angeordnet. Anfang der 1990-ziger Jahre wurde an den Seiten ein 2,70 m hohes Gitter angebracht, um Selbstmörder abzuschrecken. Man schätzt, dass etwa 200 bis 300 Menschen durch den Sprung ins Tal ums Leben gekommen sind.

Die geplante Metrolinie D wird ab ca. 2013 die Strecke entlasten, so dass eine Generalsanierung der Brücke möglich wird. Die neue Linie wird einem komplett modernisierten Konzept folgen und Fahrerlos durch vom Hauptbahnhof in Richtung Süden nach Krč, Libuš and Písnice fahren.

Quelle: In Anlehnung an Wikipedia zu Nuselsky most (cz) (04.01.09)

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  1. […] (Nuselsky most). Eine interessante Konstruktion, über die – wer will – Details nachlesen kann. Zum Vyšehrad sind es einige Minuten trostlosen Fußwegs, da muss man durch – so wie […]

  2. […] der Brücke (Nuselsky most). Eine interessante Konstruktion, über die – wer will – Details nachlesen kann. Zum Vyšehrad sind es einige Minuten trostlosen Fußwegs, da muss man durch – so wie dann […]


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