Kohlefaserverstärkung: West Gate Bridge in Melbourne

05. Dez.2008 um 3:38 am | Veröffentlicht in 4 Brücken, AUSTRALIEN/ OZEANIEN, Sanierung, Stahlbetonbrücken | Hinterlasse einen Kommentar
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Die Brücke West Gate Bridge verbindet das australische Melbourne mit den Industrie- und Wohngebieten am anderen Flussufer. Sie überspannt den Fluss Yarra. Die ursprüngliche Stahlbrücke ist durch eins von drei weltweit aufgetretenen tragischen Beulversagen der Hauptstahlüberbauten bekannt. Der Kollaps passierte am 15. Oktober 1970. Ein Überbau zwischen Pfeiler 10 und 11 fiel in 50 m Tiefe. 35 Bauarbeiter starben. Die anderen beiden Unglücke passierten in Zeulenroda (während der Konstruktion im Freivorbau der Hohlkastenbrücke ) und … die dritte Brücke weiß ich nicht mehr, wer kann weiter helfen?

Die neue West Gate Bridge ist eine Stahlbetonbrücke; sie wurde 1978 in Betrieb genommen. Bis 1985 wurde dann zur Refinanzierung Maut verlangt und festgestellt, dass viele Fahrer alternative Routen wählten, um die Maut zu umgehen. Schnell waren außerdem die ursprünglichen vier Richtungsfahrbahnen zu wenig. Je Richtung wurde eine weitere Fahrspur, insbesondere zur Realisierung einer Auffahrt, notwendig. Um eine Überbelastung zu vermeiden, sollte die vorhandene Brücke verstärkt werden.

Im Frühjahr 2001 wurde ein Konsortium, bestehend aus den australischen Firmen Abigroup und Savcor sowie dem schweizerischen Spannverfahrenhersteller BBR Systems Ltd. Zürich und dem deutschen Ingenieurbüro bow-ingenieure mit der Verstärkung der Brücke mit Hilfe von FRP-sheets beauftragt:

„Da die Anwendung von geklebter Bewehrung aus Faserverbundwerkstoffen in Australien bisher kaum bekannt ist und daher auch keine nationalen Bemessungsvorschriften existieren, wurde auf Vorschlag von bow die technische Bearbeitung nach der seit kurzem erschienenen britischen Richtlinie „Technical Report No. 55“ durchgeführt. Bei Anwendungsfällen, die durch die britische Richtlinie nicht abgedeckt waren, wurde zusätzlich auf andere nationale Vorschriften, insbesondere auch auf deutsche Richtlinien und Zulassungen, zurückgegriffen“.

Quellen: Structural Engineering International, Volume 12, Nr 1, 1 Februar 2002 , S. 14-16(3),

Weiterlesen bei: bow-ingenieure

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