Älteste Brücke Berlins: Die Jungfernbrücke

03. Jan.2009 um 3:19 am | Veröffentlicht in Brücken in Deutschland, EUROPA, Geschichte, Gusseisenbrücke, Holzbrücken, Kultur, Sanierung | 1 Kommentar
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Tafel auf der linken (westlichen Uferseite)

Jungfernbrücke: Tafel auf der linken (westlichen Uferseite)

Jungfernbrücke nach der Sanierung, hier 2008

Jungfernbrücke nach der Sanierung, hier 2008

Hölzerne Rollenkästen und Pfeiler

Hölzerne Rollenkästen und Pfeiler mit den Ketten für den Klappmechanismus

Die älteste, noch in ihrer ursprünglichen Form erhalten gebliebene, Brücke Berlins über einen Spreearm (Schleusengraben, früher Kupfergraben) an der Museumsinsel ist die Jungfernbrücke. Sie entstand in der noch jetzt bekannten Form 1798 und verbindet die ursprünglichen Berliner Ansiedlungen Cölln und den Friedrichswerder vor der noch vorhandenen, aber offensichtlich nicht mehr betriebenen Schleuse. 1996 bis 1998 wurde die Jungfernbrücke komplett saniert. Die äußeren Bögen haben inzwischen ein Innenleben aus Beton, verkleidet mit neuen roten Sandsteinplatten. Auch die Holzteile der Bogenkästen und Portalpfeiler sind neu. Die Gusseisenteile sind weitgehend erhaltene Originalteile. Lt. Tafel am Brückenufer (s. o. ) scheint der Klappmechanismus heute nicht mehr funktionstüchtig zu sein. Die Wohnbebauung an den Ufern zu beiden Seiten der Jungfernbrücke wurde weitgehend im zweiten Weltkrieg zerstört.

Katalog zur Ausstellung 18.09.-14.10.1990 (SenBauWo Berlin)

Jungfernbrücke mit ursprünglicher Vorkriegsbebauung, Quelle: Berliner Brücken: Katalog zur Ausstellung 18.09.-14.10.1990 (SenBauWo Berlin)

Die Spannweiten der Überbauten sind unsymmetrisch, der kleinere westliche Bogen überspannt 3,60 Meter und der größere östliche Bogen 6,60 Metern. Die lichte Weite des Mittelteils beträgt 8,70 Meter, die hochklappbaren Brückenhälften sind je 4,20 Meter breit. Umfangreiche Informationen über die Geschichte der Jungfernbrücke (ehemals Spreegassenbrücke) mit überraschenden Details, z.B. zur ursprünglichen Funktionsweise des Klappmechanismusses oder auch zur Namensgebung, kann man unter Wapedia oder bei berlinstreet finden.

1 Kommentar »

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  1. Gucke mal hier.

    Da ich 15 Jahre lang ca. 500 m weit oder nah gewohnt habe, ist sie mir immer noch ans Herz gewachsen.


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