Neue Brücke in zwei Wochen bauen!

19. Okt.2008 um 2:36 am | Veröffentlicht in 4 Brücken, Brückenneubau, Vision | Hinterlasse einen Kommentar
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Dr.-Ing. Peter Harryson Chalmers Universität, Göteborg

Dr.-Ing. Peter Harryson Chalmers Universität, Göteborg

04.06.2008 – (idw) Schwedischer Forschungsrat – expertsvar.se

Mit neuen Baumaterialien, industriellen Herstellungsprozessen und einem effektiven Bauablauf wird es möglich, eine Brücke zwei Wochen nachdem die Bauarbeiten vor Ort losgingen, in Betrieb zu nehmen. Das stellt eine neue Dissertation der Chalmers University of Technology vor. Die Pilotstudie für ein neues Brückenkonzept, die i-Brücke, ist Teil von Peter Harryson´s Doktorarbeit auf dem Gebiet der Betonkonstruktion an der Chalmers Universität. Die Brücke besteht aus extrem leichten Segmenten, die vor Ort zusammengesetzt werden. Die lastabtragenden Teile bestehen aus V-förmigen Glasfaserverbundträgern, die mit Kohlefasern an der Unterseite verstärkt sind. Die Träger wirken mit einer Betonfahrbahnplatte aus Stahlfaser verstärktem hochfestem Beton zusammen. Da diese Materialien sehr dauerhaft sind, sind sie vorteilhaft in Bezug auf die Life-Cycle Perspektive, und sie sind extrem gut für eine industrielle Fertigung geeignet. Wie immer, diese Materialien werden bis heute im Brückenbau nicht verwendet.

„Der neue Brückentyp, eine Konstruktion, ist eine Vorschau auf zukünftige Projekte in einigen Jahren, aber die Studie zeigt, dass es technologisch möglich sein könnte, sie auch heute schon zu bauen, wenn das Konzept weiterentwickelt wird.“ sagt Peter Harryson. „Unter den gegenwärtigen ökonomischen Bedingungen , ist die Realisierung durch die erforderlichen Investitionen beschränkt, die erforderlich sind, um die Produktion zu starten sowie durch den hohen Preis für die Faserverbundwerkstoffe.“

Nach heutigen Bedingungen kostet der neue Brückentyp schätzungsweise doppelt soviel wie eine konventionelle Brücke. Aber das ökonomische Potential des Brückenkonzepts kann entscheidend verbessert werden, wenn die man die Abschätzung auf eine andere Weise durchführt. Neben der kürzeren Konstruktiondauer, gibt es noch einige weitere Vorteile, aus der Sicht der Life-Cycle Analyse und im Hinblick auf die höher zu bewertenden Arbeitsbedingingungen.

Das Projekt war Bestandteil des Vinnova (Schwedische Regierungsbehörde für Innovative Systeme) Forschungsprogramms „Straßen, Brücken, Tunnel“. Peter Harryson war ein Doktorand der Schwedischen Straßenbehörde, die die Arbeit gefördert hat.

Die Dissertation unter dem Titel „Industrial Bridge Engineering – Structural developments for more efficient bridge construction (deutsch: Industrieller Brückenbau – konstruktive Entwicklung effektiverer Brückenkonstruktionen)“, wurde am 29.Mai (2008) öffentlich verteidigt.

Kontakt für mehr Informationen: Peter Harryson

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