Havelbrücken: Sandauerbrücke (1907, neu 2009)
08. Feb.2010 at 3:00 am | In Brücken in Deutschland, Ersatzneubau, Havelbrücke, Stahlbrücke | Leave a CommentTags: Brückenneubau, Havel, Havelberg, Sandauer Brücke, Stahlbrücke
Havelberg liegt westlich von Berlin im Landkreis Stendal an der Havel. Erst im März 2009 wurde im Zuge der Bundesstraße 107 auf Pontons am km 145,46 [1] auf der Havel eine Stahlbogenbrücke von ihrem Montageplatz zum Bestimmungsort an der B107 eingeschwommen, meldete [3]. Wegen des zu erwartenden Hochwassers wurde das Einschieben des Doppelbogenüberbaus in der Havelstadt bei bereits relativ hohem Wasserstand (2,65 m) ein paar Tage vorgezogen.[nach 3]
Die Stabbogenbrücke ist ein Ersatzneubau. Das zweifeldrige Gesamtbauwerk besteht aus einem 88,50 m langen einhüftigen Stabbogen über der Stromöffnung und einem Stahlverbund-Plattenbalkentragwerk mit einer Länge von 36,80 m über der Nebenöffnung.[2]
Die alte Brücke steht noch neben dem Bauplatz . Sie ist schon über 100 Jahre alt (Foto beim WSA, 1] und dem gewachsenen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen. Die alte Brücke wurde 1907 gebaut und 1951 sowie 1991 saniert. Sie war eine Kombination aus einem Bogen, zwei Fachwerkbrücken mit parallelen Gurten und an den Ufern zwei Vollwandträgern. Die Fußgängerstege liegen außerhalb der Hauptträger.[1]
Gerade Hänger verbinden Bogen und Fahrbahnkonstruktion.
Dem Ingenieurbüro Klähne oblag die Prüfung der neuen Brücke einschließlich der Montagezustände, Bilfinger & Berger die Ausführung. Das Baugrundgutachten führte IBH – Herold & Partner Ingenieure durch.
Die Brücke soll noch 2009 komplettiert und dem Verkehr übergeben werden.
Havelbrücken: Plaue (1904, 2002)
07. Feb.2010 at 10:11 pm | In 1, Brücken in Deutschland, Geschichte, Havelbrücke, Stahlbrücke, Wartung | Leave a CommentTags: Havelbrücke, Parabelträger, Plaue, Stahlfachwerkbrücke
In Plaue überbrücken zwei Brücken die Havel. Die alte Havelbrücke in Plaue ist nicht mehr in Betrieb. Sie dient heute nur noch als Fußgängerbrücke. Im Zuge der Bundesstraße B1 wurde inzwischen eine moderne, 240 m lange Verbundbrücke gebaut, die den Autoverkehr trägt.
Die neue Brücke wurde im Pilgerschrittverfahren errichtet. Die Stahlbrücke mit Betonfahrbahn ist 13,0 m breit. [1]
Die alte Brücke ist stark korrodiert. Über 100 Jahre ohne kontinuierliche neue Korrosionsschutzanstriche haben ihre Spuren hinterlassen.
Geschichte:
Im Oktober 1904 wurde die alte Fachwerkbrücke eröffnet. Drei Felder überbrücken die Havel an einer ihrer schmalsten Stellen in Plaue. Die drei Fachwerkträger mit an den Knotenblechen abknickendem Obergurt und horizontalem geraden Untergurt (Halbparabelträger) sind ins gesamt 130 Meter lang und 10,70 Meter breit.
Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Brücke gesprengt und wieder gehoben. So wieder hergestellt, diente sie noch über 50 Jahre dem Fahrzeugverkehr.
Heute dient sie Wanderern und Radfahrern. Sie steht unter denkmalsschutz. Der Belag auf den ehemaligen außerhalb der Fachwerkträger liegenden Fußgängerwege sind schon abmontiert. Die attraktiven Geländer im Jugendstil [2] dienen nur noch zur Ansicht oder als Fotokulisse beim Blick in Richtung neue Brücke.
Schon Fontane wusste die landschaftliche Schönheit der Gegend zwischen Plauer See und dem Wendsee zu schätzen. In seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg hat er seine Eindrücke verewigt. Auch Friedrich und Zar Peter I. waren in der Vergangenheit hier. Vielleicht liegt es an der Freundlichkeit der Menschen, die bis heute bewahrt wurde. Auch als Fremder wird man hier immer wieder im Vorbeigehen begrüßt.
