Brücken auf Briefmarken: Monbijoubrücken in Berlin

25. Dez.2008 um 2:55 am | Veröffentlicht in 4 Brücken, Brücken in Deutschland, Brückenneubau, Briefmarken, Geschichte, Kultur, Mauerwerksbrücke, Spreebrücke | 1 Kommentar
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Monbijoubrücken Berlin Quelle: ponton

Berlin, Monbijoubrücke, public domain-copyright expired (Album Berlin-Potsdam, Kunstverlag Robert Hügel Berlin, 1904)

Berlin, Monbijoubrücke, gefunden bei Wikipedia: public domain-copyright expired (Album Berlin-Potsdam, Kunstverlag Robert Hügel Berlin, 1904)

(u.a. Wikipedia) Die Brücke, um die es heute geht, ist die Monbijoubrücke über die Spree in Berlin-Mitte. Bei der hier gezeigten Brücke auf der Briefmarke von der Kunstausstellung der DDR in Dreseden 1987/88 handelt es sich nicht, wie der Untertitel besagt, um die Weidendammbrücke, sondern um die Monbijoubrücke am Bode-Museum im Zuge der Monbijoustraße in der Spandauer Vorstadt mit Blick von der Brücke an der Tucholskistraße/ Geschwister Scholl-Str.

Brücke am Bodemuseum

Brücken am Bodemuseum, DDR-Briefmarke

Darum sollte die Briefmarke in der vorgestellten Form m.E. mit dem Fernsehturm im Hintergrund (seit 1967) eigentlich ein Fehldruck sein. Es entzieht sich jedoch meinem Wissen, ob das seinerzeit erkannt wurde und ob es je ein Update gab. Fairer Weise sei hinzugefügt, dass die ursprüngliche Holzbrücke von 1776 tatsächlich einmal Weidendammbrücke, später Mehlbrücke bzw. Mehlhausbrücke hieß. Heute tragen beide Überbauten den Namen Monbijoubrücken und verbinden die Museumsinsel mit dem Monbijoupark im Norden bzw. der Straße am Kupfergraben.

Die hier gezeigte Version der Monbijoubrücke war ein häufig gezeigtes Motiv in Brückevorträgen der Nachwendezeit. Wegen der nördlichen Behelfsbrücke, die natürlich nicht ins Bild der Museumsinsel passte, war es ein ewiger Schandfleck, der erst im Rahmen der Sanierung des Bodemuseums im Jahr 2006 endlich beseitigt wurde.

Während der südliche Brückenteil (hier rechts) , der den Kupfergraben überspannt, im Krieg nicht beschädigt wurde, hatten deutsche Truppen den nördlichen Überbau über die Spree gesprengt. Beide (originalen) Mauerwerksbogenbrücken wurden gleichzeitig mit dem Bodemuseum zwischen 1898 und 1904 erbaut. Seit 12. Oktober 2006 überspannt jetzt, entgegen dem Original mit zwei Bögen und Strompfeiler, ein einzelner neuer natursteinverkleideter Stahlbetonbogen als Fußgängerbrücke die Spree, um die Schifffahrt nicht zu beeinträchtigen. Zwei je 40 m lange vorgefertigte Stahlbetonteile wurden im Mai 2006 mit Hilfe von Schwimmkränen auf die Widerlager gesetzt und trafen sich in der Mitte.

Auch die Neueröffnunng der Brücke fand parallel zu einem Ereignis des Bodemuseums statt: Es wurde im Oktober 2006 nach sechs Jahren Bauzeit wieder eröffnet.

Weitere Informationen im Stahlbau 2/2007

1 Kommentar »

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  1. […] Befürworter und Unterstützer des Stadtschlosses davon? Da war doch der Entwurf der nördlichen Monbijoubrücke ein viel gelungeneres Beispiel für eine neugebaute Einfeldbrücke, die dem gestiegenen […]


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