Brückenspinnen: Gefahr für Brücken?

22. Apr.2009 at 3:00 | In 1 | Leave a Comment
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Spinnengewebe verschandeln den Anblick

Spinngewebe verschandeln den Anblick

Seitdem im letzten September die Zeitungen [1] über das vermehrte Auftreten von Brückenkreuzspinnen berichtet haben, hat man an Brücke über Wasserläufen genauer hinschaut. Die Brückenkreuzspinnen (und vielleicht auch noch andere Spinnenarten) stören den Menschen überall dort, wo in Wassernähe gebaut wird. Und die Brückenkreuzspinnen (Larinioides sclopetarius, Synonym Brückenspinne Araneus sclopetarius) vermehren sich enorm. Bis zu 1500 Nachkommen hat ein Weibchen im Jahr. Das hat Frau Dr. Anja Nioduschewski in ihrer Doktorarbeit als Biologin herausgefunden.[1]

Brückenkreuzspinne, Quelle: Rainer Altenkamp, Berlin (Wikipedia, Gnu free licenze)

Brückenkreuzspinne, Quelle: Rainer Altenkamp, Berlin (Wikipedia, Gnu free licenze)

Das Männchen der Brückenspinne, eine Radnetzspinne wird ca. 6-8mm , das Weibchen 10-13mm groß. Sie bauen ihr Radnetz über dem offenen Wasser. Ihr Vorkommen an Brücken beschränkt sich demzufolge auf Brücken über Gewässern (oder Gebäude in Wassernähe). Sie wird in Deutschland in der Roten Liste als „ungefährdet“ eingestuft.[2]

Von Brückenschäden ist mir nichts bekannt. Sie sind einfach nur unappetitlich, wenn sie in der Hamburger neugebauten Hafencity zu Hunderten die Fassaden besiedeln. Wahrscheinlich bleibt den Bewohners so eine Mückenplage erspart.

Einzigartig ist die Spinneninvasion in Hamburg nicht. „Die haben wir in Berlin auch“, sagt Jason Dunlop vom Naturkundemuseum. Sie mögen das Licht der Menschen, das die Insekten in die Netze lockt. „Man müsste das Licht abschalten“, sagt Dunlop, „anders wird man sie nicht los“.[1]

Quellen:

[1] BerlinOnline/vom 20.09.08

[2] Wikipedia/ Brückenkreuzspinne (10.03.09)

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