Quellen:
[1] Doka Schalungen, zitiert am 07.02.09
[²] Plaue in Brandenburg, zitiert am 07.02.09
Paris: Pont au Double (1883)
25. Jan.2010 at 10:56 pm | In Brücken in Frankreich, Eisenbrücken, Geschichte, Seinebrücken | 1 CommentTags: aufgeständerte Fahrbahn, Bogenbrücke, Gusseisen, Historic Hospital Hôtel Dieu, Paris, Pont au Double, Seine
Der Pont au Double verbindet die Ile de la Cité an ihrem südlichen Ende in Höhe der Cathedrale Notre Dam mit dem Südufer der Seine. Die gußeiserne Bogenbrücke [3] mit aufgeständerter, also oberhalb des Bogens liegender, Fahrbahn, überbrückt als einfeldriger Bogen mit 31 m Spannweite [1] den kleineren Seinearm. Der heutige Pont au Double entstand 1881-1883 zwischen dem Quai de l’Archevêché und dem Quai Montebello.
20 m Brückenbreite reichen für je eine Fahrspur in jede Richtung und die Fußgängerwege.[1]
Eine Treppe führt von der Brücke zur Seine hinab. Dort wuschen früher die Nonnen Wäsche für die Kranken und Verletzten direkt im Wasser der Seine. Man nannte sie die Kleinen Wäscherinnen. [1]
Geschichte:
Bereits seit 1634 entstand an dieser Stelle eine einfache Brücke, die das ehemalige Hospital Hôtel Dieu, dessen Geschichte bis ins Jahr 651 zurückreicht, auf der Insel le de la Cité mit dem Ufer verband. Der Name double wird von der Gebühr abgeleitet, die damals als Brückenmaut entrichtet werden musste.[3]
Der Grund für die Notwendigkeit einer Brücke war, dass Gebäude des Hospitals Hôtel Dieu nicht nur auf der Seineinsel, sondern auch am Ufer der Seine standen und die Brücke für den Krankentransport der Patienten gebraucht wurde. Die Brücke verband die beiden Hospital-Hotelgebäude. Das Dieu gilt als das älteste Krankenhaus von Paris. Die Brücke stürzte im Jahr 1709 ein und wurde 1847 neu gebaut. [2] 1865 ließ Baron Haussmann das alte Hotel Dieu abreißen und schuf so Baufreiheit für eine neue modernere Brücke, die gusseiserne Brücke von 1883, die noch bis heute steht. Nicht weit entfernt entstand 1877 das heutige Hôpital Hôtel-Dieu, ein Krankenhaus [3].
Quelle:
[1] Paris im www, zitiert am 25.01.10
[2] de.Wikipedia/Hotel Dieu, zitiert am 25.01.10
[3] en.Wikipedia/Hotel Dieu, zitiert am 25.01.10
Berlin: Baumschulenbrücke (1904, saniert 1996)
20. Jan.2010 at 10:53 pm | In 1, Brücken in Deutschland, Geschichte, Stahlbrücke | Leave a CommentTags: Baumschulenbrücke, Berlin, Brücke, Britzer Verbindungskanal, genietetes Fachwerk, Straßenbrücke
Die Baumschulenbrücke überbrückt den Britzer Verbindungskanal (bis 1994 Britzer Zweigkanal) als einfeldrige Straßenbrücke. Es handelt sich um den ursprünglichen Typ einer parallelgurtigen Fachwerkbrücke, die um 1904 häufig für Brücken über die damals neuen Berliner Kanäle verwendet wurde.
Der Name stammt von der Späth´schen Baumschule, die es nach über 100 Jahren auch heute noch hier gibt. Unweit der Brücke in Richtung Späth´sche Baumschule ist ein alter Wegweiser erhalten geblieben und weist den Weg nach Niederschöneweide und Köpenick über die Brücke.
Der Britzer Verbindungskanal verbindet den Teltowkanal mit der Spree in Treptow und ist nur 4,1 km lang [1]. Die Lage der Baumschulenbrücke wird als Entfernung zum km 0 des Teltowkanals gerechnet: TEK 29,12a.
Auch hier zog, wie entlang des Teltowkanals, bis zum Ende des zweiten Weltkrieges eine elektrische Treidelbahn beidseits des Kanals die Schiffe.[2]
Am Ende des II. Weltkrieges wurde die Brücke zerstört (Foto[3]). Die Brücke hat eine Spannweite von rund 49 m, die Breite beträgt 14 m. Sie erhielt bis 1996 eine Grundsanierung mit einem neuen Korrosionsschutz . Während der Sanierung gab es vorrübergehend eine parallele Behelfsbrücke [4].
Quellen:
[1] Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin, zitiert am 20.01.10
[2] KGA Mariengrund, zitiert am 20.01.10
[3] Bundesarchiv: zerstörte Baumschulenbrücke, zitiert am 20.01.10
[4] Berlinonline.de, zitiert am 20.01.10
Paris: Pont Notre-Dame (1853, 1912)
17. Jan.2010 at 11:12 pm | In 1, Brücken in Frankreich, Geschichte, Mauerwerksbrücke, Seinebrücken, Stahlbrücke | Leave a CommentTags: Living Bridge, Mauerwerksbogen, Paris, Pont Notre-Dame, Seine, Stahlbogenbrücke
Der Pont Notre-Dame in Paris verbindet den Quai de la Corse auf der Seineinsel Île de la Cité mit dem Quai de Gesvres am Nordufer der Seine. Die Brücke besteht aus drei Bögen. Zwei Bögen überbrücken die Seine und der dritte Bogen die Uferstraße Voie George Pompidou. Die Brücke ist 105 m lang und 20 m breit.[1] Die Fahrbahn ist 12 m breit, die Fußwege je 4 m.[2] In Verlängerung führt die Brücke auf die Rue de la Cité und den Pont Petit, die kleine Brücke über den schmaleren Arm der Seine.
Geschichte
An dieser Stelle stand schon seit über zwei Jahrtausenden eine Brücke zur Insel in der Seine, der heutigen Île de la Cité. Bereits zu Zeiten von Gaius Julius Cäsar zerstörten die Römer den damaligen Holzsteg auf die Insel. Das war im Jahr 52 v. Chr. Doch die Römer bauten an dieser Stelle eine Brücke aus Stein.
Auch diese Brücke fiel kriegerischen Auseinandersetzungen zum Opfer und wurde später durch einen Ponton ersetzt, den Pont des Planches de Milbray. Der Ponton wurde durch eine Überschwemmung weggeschwemmt. Nach einigen weiteren Brücken (s. [1] und [2]) entstand 1413 der erste Pont Notre-Dame, der nach der gleichnamigen gotischen Kathedrale benannt wurde, die im Jahr 1345 vollendet worden war. Gegründet auf 17 Pfahlwerkreihen trug sie 65 Häuser. Vermutlich wegen mangelnder Wartung brach die Brücke 1499 ein.[1]
1853 wurde auf alten Fundamenten eine Brücke mit fünf Bögen gebaut. Wegen der vielen Schiffsunfälle, nach [2] waren es 35, erhielt die Brücke den Beinamen Pont du Diablo. Nach 1910 ersetzte man die mittleren drei Bögen durch den heutigen mittleren über 60 m spannenden Stahlbogen von 1912. Die Konstruktion der äußeren Mauerwerksbögen von 1853 entstanden nach dem Entwurf von Gariel und den Stahlbogen von 1912 entwarf Dayde.[2]
Quellen:
[1] de.Wikipedia/Pont Notre-Dame, zitiert am 16.01.10 (mit Foto eines Gemäldes der Living Bridge von 1756).
[2] Paris.fr/pontes, zitiert am 16.01.10
[3] Historische Brückenbilder des Pont Notre-Dame, zitiert am 16.01.10
Alsenbrücke zwischen Stölpchensee und Pohlesee (1906/1996)
14. Jan.2010 at 3:00 am | In 1, Brücken in Deutschland, Ersatzneubau, Geschichte, Stahlbrücke | Leave a CommentTags: Alsenbrücke, Berlin, Kohlhasenbrücker Straße, Prinz-Friedrich -Leopold-Kanal, Stölpchensee
Unter dem Namen Alsenbrücke in Berlin (Mitte/ Tiergarten) kannte man nach 1858 vor allem die Zugangsbrücke zum Humboldthafen, so etwa in dem Bereich, wo heute die Gustav Heinemann- Brücke liegt.
Es gibt jedoch eine noch existierende genietete alte Stahlbrücke, die im Zuge der Kohlhasenbrücker Straße den Verbindungskanal zwischen dem Stölpchensee (es gibt auch zwei Stölpchenseen in Berlin…) und dem Pohlesee überbrückt. Dieser Verbindungskanal ist ein Teil des Prinz-Friedrich -Leopold-Kanals. Die ursprüngliche Brücke, nach [3] erbaut im Jahr 1906, ebenso wie der Kanal den sie überbrückt, besticht durch Ihr im Jugendstil gestaltetes Geländer.
Die 1906 erbaute Brücke war jedoch viel schmaler. Nach 1990 wurde der Oberbau der Brücke erneuert. Die ursprünglichen Pfeiler, Geländer und Gesimse konnten nach [3] weitgehend beibehalten werden. Heute bilden zwei Fahrspuren und ein großzügiger Fahrradweg sowie zwei Fußgängerwege die neue breite Fahrbahn. Auch die Brückenlaterne in Brückenmitte vermittelt noch etwas Ursprüngliches. In [3] ist der Schnitt durch die orthotrope Stahlfahrbahnplatte dargestellt.
Geschichte des Stadtteils Wannsee:
Um 1870, als in Berlin die Industrialisierung begann, zogen vermögendere Berliner an den Stadtrand und gründeten dort eine vornehme Villengegend, u.a. die Alsen-Villa., errichtet von Wilhelm Conrad. Wilhelm Conrad setzte damit den Startschuss für die Colonie Alsen am Wannsee. Die Gemeinde Wannsee entstand 1898 aus 1898 entstand die Gemeinde Wannsee aus dem Dorf Stolpe, der Colonie Alsen und der aufstrebenden Kolonie Wannsee. Seit 1920 ist Wannsee in den Groß-Berliner Stadtbezirk Zehlendorf eingemeindet worden. [nach 1]
Den Schwager des Begründers der Colonie Alsen erinnerte die Gegend an die Ostseeinsel Alsen und regte die Benennung der Colonie Alsen nach der Ostseeinsel an, auf der 1864 der preußische Sieg im däischen Krieg geschlossen wurde [nach 2] Die Alsenbrücke verbindet als Straßenbrücke quasi die Colonie Alsen mit der im Anschluss entstehenden Kolonie Neubabelsberg entlang des Griebnitzsees. So könnte der Name Alsebrücke einen Bezug zur ursprünglichen Colonie Alsen. Nachdem bis 1906 die Bäke zum Teltowkanal ausgebaut wurde, entstand auch die Böckmannbrücke im Zuge der Kohlhasenbrücker Straße stadtauswärts.
Quellen mit weiteren Informationen über die Region:
[1] de.Wikipedia/ Berlin-Wannsee, zitiert am 13.01.10.
[2] de.Wikipedia/ Colonie Alsen, zitiert am 13.01.10.
[3] Stadtentwicklung Berlin, zitiert am 13.01.10.
Pontonbrücke neben der Meiningenbrücke (1980) und Ersatzneubau (geplant)
11. Jan.2010 at 3:33 am | In 1, Brücken in Deutschland, Ersatzneubau | Leave a CommentTags: Ersatzneubau, MeckPom, Meiningenbrücke, Pontonbrücke, Zingst
Im Sommer wird der derzeit nicht aktive Ponton neben der alten Meiningenbrücke parallel zur alten Brücke eingeschwommen und dient als Fahrspur von Zingst auf das Festland. Die Hydraulik senkt sich auf die Zufahrtsspuren ab.
Neben PKW´s dürfen auch LKW´s die Ponton-Brücke benutzen, sie müssen sich jedoch gemäß Verkehrsschild genau nach den Vorschriften für den Abstand untereinander richten. Maximal 20 t dürfen die LKW´s wiegen und der Mindestabstand zwischen den LKW´s muss 30 m betragen.
Um die Zufahrt auf die Brücken zu regeln, gibt es zwei Ampeln auf der Zingster Zufahrt.
Die Pontonbrücke (135 m) bildet zusammen mit einer Behelfsbrücke (100m) seit 1980 die Fahrspur Richtung Barth. Auf der Nordseite ist der Ponton mit einer Hubklappe für den Schiffsverkehr in den Bodden versehen. [3]
Der Ersatzneubau für die Meiningenbrücke und ihren parallel verlaufenden Ponton wird schon seit Jahren geplant. Es wird wieder eine relativ flach über dem Wasserspigel verlaufende Brücke mit Huböffnung geben [s. Entwurf in 2].
Bereits 08/2005 meldete der Zingster Strandbote die Planung von Voruntersuchungen in Form von Baugrunduntersuchungen, wie Bohrungen für den Ersatzneubau der Meiningenbrücke + im Intersesse der Allgemeinheit [1].
Unterauftragnehmer für die Hydraulik der Hubbrücke für die Zufahrt in den Bodden wird die Roggentiner Dr. Roschig-GmbH sein. Sie ist verantwortlich für die Hydraulikaggregate mit 4 x 22 kW, 2 Hubzylinder 380/280×4000 sowie die zugehörigen diversen Nebenfunktionen. Als Auftraggeber wird neben den lokalen Verwaltungen das Ingenieurbüro IB Grassl Greifswald genennt [2].
Ein Zeitplan ist nicht bekannt, wer es weiß, kann es gern ergänzen. Derzeit ist noch nichts zu sehen von Bautätigkeiten.
Quellen:
[1] Zingster Strandbote, zitiert am 10.01.09
[2] Dr. Roschig-GmbH, zitiert am 10.01.09
[3] de. Wikipedia/ Meiningenbrücke,, zitiert am 10.01.09
Meiningenbrücke (1912)
08. Jan.2010 at 3:00 am | In 1, Brücken in Deutschland, Ersatzneubau, Geschichte | Leave a CommentTags: Darss, Darssbahn, Drehbrücke, genietete Stahlbrücke, Kloerbrücke, Meiningenbrücke, parallelgurtige Fachwerkbrücke, Stahlfachwerkbrücke, Straßenbrücke
Die Meiningenbrücke überbrückt den Meiningenstrom zwischen dem Zingster Strom und dem Bodstedter Bodden, die engste Stelle des Boddens zwischen dem Darss und der Barther Boddenseite, sie verbindet somit verbindet Zingst und Barth. Die Brücke besteht aus 14 rund 24,50 m langen parallelgurtigen Fachwerkträgern, einer 43,70 m langen Drehbrücke und einer weiter gespannten Fachwerkbrücke mit bogenförmigem Obergurt und einer Spannweite von 61,60 m [1]. Die Gesamtlänge beträgt 470 m [2].
Die Einwohner auf dem Darss verkünden es: die Tage der alten genieteten Fachwerkbrücke sind gezählt, eine neue Brücke ist in Planung. Die Einheimischen sind am meisten betroffen, denn für die Fahrt über die Brücke muss man u.U. etwas mehr Zeit einplanen, vor allem an Hauptab- und -anreisetagen der Ostseetouristen.
Neben der Zufahrt über das Fischland ist diese einspurige Straßenbrücke im Winter wechselseitig mit Ampeln für den Verkehr freigegeben, der einzige weitere Zufahrtsweg auf die Halbinsel Fischland-Darss-Zingst. Im Sommer entlastet eine parallele Pontonbrücke (1980) den Verkehr. Die Pontonbrücke dient dann als Fahrspur in Richtung Bresewitz/ Barth, die alte Meiningenbrücke wird als Fahrspur in Richtung Prerow/Zingst freigeschaltet.
Geschichte
Die Brücke hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie wurde von 1908 bis 1912 im Zuge der Darssbahn als Eisenbahnbrücke gebaut. Dem Verkehr wurde sie bereits am 1.Dezember 1910 übergeben, obwohl die Bauarbeiten noch nicht vollendet waren. Eine weitere Brücke überbrückt das Vorland des Boddens zwischen Bresewitz und Pruchten, die Kloerbrücke (723 Meter). Die Betonpfeiler ruhen auf unzähligen Holzpfählen. Die Darssbahn fuhr bist 1947 nach Prerow. Dort steht heute eine alte Lokomotive vor dem zum Hotel umgebauten alten Bahnhof.
Durch den Mut der Zingster konnte eine Sprengung der Brücke am Ende des zweiten Weltkriegs verhindert werden, doch dann wurden die Gleise der Darssbahn wie so vieler Orts als Reparationsleistungen an die damalige Sowjetunion demontiert und abtransportiert.
Seitdem dient die Meiningenbrücke nur noch als einspurige , rund 3,70 m breite Straßenbrücke. Der Bresewitzer Bahnhof wurde dann ab 1970 wieder aktiviert und diente dem Antransport von militärischem Bedarf für den NVA Standort Zingst [1]. Heute befindet sich am Bf. Bresewitz ein Minimuseum der Darssbahn.
Die Drehbrücke auf der Darsser Seite des Meiningenstroms wird zur Zeit im Winter nach [2] einmal in der Woche, doch nur bei Bedarf für die Schiffahrt 45 min lang geöffnet. Nur so gelangen Boote in den westlichen Bodden. Für kleine Ruderboote wird die Durchfahrtshöhe wohl auch so ausreichen.
Im Winter ist die Pontonbrücke nicht in Betrieb.
Quellen:
[1] de.wikipedia/Meiningenbrücke, zitiert am 07.01.10.
[2] Ostseeferieninfo, zitiert am 07.01.10.
HAPPY NEW YEAR 2010
31. Dez.2009 at 9:53 pm | In 1, Brücken in Deutschland, Stahlbrücke | Leave a CommentTags: Happy New Year, Meiningenbrücke, Mond mit Schatten
Berlin: Stahlbrücke über die Berliner Friedrichstraße
15. Dez.2009 at 3:00 am | In 1, Brücken in Deutschland, Geschichte, Stahlbrücke | Leave a CommentTags: Andreas Schlüter, Bahnbrücke, Bahnhof Friedrichstraße, Berlin, Friedrichstraße, S-Bahnbrücke, Schlütersteg, Stahlbrücke
Als im Jahr 1882 der S-Bahn-Viadukt durch Berlin gelegt wurde entstand eine Vielzahl filigraner Brücken, wie z.B. der genietete Fachwerkbogen über die Friedrichstraße.
Da der Bahnhof mit nur einem Bahnsteig bald zu eng wurde und das alte Tonnengewölbedach zwei neuen Dächern mit zusätzlichem S-Bahnsteig nördlich der vorhandenen Gleise weichen musste baute man gleich den ganzen Bahnhof um. Ob bei dieser Gelegenheit (bis 1924-25) auch die Brücke über die Friedrichstraße erneuert wurde, kann nicht recherchiert werden.

Doppelstockzug auf dem ursprünglichen Ost-Westbahnhof des Bf. Friedrichstr.(Foto der Wandbilder am N-S-Bahnsteig)
Der erste Weltkrieg behinderte die zügige Umsetzung der ursprünglichen Planungen, so dass der Bahnhof erst um 1918 weitergebaut werden konnte. Es entstanden der Nord-Südbahnhof für die Tunnelbahn, die heutigen S 2 und S25, ein neues Bahnhofsgebäude und auch eine neue Brücke, gebildet aus Vollwandträgern, über die Friedrichstraße.Am 8.8.2004 jedenfalls feierte der Bahnhof seinen 80. Geburtstag. Wenigstens wurde die zu den Auflagerpunkten gevoutete Stahlvollwandträgerbrücke im Gegensatz zu den benachbarten Häusern nicht im 2. Weltkrieg zerstört und hat wohl mitgefeiert [nach einem Foto in 3].
Auf dem Nord-Südbahnhof im Tunnel erinnern noch heute Fotos aus dem Berliner Landesarchiv an die umfassenden Bauarbeiten. Um 1890 entstand der Schlütersteg am Bahnhof,
ein schmiedeiserner Linsenförmiger Fachwerkträger. Leider wurde der Schlütersteg, der 1890 nach einem Entwurf von Otto Stahn fertig gestellt wurde, 1945 am Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört. Der Schlütersteg wurde nach Berlins berühmten Bildhauer und Architekten Andreas Schlüter benannt, dessen Fassade des Berliner Schlosses und das Bernsteinzimmer weltberühmt sind.
Der Schlütersteg verband früher den Schiffbauerdamm am Nordufer mit der Neustädtischen Kirchstraße am Südufer, ein kurzer Weg zwischen einer damals neuen Markthalle und dem Bahnhof. [1] Sollte man ihn wieder aufbauen, aus modernen Materialien? z.B. statt des alten , nach seiner Zerstörung errichteten und wenig attraktiven Fußgängersteges über die Spree zwischen den beiden S-Bahngleisen?
In diesem Sommer musste diese Fußgängerbrücke geperrt werden, um Sanierungsarbeiten auszuführen.[2]
Quellen:
(Graubraune) Fotos aus dem Nord-Südbahnhofs der S-Bahn (aus dem Landesarchiv Berlin)
Coloriertes Foto der ursprünglichen Brücke: Postkarte um 1900
heutiges Foto: ponton´s blog
[1] de.Wikipedia Schlütersteg, zitiert am 14,12.09
[2] Berliner Morgenpost vom 2.Juli 2009, zitiert am 14,12.09
[3] Stadtbahn Berlin, Edition ROCO, 1987 , copyright Medien Creative Service Hamburg
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